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© Bistum Aachen, Steffi Sieger-Bücken
Soziotherapeutisches Wohnangebot unterstützt suchtkranke Frauen und Männer
:
Stabilisierung, Entwicklung und gesellschaftliche Reintegration
28. Apr. 2026
Seit 2018 kümmert sich das Haus Christophorus in Herzogenrath-Merkstein um suchtkranke Frauen und Männer. Mit seinem soziotherapeutischen Wohnangebot hilft es Menschen mit meist langjähriger Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit, den Weg zurück in ein stabiles und strukturiertes Leben zu finden. In der Einrichtung stehen 14 Wohnplätze zur Verfügung, ergänzt durch eine Außenwohngruppe mit weiteren vier Plätzen in Stolberg. Bei der Arbeit des multiprofessionellen 15-köpfigen Teams stehen individuelle Unterstützung, tagesstrukturierende Angebote sowie das Training von Alltagskompetenzen und lebenspraktischen Fähigkeiten im Mittelpunkt. „Damit die Bewohnerinnen und Bewohner Aufgaben haben und einen Sinn im Tag sehen. Damit sie wissen, wofür sie aufstehen und Perspektiven haben“, erläutert Jennifer Dunkel, Leiterin der Einrichtung. Der Altersdurchschnitt der Bewohnerinnen und Bewohnern ist in den vergangenen Jahren stark nach unten gegangen und liegt mittlerweile bei Anfang 40. Dadurch hat sich die Arbeit des Teams verändert, denn einige der jungen Männer haben Familie. Das macht die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Ämtern nötig. „Wenn Familie da ist, ist uns wichtig, dass der Kontakt wieder hergestellt wird, bestehen bleibt und zum Teil noch ausgeweitet werden kann“, berichtet Jennifer Dunkel. Ziel der soziotherapeutischen Arbeit ist es, die Bewohnerinnen und Bewohnern zu schützen und ihnen durch eine langfristige Begleitung ein möglichst eigenständiges und gesellschaftlich integriertes Leben zu ermöglichen. Das gelingt mit dem Kochen von gesunden Mahlzeiten, Sport und Gesprächen, einer auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Medikation und fachärztliche Betreuung. „Schöne Erfahrungen sind, wenn Bewohnerinnen und Bewohner, bei deren Auszug man vielleicht noch Bedenken hatte, ein eigenständiges Leben ohne Rückfall schaffen und weiterhin Kontakt zu uns halten“, berichtet die Einrichtungsleiterin. Schwierig sei es, wenn kurz nach dem Auszug ein Rückfall erfolge. „Das nimmt einen mit.“ Die Einrichtung arbeitet sozialraumorientiert und öffnet sich bewusst in die Umgebung, um Teilhabe zu fördern. Ein besonderes Highlight war dabei die inklusive Tischkicker-Liga der Städte-Region in Herzogenrath. Außerdem nehmen Bewohnerinnen und Bewohner regelmäßig an Selbsthilfegruppen und am Vereinsleben in der Umgebung teil und zum Frühjahrs- bzw. Adventbasar kommen Nachbarinnen und Nachbarn gerne in die Einrichtung. „Da habe ich durchweg positive Erfahrungen gemacht“, sagt Jennifer Dunkel. Sorgen, die sie vor dem Umzug nach Herzogenrath hatte, sind mittlerweile kein Thema mehr. „Über die Jahre hinweg ist deutlich geworden, wie wir hier arbeiten und dass nicht fünfmal die Woche die Polizei oder ein Krankenwagen vor dem Haus stehen“, sagte sie schmunzelnd
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© unsplash
Das Kinderheim St. Hermann-Josef ist in Merkstein fest verankert
:
Ein Lebensort, der Sicherheit und verlässliche Beziehungen ermöglicht
28. Apr. 2026
Seit mehr als 100 Jahren gibt es das Kinderheim St. Hermann-Josef in Merkstein. Es nimmt Kinder und Jugendliche auf – unabhängig von Religionszugehörigkeit oder Herkunft – und bietet ihnen eine Heimat. Immer in kirchlicher Trägerschaft Ursprünglich gründeten die Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu, Hiltrup, das Heim als Waisenhaus der Pfarrgemeinde St. Willibrord, um Waisenkinder zu erziehen und zu betreuen. Seit 2024 ist das Heim in Trägerschaft des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) e.V. Alsdorf. „Als Solitär-Einrichtung hatte das Kinderheim keine Zukunft“, sagt Pfarrer Heinz Intrau. Deshalb entschied sich der Kirchenvorstand St. Willibrord aus wirtschaftlichen Gründen, die Trägerschaft abzugeben. „Dem Kirchenvorstand fiel das nicht leicht. Die Mitglieder haben sich deshalb bei der Suche nach einem neuen Träger bewusst für den Sozialdienst katholischer Frauen als kirchlichen Träger entschieden“. Insgesamt 36 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 6 bis 18 Jahren werden aktuell in Wohngruppen betreut. Schwerpunktmäßig sind es Kinder, die Verhaltensauffälligkeiten entwickelt haben und nicht ausreichend in ihrer Herkunftsfamilie gefördert werden können, deren Eltern mit der Erziehung und Versorgung zurzeit überfordert sind oder Kinder, die aufgrund von Sucht oder psychischen Erkrankungen der Eltern nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können. Kinderheim als Lebensort Im Kinderheim erhalten sie eine familienähnliche Betreuung mit klaren Strukturen, die ihnen ein verlässliches Umfeld für Entwicklung und Stabilität bietet. Für einige Kinder und Jugendliche ist die Wohngruppe ein Zuhause auf Zeit, für anderen ist sie ein neues Zuhause. Sie bleiben solange, bis sie als junge Erwachsene in eine eigene Wohnung ziehen. Fast alle Kinder und Jugendlichen haben regelmäßig Kontakt zu ihren Familienangehörigen, besuchen diese oder werden in der Einrichtung besucht. „Es gibt einen hohen therapeutischen Bedarf“, sagt Einrichtungsleiter Lothar Mauer. Im Zentrum der pädagogischen Arbeit stehen Schutz, Beziehungsarbeit und individuelle Förderung. Das Kinderheim versteht sich als Lebensort, der Sicherheit, Geborgenheit und verlässliche Beziehungen ermöglicht, zugleich aber konsequent Eigenständigkeit und gesellschaftliche Teilhabe als Ziele für die Kinder und Jugendlichen festlegt. „Ich weiß, wie Kinder sich entwickeln können und freue mich über jedes Kind, das seinen Platz im Leben gefunden hat“, erzählt Einrichtungsleiter Lothar Mauer über die Erfolge. In Merkstein fest verankert Ein großzügiges Gelände mit kleinem Schwimmbad, Bolzplatz und ein Gemeinschaftsraum, der für vielfältige Angebote genutzt werden kann, unterstützen diese Entwicklung. Ebenso die enge Vernetzung des Kinderheims im Sozialraum. „Das Kinderheim gehört zu Merkstein“, sagt Dieter Forth, Geschäftsführer SkF Alsdorf e.V., und freut sich. Vielfältige Unterstützung und Zuwendungen erhält die Einrichtung aus der Bevölkerung. Außerdem bestehen zum Teil langjährige Kooperationen mit ortsansässigen Vereinen und Unternehmen, die den Bewohnerinnen und Bewohnern spannende Erfahrungen und Entwicklungen ermöglichen. Doch damit nicht genug. Das Kinderheim wächst weiter. Im Herbst dieses Jahres kam eine neue Inobhutnahme-Gruppe für Kinder und Jugendliche in akuten Krisensituationen in der Nähe des Standortes in Merkstein hinzu.
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© Johannes Duwe
Zeichen der Solidarität mit den Menschen, die infolge der Kriege und Krisen hungern
:
Adveniat-Delegationsreise nach Kolumbien
28. Apr. 2026
„Hierzulande steigen infolge der weltweiten Kriege und Krisen die Spritpreise – im globalen Süden die Zahl der Menschen, die hungern.“ Darauf macht der Vorsitzende der bischöflichen Kommission des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, Bischof Franz-Josef Overbeck von Essen im Anschluss an eine einwöchige Kolumbienreise aufmerksam. In dem südamerikanischen Land leben mehr als 21 Millionen Menschen in Armut, davon etwa 7,5 Millionen der insgesamt 54 Millionen Einwohner in extremer Armut. Gemeinsam mit Adveniat-Hauptgeschäftsführer Pater Martin Maier SJ sowie den Weihbischöfen Rolf Steinhäuser aus Köln, Jörg Michael Peters aus Trier und Reinhard Hauke aus Erfurt sowie weiteren Kommissionsmitgliedern hat Adveniat-Bischof Overbeck ein weltkirchliches Zeichen der Solidarität gesetzt für die Armen und Ausgegrenzten, die am Rand der Welt und am Rand der Gesellschaft leben. „Besonders berührt hat mich ein Projekt, das ich schon vor Jahren besucht habe und das auch bei Papst Franziskus während seiner Kolumbienreise auf seinem Besuchsprogramm stand: Talitha Qum in Cartagena. Ordensschwestern ermöglichen hier Mädchen und jungen Frauen eine gute Zukunft, die vergewaltigt und missbraucht wurden und als junge Mütter ein schwieriges Leben führen“, berichtet Adveniat-Bischof Overbeck vom Besuch der Hafenstadt im Norden Kolumbiens am Atlantik. „Nach der Zerschlagung von USAID, der weltweit größten Hilfsorganisation, durch Präsident Trump und der chronischen Unterfinanzierung der UN-Hilfswerke, ist es für uns gut zu wissen, für welch gute und sinnvolle Projekte das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat die Spenden der bundesweiten Weihnachtskollekte nutzt.“ In der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá stand in zahlreichen Gesprächen mit der Bischofskonferenz und politischen Vertreterinnen und Vertretern der aktuell eingefrorene, aber nicht abgebrochene Friedensprozess im Mittelpunkt. „Die Leiterin der Verhandlungsdelegation der Regierung mit der Rebellengruppe ELN Vera Grabe hat betont, wie notwendig die Unterstützung aus Deutschland und insbesondere von Adveniat ist“, berichtet der Hauptgeschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerks der katholischen Kirche in Deutschland, Pater Martin Maier. „Wir haben den langen Atem, den es braucht, damit nach mehr als 60 Jahren Krieg und Gewalt mit fast einer halben Million Toten und acht Millionen Vertriebenen Versöhnung gelingen kann“, so Pater Martin Maier. Seit der Unterzeichnung des Friedensabkommens zwischen der kolumbianischen Regierung und der größten Guerillagruppe FARC im Jahr 2016 wurden erhebliche Anstrengungen unternommen, um die vereinbarten Punkte umzusetzen. Dazu zählen insbesondere die strukturelle Transformation des ländlichen Raums, die Förderung politischer Teilhabe sowie die Beendigung des bewaffneten Konflikts. Die Umsetzung stößt jedoch weiterhin auf Widerstände, die den Friedensprozess bremsen. Neben dem Engagement als Vermittlerin im Friedensprozess unterhält die katholische Kirche in Kolumbien zahlreiche soziale und caritative Projekte im Land, die ebenfalls vom Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat unterstützt werden. Erschreckt zeigt sich der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters über die extremen Gegensätze im Land: „Unermesslicher Reichtum weniger und extreme Armut der Bevölkerungsmehrheit sind buchstäblich in nächster Nachbarschaft erlebbar.“ Ausdrücklich bedanke er sich bei Adveniat für die überzeugenden Projekte, die gerade die am meisten Hilfsbedürftigen im Blick hätten: Kinder, Frauen und auch ältere Menschen. Die Sozialpastoral des Erzbistums Bogotá begleitet beispielsweise Geflüchtete, insbesondere aus dem Nachbarland Venezuela. In der Anlaufstelle hat eine Mutter mit ihren vier Kindern Schutz gefunden. Auf ihrer Flucht war sie zeitweise sogar von ihrem ältesten Sohn getrennt. Nachdem sie vollkommen mittellos schließlich Bogotá erreichte, sucht sie nun nach einer Arbeitsmöglichkeit. Die Einrichtung, in der Geflüchtete temporär unterkommen können, unterstützt sie bei der Suche nach einer eigenen Wohnung. Und mitten in einem sozialen Brennpunkt im Zentrum der kolumbianischen Hauptstadt hat das Erzbistum eine Anlaufstelle für Menschen eingerichtet, die auf der Straße leben. Sie finden hier eine Auszeit vom oft gewaltsamen Alltag. Im Vorraum müssen mitgebrachte Waffen abgegeben werden – ein erster Schritt hin zu einem sicheren Rahmen im doppelten Sinne: Zum einen entsteht so ein waffenfreier Raum, zum anderen ein geschützter Ort, an dem die Menschen offen über ihren Alltag ins Gespräch kommen können. Im Mittelpunkt steht dabei die Würde jedes einzelnen Menschen. Die Bedeutung von Frauen sowohl für die politischen-gesellschaftlichen Prozesse aber auch in den Hilfsprojekten betont Weihbischof Reinhard Hauke von Erfurt: „Frauen geben vor Ort vielfach Hoffnung, damit die Menschen zu einem besseren Leben kommen.“ Frauen zählen zu den besonders vulnerablen Gruppen. In der Einrichtung des Netzwerkes „Red Tamar“ erhalten Frauen, die Opfer von sexuellem Missbrauch und Menschenhandel geworden sind, psychosoziale Unterstützung, um das Erlebte gemeinsam mit anderen Betroffenen zu verarbeiten. Außerdem können die Frauen hier Ausbildungen absolvieren, etwa in der Schneiderei oder im Bäckerhandwerk, um sich ein selbstbestimmtes Leben aufzubauen. Vonseiten der Kirche werden außerdem Menschen begleitet, die vom Sammeln von Abfällen und vom Recycling leben. Sie erhalten nicht nur Zugang zu Nahrung und sanitären Einrichtungen, sondern auch die Möglichkeit, Gemeinschaft zu erfahren und die Würde als Mensch. Eine Gesprächspartnerin berichtete eindrücklich, wie sie sich Tag für Tag mit ihrer neunjährigen Tochter nachmittags auf den Weg macht, um bis tief in die Nacht unter unermesslichen Gefahren im Abfall nach verwertbarem Material zu suchen. So wurde in persönlichen Gesprächen für die Delegation des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat eindrücklich sichtbar, wie dieses und viele andere Projekte das Leben der Menschen verändert.
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© privat
Impuls für Mai von Sr. Petra Flöck PIJ, Aachen
:
Geh uns auf den Geist, Heiliger Geist ...
28. Apr. 2026
In diesem Jahr fällt das Pfingstfest in den Monat Mai. Pfingsten? Heiliger Geist? Für viele - auch für Christen - eher ein Fragezeichen. Wodurch zeichnet sich das Pfingstfest aus? Zu Weihnachten gehören die Krippe und der Tannenbaum. Zu Ostern gehören das Kreuz, das Licht, die Osterkerze und natürlich die Ostereier. Und Pfingsten? Die Pfingsttaube und das Feuer fallen uns vielleicht ein… Der Geist? Brauchen wir den? Ist es nicht viel ruhiger ohne den Geist? Wir verändern uns nicht gerne, wir lassen uns nicht so gerne in unserer Ruhe stören. Feuer, das in mir brennt und mich vorwärtstreibt? Diese Unruhe, wenn mein Herz weiß, dass war keine Heldentat? Das Wissen, du solltest anders und doch… Gut, dass der Geist weht, wo er will und wann er will. Und wenn wir um den Geist bitten, dann kommt er - ganz gewiss – auch in unserer Zeit. Geh uns auf den Geist, wenn wir verurteilen. Geh uns auf den Geist, wenn wir verachten. Geh uns auf den Geist, wenn wir verschleiern. Geh uns auf den Geist, wenn wir verschweigen. Geh uns auf den Geist, wenn wir vergessen. Geh uns auf den Geist, damit dein Heiliger Geist wirken kann. (Unbekannt)
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© Bistum Aachen, Steffi Sieger-Bücken
Bischof Dieser tauscht sich mit Vertreterinnen und Vertretern diakonischer Einrichtungen aus
:
Für Menschen in besonderen Lebensverhältnissen da sein
28. Apr. 2026
Während seiner Visitation hat sich Bischof Dr. Helmut Dieser mit Vertreterinnen und Vertretern aus Seelsorge und kirchlichen Sozialeinrichtungen im Raum Herzogenrath getroffen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Kirche und Caritas noch besser zusammenarbeiten können, um Menschen in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen. „Es ist sehr gut, dass alle, die in diesem Pastoralen Raum im Bereich organisierter Nächstenliebe mit hoher Fachexpertise unterwegs sind, an einem Tisch sitzen. Denn der Mensch, um den es geht, der mit Ihnen zu tun hat, ist auch der Mensch, der unsere Botschaft hört und vielleicht eines seelsorglichen Zuspruchs, eines Ritus oder einer Sakramentenspendung bedarf“, sagt Bischof Dr. Helmut Dieser. Die Beteiligten tauschten sich über die Bedeutung der diakonischen Angebote des Regionalen Caritasverbandes aus. Darunter waren etwa die Servicestelle für Familiengesundheit „moliri“, die Fachberatungsstelle für soziale Notlagen, das Haus Christophorus für alkohol- und medikamentenabhängige Menschen und das Kinderheim St. Hermann-Josef des Sozialdienstes katholischer Frauen (SKF). Der Dialog verdeutlichte das gemeinsame Ziel, durch praktisches Handeln christliche Werte zu vermitteln, Selbstwirksamkeit zu fördern und soziale Integration in der lokalen Gemeinschaft voranzubringen. Der Dialog gewährte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch einen tiefen Einblick in die Erfolge der kirchlich-sozialen Arbeit im Raum Herzogenrath. Ein zentrales Thema war dabei die Vernetzung zwischen Pastoral und caritativen Einrichtungen, um Menschen am Rande der Gesellschaft durch strukturierte Hilfe und Wertschätzung neue Lebensperspektiven zu eröffnen. In Kohlscheid gibt es noch eine rege gemeindliche Caritasarbeit mit vielen ehrenamtlich Engagierten, in Herzogenrath-Mitte und in Merkstein ist sie mittlerweile verbandlich. „Wenn ich bei Hausbesuchen ein Problem sehe, kann ich auf Fachleute in unserem Pastoralen Raum verweisen. Das hilft sehr“, sagt Pastoralreferent Klaus Aldenhoven. Alexander Letzel, Vorstand des Caritasverbandes für die Regionen Aachen-Stadt und Aachen-Land e.V., ergänzt: „Die Bereitschaft der Kirchengemeinde und des Caritasverbandes, gemeinsam zu agieren, ist ein Gewinn. Beide Seiten profitieren davon in unterschiedlicher Art und Weise. Über solche Kooperationen schaffen wir die Verbindung, dass Pastoral in Einrichtungen wirken kann.“ Wie das konkret gehen kann, zeigen die Servicestelle „moliri“ und die Fachberatungsstelle des Caritasverbandes für die Regionen Aachen-Stadt und Aachen-Land e.V., deren Büros sich im Begegnungszentrum der Gemeinde Herz Jesu befinden. „Wir konnten über die Pfarre ein Gartenprojekt verwirklichen, das sich gut mit der Gemeindearbeit verbinden lässt“, sagt die Sozialarbeiterin Monika Jentzen-Stellmachs. „Was uns trägt, ist die gleiche Motivation: den Menschen zu helfen.“ Auch das Kinderheim St. Hermann-Josef, welches ursprünglich als Waisenhaus der Pfarrgemeinde St. Willibrord gegründet und seit Februar 2024 in der Trägerschaft des Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Alsdorf e. V. ist, erfährt in Merkstein eine große Unterstützung. Gut vernetzt pflegen Einrichtungsleiter Lothar Mauer die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zahlreiche Kooperationen mit Partnern aus dem Umfeld und erhalten viel Zuspruch von Mitbürgern. Mit dem Satz „das Kinderheim gehört zu Merkstein“ bringt es Dieter Forth, Geschäftsführer SkF Alsdorf e.V., auf den Punkt. Im Gespräch waren sich alle Verantwortlichen einig, dass die soziale Arbeit eine Form der Verkündung durch Handeln ist. Diakonischen Einrichtungen werden als „Orte von Kirche“ begriffen, an denen Menschenwürde und Glaube erfahrbar wird. „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind mit ihrem Dienst ganz nahe am Evangelium“, sagt Diözesancaritasdirektor Stephan Jentgens. Wichtig sei es, die Arbeit der sozialen Einrichtungen auch in den Gemeinden und im gottesdienstlichen Rahmen (z. B. in Sonntagsmessen) präsenter zu machen, um das Bewusstsein für diese „Orte von Kirche“ zu stärken. „Das wäre ein wichtige Botschaft: Du bist interessant und einmalig. Du bist keine Nummer, die hier durchgeschleust wird. Das ist eine der Botschaften des Evangeliums“, erläutert Bischof Dieser. „Aus diesem Glauben und diesem Menschenbild heraus wird in den Einrichtungen gehandelt. Die Sonntagsmesse ist ein guter Ort, an dem auf diese Vernetzung von Gemeinde und Einrichtungen verwiesen werden kann.“ Der Austausch und die gegenseitige Unterstützung im Pastoralen Raum sei sinnvoll und solle daher verstetigt werden. „In der künftigen Entwicklung sollten wir darauf achten, dass wir mehr beieinander sein können. Zum Wohl der Menschen, um die es geht. Wo kann man sich unterstützen? Wo ist es wichtig, dass man mehr voneinander erfährt? Was kann an Neuem entstehen? So eine Runde wie diese muss nicht alle Jahrzehnte einmal anlässlich der Visitation des Bischofs stattfinden, sondern könnte fester vereinbart sein“ sagt der Bischof. Er zeigt sich tief beeindruckt von der positiven Ausstrahlung und dem Mut, mit dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der sozialen Einrichtungen den Problemen der Menschen begegnen, um ihr Leben zu verbessern.
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© Bild: Dr. Paulus Decker In: Pfarrbriefservice.de
... zur Herstellung von Steuergerechtigkeit in Deutschland
:
Mönchengladbacher Manifest ...
28. Apr. 2026
Das Bündnis für Menschenwürde und Arbeit Mönchengladbach ruft zur Unterzeichnung des Mönchengladbacher Manifestes auf, um Steuergerechtigkeit und soziale Sicherung in Deutschland herzustellen.
moenchengladbacher-manifest.de
© CuF
- im Pastoralen Weg Herzogenrath -
28. Apr. 2026
Ein persönliches Wort
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© StMarien
Eucharistische Anbetung gestaltet mit Liedern und Texten
:
Barmherzigkeitsstunde
27. Apr. 2026
15:00 Uhr in der Kirche Myhl Termine für 2026 jeweils am 2. Sonntag des Monats 10. Mai 14. Juni 12. Juli 9. August 13. September 11. Oktober 8. November 13. Dezember
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© Friedbert Simon In: Pfarrbriefservice.de
Bildungswoche für Familien mit Kinderbetreuung
:
18.10. - 24.10.2026, Möhnesee-Günne: Populismus – eine Herausforderung für unsere Demokratie
27. Apr. 2026
Bei der diesjährigen Herbstwoche steht das Thema Populismus im Mittelpunkt des Seminars.
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Ansprache zum 4. Sonntag der Osterzeit
26. Apr. 2026
Ansprache zum 4. Sonntag der Osterzeit Das Bild einer Schafherde lässt einen leicht in idyllische Schwärmerei verfallen. In der Heiligen Schrift kommen Schafe eigentlich immer gut weg. Denken wir an den guten Hirten, der für seine Schafe sorgt, denken wir an das verlorene Schaf, das dem Hirten so unendlich wertvoll und wichtig ist und das er wieder zur Herde zurückführen möchte; bei Matthäus werden die Schafe beim jüngsten Gericht gerettet, die Böcke nicht; bei Jesaja ist das Bild der Schafherde ein Synonym dafür, wie vielfältig die Lebenswege sind, die wir Menschen durchwandern. Nicht zu vergessen, das Opferlamm, das unschuldige Schaf, das zur Schlachtbank geführt wird. Nun ist heute auch von einem Hirten und von Schafen die Rede im Evangelium. Etwas anders als sonst, vielleicht ein wenig differenzierter und tiefschichtiger. Das Besondere in diesem Schriftwort ist, dass nicht die Schafherde im Vordergrund steht, sondern das einzelne Schaf, der einzelne Mensch also. Der Beginn des heutigen Evangeliums macht unmissverständlich klar: Sich in eine fremde Wohnung durchs Fenster einzuschleichen ist unredlich. Will sagen: Sich in das Leben eines anderen Menschen einzuschleichen, den Menschen gegen seinen Willen zu beeinflussen, ihn seiner eigenen Persönlichkeit zu berauben, das ist schändlich. Im Blick auf unsere heutige Situation, wo in den sozialen Netzwerken aber auch anderswo unlautere Wege gegangen werden, Einfluss zu nehmen auf andere, ist im Blick auf diese biblische Botschaft eines kritischen Blickes wert. Vor 14 Tagen haben rechtsradikale Idioten – anders kann man es nicht sagen – probiert, ihre Überzeugung unserer Stadt aufzudrücken, als sie das queere Zentrum in der Wallstraße mit Hakenkreuzen beschmiert haben und auf die Tür schrieben: „Wir kommen“. Wer unsere Geschichte kennt, der weiß, wie diese Drohung gedanklich fortgesetzt wird: ‚Wir kommen, um euch zu holen‘. So ist es ja geschehen damals, als Schwule, Transmenschen und viele andere in die Konzentrationslager gesteckt wurden. (Hier in Neuwerk wurde vor wenigen Wochen jüdische Denkmäler verschandelt, Sie wissen also, wie sich solche Diffamierungen anfühlen). Radikale echauffieren sich an der Unterschiedlichkeit menschlichen Lebens. Schauen wir weiter in den Text des Evangeliums. Da hören wir, dass der Hirt seine Schafe kennt, jedes einzelne bei seinem Namen. Das heißt: Der Hüter weiß um die Einzigartigkeit und Unverwechselbarkeit jedes seiner Schafe. Jedes Schaf ist ein Unikat – wenn ich das so sagen darf -, es gibt keinen Kamm, über den alle in gleicher Weise geschert werden könnten. Der oder die einzelne ist im Blickfeld des Hirten, und erst im zweiten Blick die Herde. Ihm ist wichtig, die Lebenswirklichkeit des einzelnen wahr zu nehmen. Die Lebenswirklichkeit des einen ist immer verschieden von der des anderen. Die Lebenswirklichkeiten der Menschen sind so verschieden wie die Lebensgeschichten der Menschen verschieden sind. Vor dieser Einzigartigkeit des einzelnen haben die Rechtsradikalen Angst. Sie wollen die Menschen ins Uniforme drängen. Sie verweigern sich, das Einmalige in einem Menschen entdecken zu wollen, weil ein „schwarz-weiß-Denken doch so einfach ist. Den Bund, den Gott mit den Menschen schloss, den haben die Menschen des ersten, des Alten Testamentes verstanden als einen Bund mit dem Volk. In dieser Theologie sind die Jüngerinnen und Jünger aufgewachsen; sie verstehen sich als Glied des Volkes, eingebunden in diese Gemeinschaft. Jesus entwickelt diesen Gedanken des göttlichen Bundes aber weiter: Eingebunden sein in eine Gemeinschaft heißt für ihn tiefer, dass sich der einzelne Mensch als ein Glied des Ganzen, des auserwählten Volkes sehen darf. Die Werthaftigkeit des Volkes Gottes ergibt sich aus der Werthaftigkeit jedes einzelnen. Die Theologie des Volkes Gottes, wie sie im Ersten Testament erzählt wird, entwickelt Jesus weiter, indem er auf die Einzigartigkeit des Subjektes verweist. Jesus bezeichnet sich dann weiter als die Tür. Er, der ohne Vorbehalt und ohne Vorbedingung auf den Menschen zugegangen ist, er ist die Tür zu einem Leben in Fülle. Dieser Einzigartige, der die Einzigartigkeit seines Lebens nicht als etwas Exklusives wahrgenommen hat sondern als ein Gottesgeschenk, hat den Menschen, denen er begegnete, immer ihre Einzigartigkeit vor Augen geführt. Seine Botschaft an den Menschen: Gott schenkt jedem Menschen etwas, was er sonst keinem anderen schenkt. Jesus nimmt die Genese eines Menschen ernst; er hat den Menschen, der ihm gegenübersteht immer als ein Individuum wahrgenommen und angenommen. Deshalb haben sich alle bei ihm aufgehoben gefühlt, weil ihr ganzes Leben in den Blick kommen durfte. Wir müssen es wagen, einander kennen zu lernen. Das ist das Schlüsselwort. Wenn wir bereit werden, einander kennen zu lernen, wenn wir die Lebenswirklichkeiten des und der je einzelnen wert zu schätzen lernen, dann verlieren sich Stereotypen; dann sehe ich im Gegenüber ein einmaliges Gottesgeschöpf und nicht einen Juden oder einen Ausländer oder einen Schwulen oder wen auch immer; dann stehe ich der Aischa, oder dem Ali oder der Mechtilde oder wie immer mein Gegenüber heißen mag gegenüber. Am vergangenen Samstag, nach dem menschenverachtenden Anschlag auf das queere Zentrum haben sich mehrere hundert Menschen in der Wallstraße versammelt, um ein solidarisches Zeichen der Verbundenheit zu setzen. Was war das für ein buntes, schönes Bild: Ein Vater mit seinem Kind, von dem er hofft, dass es glücklich wird; Ali aus der Türkei, der sich zu seinem Schwulsein bekennt und dankt, in Mönchengladbach leben zu können, einer Stadt, die er als liebenswert und weltoffen bezeichnete; die Mutter, die ihre Liebe unter Tränen in Worte fasste zu ihrem Kind, das sich vor ihr als Trans offenbarte; viele andere, jede und jeder einzigartig und in dieser Einzigartigkeit ein Spiegelbild Gottes. „Euch und allen Kindern gilt die Verheißung“, hörten wir in der Apostelgeschichte, nicht wenigen, nicht einigen, nicht Auserwählten, sondern allen gilt die Verheißung Gottes, zur Freiheit berufen zu sein. In diese Freiheit finden wir, wenn wir einander diese geschenkte Freiheit auch gönnen. Die Erfahrung dieser Freiheit beginnt mit der Neugierde, einander unsere Geschichte und unsere Geschichten zu erzählen. Nur so werden wir einander gerecht; und was noch wichtiger ist: Nur so werden wir einander in ein Leben in Fülle begleiten können.
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