Liebe Schwestern und Brüder,
liebe Freundinnen und Freunde,
am 26. September 2026 gehen bundesweit in 15 Städten Menschen auf die Straße – bei uns in NRW ist es die Stadt Essen. Unter dem Motto „Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.“ ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund zu bundesweiten Demonstrationen auf, dem sich zahlreiche Wohlfahrts- und Sozialverbände, Initiativen, soziale Einrichtungen etc. u.a. in großer Breite anschließen.
Es geht um eine grundlegende Frage: Wie wollen wir als Gesellschaft miteinander umgehen?
Die Bundesregierung plant derzeit Reformen, die viele Menschen unmittelbar betreffen – unter anderem bei Rente, Gesundheit und Pflege, Arbeitszeit und sozialen Sicherungssystemen. Auch der Sachausschuss Kirche und Arbeiterschaft in den Aachener Kirchenregionen warnt davor, die Kosten notwendiger Veränderungen vor allem den Beschäftigten, Familien, Kranken, Pflegebedürftigen und Rentnerinnen und Rentnern aufzubürden. Gefordert werden stattdessen Reformen, die den Sozialstaat stärken und gerecht finanziert sind.
Unser christlicher Auftrag erinnert uns immer wieder daran, dass eine Gesellschaft daran gemessen wird, wie sie mit den Schwächeren umgeht. Aus christlicher Perspektive sind Solidarität, soziale Gerechtigkeit und die Würde jedes Menschen keine politischen Randthemen.
Ein starker Sozialstaat ist deshalb mehr als eine Frage von Zahlen und Haushalten. Er ist Ausdruck gesellschaftlicher Solidarität. Er schützt Menschen, wenn sie krank werden, ihren Arbeitsplatz verlieren, Angehörige pflegen müssen oder im Alter nicht mehr selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen können.
Sozialstaatliche Leistungen sind keine Almosen. Viele Menschen haben durch ihre Arbeit und ihre Beiträge selbst dazu beigetragen, dass dieses solidarische Sicherungssystem funktioniert.
Deshalb möchten wir auch Sie und Euch dazu ermutigen, am 26. September gemeinsam mit vielen anderen Menschen für einen starken Sozialstaat und eine gerechte Gesellschaft auf die Straße zu gehen.
Setzen wir ein Zeichen gegen Sozialabbau.
- Für Solidarität statt Ausgrenzung.
- Für gerechte Reformen statt Kürzungen auf Kosten der Schwächeren.
- Für eine Gesellschaft, in der niemand zurückgelassen wird.
Herzliche Einladung, dabei zu sein und ein sichtbares Zeichen für soziale Gerechtigkeit und Solidarität zu setzen!
Weitere Informationen zu den Veranstaltungen und Treffpunkten gibt es auf der Homepage der KAB der Diözese Aachen und dem DGB Aachen.
Andris Gulbins
Sachausschuss Kirche und Arbeiterschaft in den Kirchenregionen Aachen
