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Nachrichten aus dem Bistum Aachen
Nachrichten für die Region
© Bistum Aachen/Andreas Steindl
Missio Canonica 2026
:
Besondere Bedeutung der Schule als Lernort des Glaubens
9. März 2026
Religionsunterricht ist weiterhin ein Ort der Begegnung, des Glaubens und der Hoffnung 45 Religionslehrerinnen und -lehrer erhalten ihre kirchliche Beauftragung (Missio canonica)
Zur Pressemeldung
© Thomas Hohenschue
Podiumsdiskussion zur Hambitionierten Pop-up-Ausstellung im Nell-Breuning-Haus
:
Kunst und Kultur können im Rheinischen Revier viel dazu beitragen, die Konflikte zu bewältigen und eine gute Zukunft zu gestalten
9. März 2026
Wer schreibt die Geschichte des Rheinischen Reviers? Wer berichtet von Konflikten, Konfrontationen und Kämpfen? Wer erzählt von den Zwischentönen, wechselt Perspektiven, baut Brücken? Wer bindet Erfolge, Scheitern, Abschiede und Neuanfänge zusammen? Eine Podiumsdiskussion am 3. März 2026 im Nell-Breuning-Haus zeigte auf: Darüber herrscht intensiver Redebedarf.
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© iStock/3D_generator
Fundraising-Projekte erfolgreich planen und umsetzen
9. März 2026
Fundraising-Projekte sind ein wichtiger Bestandteil vieler gemeinnütziger Initiativen und Organisationen. Damit Spendenaktionen erfolgreich verlaufen, braucht es jedoch mehr als nur eine gute Idee. Eine strukturierte Planung, klare Ziele und eine effektive Umsetzung sind entscheidend. Von der ersten Projektdefinition über die Planung und Durchführung bis hin zur Kontrolle und Auswertung: Ein systematisches Vorgehen hilft dabei, Ressourcen sinnvoll einzusetzen, Risiken frühzeitig zu erkennen und Unterstützer langfristig zu gewinnen. Der folgende Überblick zeigt die wichtigsten Phasen eines Fundraising-Projekts und gibt praktische Orientierung für eine erfolgreiche Umsetzung. Projektstart: Den Grundstein legen Jedes Fundraising-Projekt beginnt mit einer klaren Zielsetzung. Legen Sie fest, wie viel Geld Sie sammeln möchten und für welche Initiative oder Organisation. Definieren Sie Ihre Zielgruppe: Wer sind potenzielle Unterstützer? Wer kann langfristig gewonnen werden? Führen Sie eine "Projektumfeldanalyse" durch: Welche Chancen und Risiken bestehen? Welche Stakeholder, Partner oder Sponsoren könnten das Projekt unterstützen? Welche gesetzlichen oder organisatorischen Rahmenbedingungen sind zu beachten? Die Risikoidentifikation hilft Ihnen, mögliche Hindernisse frühzeitig zu erkennen. Dazu zählen zum Beispiel: Engpässe bei Ressourcen wie Personal oder Material Unklare Verantwortlichkeiten im Team Unerwartete Kosten oder organisatorische Verzögerungen Wer diese Fragen zu Beginn klärt, startet gut vorbereitet und kann Probleme frühzeitig vermeiden. Projektplanung – Struktur und Übersicht schaffen Eine detaillierte Planung bildet das Fundament Ihres Projekts. Erstellen Sie einen Projektstrukturplan (PSP), der alle Aufgaben in überschaubare Arbeitspakete gliedert und Verantwortlichkeiten eindeutig verteilt. Zeitplanung: Legen Sie Meilensteine, Deadlines und Abhängigkeiten fest. Ein realistischer Zeitplan verhindert Stress in der Durchführung. Budgetplanung: Kalkulieren Sie Kosten für Material, Marketing, Veranstaltungen, Personal und eventuelle Dienstleistungen. Überprüfen Sie regelmäßig, ob Ihr Budget eingehalten wird. Ressourcenplanung: Wer übernimmt welche Aufgaben? Welche Tools, Materialien oder Kanäle werden benötigt? Eine detaillierte Ressourcenplanung sorgt dafür, dass das Team effizient arbeitet und jeder seine Aufgaben kennt. Projektdurchführung – Aktionen starten und koordinieren In dieser Phase werden die geplanten Maßnahmen aktiv umgesetzt. Dazu gehört: Spendenaktionen durchführen: z.B. Online, offline, Events oder Benefizveranstaltungen. Teamkoordination: Kommunikation sichern, Aufgaben verteilen, Verantwortlichkeiten überprüfen. Monitoring: Erste Rückmeldungen auswerten und ggf. kleine Anpassungen vornehmen. Regelmäßige Updates und Meetings halten alle Beteiligten auf dem Laufenden. Motivation und Engagement des Teams sind entscheidend, denn ein motiviertes Team erhöht die Aufmerksamkeit für das Projekt und steigert die Spendenbereitschaft. Tipp: Kleine Erfolge sichtbar machen – z. B. durch wöchentliche Statusberichte oder kurze Erfolge in sozialen Medien teilen – stärkt Motivation und Vertrauen bei Team und Spendern. Projektsteuerung / Controlling – den Kurs halten Ein erfolgreiches Projekt benötigt ständige Kontrolle: Soll-Ist-Vergleich: Prüfen Sie regelmäßig, ob der Fortschritt den Planvorgaben entspricht. Abweichungsanalyse: Ursachen für Verzögerungen, Budgetüberschreitungen oder organisatorische Probleme erkennen. Maßnahmen einleiten. Korrigieren Sie Prozesse, passen Sie Ressourcen an und reagieren Sie flexibel auf unvorhergesehene Ereignisse. Durch effektives Controlling stellen Sie sicher, dass das Projekt ressourcenschonend, termingerecht und effizient durchgeführt wird. Beispiel: Wenn ein Event weniger Teilnehmer als geplant hat, können kurzfristig Social-Media-Kampagnen verstärkt oder Partneraktionen initiiert werden, um die Zielgruppe zu erweitern. Projektabschluss – Ergebnisse sichern und auswerten Am Ende steht die Abnahme des Projekts und die Dokumentation der Ergebnisse: Gesamtsumme der Spenden Teilnahmezahlen bei Aktionen oder Events Medienresonanz oder Reichweite der Kampagnen Informieren Sie Ihre Spender und Unterstützer über die Ergebnisse. Transparenz schafft Vertrauen und kann die Bindung für zukünftige Projekte stärken. Führen Sie eine "Lessons-Learned-Analyse" durch: Was hat gut funktioniert? Wo gab es Herausforderungen? Welche Prozesse können beim nächsten Mal optimiert werden? Diese Erfahrungen sind wertvoll, um zukünftige Fundraising-Projekte noch erfolgreicher zu gestalten. Und schließlich: Haben Sie Spaß dabei und den Mut, Neues auszuprobieren.
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Gottesdienst zum 3. Sonntag in der Fastenzeit 2026 - Lesejahr A
8. März 2026
Ansprache zum 3. Fastensonntag im Lesejahr A 2026. Irgendwie geht’s mir ein bisschen wie Jesus heute: ich fühle mich auch müde. Nicht, dass ich gestern ausgiebig gefeiert hätte; das gar nicht. Ich bin abends noch mit meinen Hunden eine große Runde an der Rur entlang gelaufen. Hab entspannt meine Gedanken schweifen lassen und dann zuhause gemütlich noch was ferngesehen. Und dann bin ich gut gelaunt ins Bett gehüpft. Aber trotz der ruhigen Nacht fühle ich mich irgendwie müde und gerädert. Am schlechten Schlaf kann es nicht liegen. Ich glaube, mir liegt ein wenig eine Mail im Magen. Die internationale Nachrichtenagentur CNA schrieb mich an, die christian national agency. Sie bezog sich auf die Ausstellung, die wir gerade in der Citykirche zeigen. Der Fotograf Martin Niekämper hat Menschen in den Kirchen, in denen sie arbeiten, fotografiert; Menschen, die sich vor vier Jahren in dem ARD Film „Wie Gott uns schuf“ als queer, also als nicht heterosexuell geoutet haben. Dazu stellte die Agentur mir schriftlich einige Fragen: Warum wir die Lebenswirklichkeit queerer Menschen so auffällig in den Fokus der Seelsorge stellen und gegen die Vorgaben der Kirche Segensfeiern gestalten würden und ob wir nicht mit dieser Ausstellung den Sinn der Fastenzeit entstellen und von der Verpflichtung, Buße tun zu sollen, ablenken würden. In diesen Fragen verklausulierte der Journalist offensichtlich seine Überzeugung, wir würden in der Citykirche unseren pastoralen Auftrag verfehlen und von Wesentlichem des Glaubens ablenken. Mich macht müde, dass wieder einmal eine Lehre der Kirche, die sich auf Fundamente beruft, die wissenschaftlich längst widerlegt sind, als unantastbar dargestellt wird. Eine Lehre, die Menschen ausgrenzt, sie missachtet, ja sogar als sündig darstellt, nur weil sie für sich in Anspruch nehmen, was göttlicher Wille ist: nämlich sich selbst zu lieben und den Nächsten bzw. die Nächste wie sich selbst. Seit Jahren und Jahrzehnten weiß die Kirche, dass ihre Lehre Menschen Unrecht zufügt, aber sie beharrt auf einer Lehre, im Wissen darum, wieviel Schaden sie Menschen zufügt. Schöne Bilder mit dem Papst, der huldvoll einen Transmenschen zum Mittagessen zusammen mit den Bedürftigen der Stadt Rom einlädt, können eben nicht verstecken machen, dass sie weiterhin ausgrenzt und stigmatisiert. Nicht jene, die sich in dieser Ausstellung zeigen, und wir, die wir dies veröffentlichen, grenzen sich von der Kirche ab, sondern Kirche grenzt sich ab von Menschen, die guten Willens und guten Glaubens sind. Meinen Groll über diese böswilligen Unterstellungen habe ich einige Tage mit mir herumgetragen, bis ich ein wenig aufmerksamer die Gäste der Citykirche durch mein Büro heraus beobachtet habe, wie sie sich den fotografischen Arbeiten gestellt haben; behutsam, respektvoll und neugierig. Mir schien, als würde sich zwischen den Menschen in der Kirche und den fotografierten Personen ein stiller Austausch zeigen. Schauen wir auf das heutige Evangelium: Jesus lässt sich auch auf ein unerwartetes Gespräch ein mit dieser fremden Frau am Brunnen, die zudem auch noch andersgläubig ist. Ich vermute mal, dass ihm das ähnlich gut getan hat, wie den Gästen der Citykirche, die unerwartet mit dem Glauben fremder Menschen konfrontiert wurden. Erinnern wir uns: Jesus damals ist ja nicht von ungefähr nach Sychar gegangen. Abgehauen ist er, weil ihm die Pharisäer wieder einmal nachgestellt sind und ihm blöde Vorhaltungen gemacht haben. Diesen neunmalklugen Frommen ging es, wie Jesus das ja schon kannte, keineswegs um einen wahrhaftigen Austausch, die wollten mal wieder nur Zoff mit ihm. Die christliche Presseagentur, das ist meine Vermutung: Ihr ging es mit dieser Anfrage auch nur darum, Aufsehen zu erregen und ihre Klicks in den sozialen Netzwerken zu erhöhen. Sonst hätten sie anspruchsvoller und mit einem angemessenen Niveau ihre Fragen gestellt. Jesus damals ist abgehauen, weil er das Gequatsche und Genörgel und das hinterhältige Anschleimen der Pharisäer satt hatte; er wollte in Sychar neu zur Ruhe finden. Da ist er dann dieser Frau am Jakobsbrunnen begegnet und mit ihr hat er sich prächtig unterhalten. Die beiden haben sich zweifelsohne gut verstanden, obwohl sie sehr unterschiedlich waren. Das war weiß Gott kein oberflächliches Geplänkel; nein: das war ein Gespräch, wo sich beide offen und ehrlich eingebracht haben mit ihren Lebenserfahrungen und Überzeugungen. Es war – im wahrsten Sinn des Wortes – ein Glaubensgespräch. Glauben findet sich im Gespräch, der fällt ja nicht vom Himmel. Glaube wächst und Glaube wird, indem Menschen von ihren Hoffnungen und Sehnsüchten erzählen. Glaube trägt das Leben, wenn Menschen einander anvertrauen. Und noch eines wird mir klar: Glaube der Kirche kann nur der Glaube der Menschen sein. Glaube überzeugt, wenn ein Mensch, so wie die Frau am Jakobsbrunnen, eine Hoffnung in sich trägt: „Ich weiß, dass der Messias kommt“, sagt sie. Anders formuliert: ‚Ich habe die unverrückbare Hoffnung in mir, dass mein Leben gut wird, dass ich eine Zukunft habe, dass jemand mich halten und auffangen wird‘; und ich weiß, irgendwann werden alle meine Fragen beantwortet werden‘. In diesem Augenblick offenbart sich Jesus der Frau: „Ich bin es, der mit dir spricht“. Beide, die Frau wie auch Jesus sind einander in Achtung und Respekt begegnet. Keiner hat versucht, den anderen über den Tisch zu ziehen. Aus dieser Ehrfurcht voreinander ist so etwas wie Freundschaft entstanden, die Vertrautheit zulassen kann. "Ich bin der Messias", so offenbart sich Jesus der Fremden. Ich habe der Presseagentur übrigens bis heute nicht geantwortet; vielleicht schicke ich ihr einfach meine heutige Predigt zu. Und unserer Kirche wünsche ich, dass sie in den unzähligen Gespräche in noch unzähligeren Arbeitsgruppen endlich einmal zu einem Ergebnis kommt und ihre Lehre den Erkenntnissen heutiger Zeit angemessen erneuert. Meine Hoffnung wäre: Wenn der einseitig fragende Journalist wie unsere Kirchenleitung sich die Begegnung der Frau am Jakobsbrunnen mit Jesus einmal meditierend anschauen, könnten sie erkennen, dass der Glaube der Kirche erst da relevant wird, wenn er sich erweist als der Glaube der Menschen, die in wunderbarer Vielfalt die Gaben des Glaubens einander erzählen und anvertrauen.
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© Volksverein MG
Gospel - Benefizkonzert zur Unterstützung des Volksvereins am 7.3.2026 um 20.00h
7. März 2026
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© Petra Ottow in Pfarrbriefservice
TROST-ZEIT – ein sinnlicher Gottesdienst für alle, die einen Menschen vermissen
6. März 2026
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© S. Tröbs
dieses Jahr aus Nigeria:
:
Weltgebetstag 2026
6. März 2026
„Kommt! Bringt eure Last.“
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© Annette Schulze
Pastoralreferentin Annette Schulze ist neue Frauenseelsorgerin für Aachen-Stadt und -Land
:
Das Thema Frauen begleitet mich seit meinem Studium
6. März 2026
Annette Schulze kommt aus dem Bistum Speyer. Dort arbeitete sie 35 Jahre als Pastoralreferentin und hat in verschiedenen Gemeinden – städtisch wie ländlich – in der Seelsorge gearbeitet. Später war sie in der Frauenseelsorge auf Bistumsebene tätig, wechselte anschließend in die Krankenhausseelsorge und war zuletzt mit einer halben Stelle geistliche Mentorin für Studentinnen und Studenten der Theologie. „Exerzitienarbeit und geistliche Begleitung sind mir wichtig geworden. Die Frage nach unserem Grund ist für mich eine zentrale Frage, die ich mit in die Frauenseelsorge nehme“, erläutert die 57-Jährige. Auch die Form der Stille und der meditativen Betrachtung möchte sie als ausgebildete Kontemplationslehrerin gerne mit interessierten Frauen ausprobieren. Das Thema Frauen in Kirche begleitet Anette Schulze bereits seit ihrem Studium. Ihre Diplomarbeit schrieb sie zur Frauengebetsprache im Kontext feministischer Theologie. Zwei Semester war sie dafür in Fribourg in der Schweiz und hat mit Frauengruppen gearbeitet, die Gottesdienste gefeiert haben. „Die Frage „Beten Frauen anders?“ hat mich sehr geprägt. Seitdem nehme ich sensibel wahr, wie Gottesdienstsprache Frauen einschließen oder ausgrenzen kann“, berichtet die Pastoralreferentin. Eine Frauenmesse mit 120 Frauen, in der als Eingangslied „Lasst uns loben, Brüder loben“ gesungen wird, ist ein Beispiel dafür. Kooperation innerhalb und außerhalb des Bistums Annette Schulze findet es großartig, dass die Frauenseelsorge im Bistum Aachen regional verankert ist und dass sie sich mit den Kolleginnen der anderen Regionen vernetzen kann. „Ich lerne gerade deren Jahresprogramme kennen und schaue, welche Angebote Frauen ansprechen. Das ist eine gute Basis, um Neues zu entwickeln“. In ihren Regionen Aachen Stadt und -Land möchte die neue Frauenseelsorgerin zunächst Kolleginnen einladen – Pastoral- und Gemeindereferentinnen, die sich in ihrer Tätigkeit mit Frauenseelsorge beschäftigen und Lust haben, sich zu vernetzen. Gemeinsam wird dann überlegt, welche konkreten Angebote Sinn machen. Frauenseelsorge richtet sich für Annette Schulze an alle Frauen: kirchliche, nicht-kirchliche, ehren- und hauptamtliche Frauen. Deshalb hat sie bereits erste Kontakte zum Frauennetzwerk Aachen geknüpft und steht als Vertreterin des Bistums dafür ein, dass sichere Räume für Frauen geschaffen werden, in denen Frauen Vertrauen finden und sich öffnen können – auch für Gesprächsbegleitung oder Impulse. Zielgruppen und Angebote Neue Angebote soll es für Frauen mit Familie und jüngere Frauen geben. „Eine Frauengruppe brachte die Idee ein, etwas für alleinerziehende Frauen zu entwickeln – mit Kinderbetreuung. Das finde ich sehr spannend“, berichtet Annette Schulze. Auch ein Angebot speziell für Frauen in Leitungspositionen kann sich die 57-Jährige gut vorstellen. Gespräche sind in der seelsorgerischen Arbeit zentral, aber nicht alles. Auch Körperarbeit, Tanz und kreative Formen kann die Frauenseelsorgerin sich vorstellen. „Menschen sprechen unterschiedlich an – über Worte, über Bilder, über den Verstand oder über die Hände. Für all diese Zugänge möchte ich Angebote schaffen“, erläutert sie. Langfristig wird sie ein Jahresprogramm entwickeln und ist gleichzeitig offen für Anfragen aus den Gemeinden – für Vorträge, spirituelle Impulse oder Einheiten bei Frauenbibeltagen. Herausforderungen für die Frauenseelsorge „Die strukturelle Ungleichheit in der katholischen Kirche bleibt ein Thema. Frauen tragen vieles, bleiben aber oft im Hintergrund“, sagt Annette Schulze. Sie sieht eine Aufgabe der Frauenseelsorge darin, Frauen zu stärken, ihnen eine Stimme zu geben und sie sichtbar zu machen.
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© Adveniat / Jürgen Escher
Abstimmung der Bischofskonferenz mit der Generalprokuratur
:
Gemeinsam für friedliche, freie und faire Wahlen
6. März 2026
Im Vorfeld des kolumbianischen Parlaments- und Präsidentschafts-Wahlkampfs hat die Kolumbianische Bischofskonferenz (CEC) der Strategie „Paz Electoral“ (Wahlfrieden) der Procuraduría General ihre Unterstützung zugesagt. Diese staatliche Institution hat in Deutschland kein Gegenstück und ist als oberste Kontrollbehörde als eine Art Ombudsstelle zur Sicherung der Rechtsstaatlichkeit auf nationaler und regionaler Ebene im Einsatz. Die Kampagne „Paz Electoral“ soll die Demokratie schützen, faire Wahlen fördern und eine freie und bewusste Beteiligung möglichst vieler an den den bevorstehenden Wahlen 2026 (8. März Kongress, 31. Mai Präsidentschaft, ggf. mit Stichwahl am 21. Juni) ermöglichen. Die Unterstützung der CEC wurde beim Besuch des Generalprokurators Gregorio Eljach Pacheco am 6. Februar im Ständigen Sitz der CEC in Bogotá bei einem Meinungsaustausch über diese Initiative übermittelt. Die Vorstandsmitglieder der CEC Erzbischof Francisco Múnera Correa, I.M.C. (Vorsitzender), Erzbischof Gabriel Ángel Villa Vahos (Stellvertretender Vorsitzender) und Bischof Germán Medina Acosta (Generalsekretär) würdigten diesen Vorschlag als einen wichtigen Weg der institutionellen Zusammenarbeit im Dienst für Kolumbien. In diesem Zusammenhang lobte der Generalprokurator die Unterstützung der kolumbianischen Bischofskonferenz für ihre Kooperation und den Beitrag der katholischen Kirche insgesamt zur Schaffung von Vertrauen und Zusammenhalt in kritischen Zeiten: „Der Glaube, den Sie vertreten, ist eine Triebkraft, die es uns ermöglicht, an eine transparente Demokratie zu glauben, in der der Respekt vor dem Nächsten die Regel ist“, betonte er. Die Kampagne „Paz Electoral“ ist Teil der strategischen Leitlinien der Procuraduría, die auf den Dialog zur Konsensbildung und die Stärkung der institutionellen Präsenz in den Regionen ausgerichtet sind und soll als vertrauensbildende Maßnahme wirken. Für die katholische Kirche ist die Förderung des Friedens und von Initiativen, die dem Gemeinwohl dienen, ein wesentlicher Bestandteil ihres Evangelisierungsauftrags. Daher zielt die Abstimmung mit der Procuraduría darauf ab, Kräfte zu bündeln, damit die Durchführung der Wahlen als Chance für Begegnung und gemeinsame Verantwortung erlebt werden kann. Der Generalsekretär der Bischofskonferenz Bischof Germán Medina Acosta sieht darin einen Weg zur stärkeren Einheit Kolumbiens: „Heute braucht das Land mehr denn je Einheit. Die Situation, in der wir leben, erfordert, dass wir alle unseren Beitrag leisten, und wir glauben, dass diese Initiative des Prokurators eine wertvolle Gelegenheit bietet, Einheit und Verbindungen rund um einen gemeinsamen Wert zu schaffen. Das brauchen wir.“ Gregorio Eljach würdigte seinerseits die historische Rolle der Kirche beim Aufbau des Gemeinwohls: „Wir erkennen in der katholischen Kirche einen historischen moralischen Kompass in Kolumbien, der unsere Gesellschaft mit Weisheit, Respekt und einem unerschütterlichen Engagement für das Gemeinwohl geleitet hat. Wir danken der Bischofskonferenz sehr dafür, dass sie sich der Strategie für friedliche Wahlen angeschlossen hat und damit die Legitimität unseres demokratischen Systems stärkt.“ Einer der zentralen Aspekte dieser Zusammenarbeit sind Aufklärungsaktionen, wie z. B. durch Pfarreien und Gemeindegruppen. Die Kirche wird sich mit darum bemühen, ein besseres Verständnis der Wahlverfahren bei der Bevölkerung zu erreichen und sie zu ermutigen, ihr Wahlrecht ethisch verantwortet und im Sinne des Gemeinwohls auszuüben. Bischof Medina dazu: „Aufklärung durch die Verbreitung dieser Informationen ist sehr wichtig. Priester und Gemeinden werden so die Möglichkeit haben, sich erinnert und aufgerufen zu fühlen. Aber es ist auch wichtig, den Menschen zu helfen, das eigentliche Wahlverfahren besser kennenzulernen und ihr Wahlrecht nach bestem Wissen und Gewissen auszuüben.“ Dieser pädagogische Teil der Aufgabe zielt darauf ab, die Ausübung des Wahlrechts auf der Basis von grundlegenden Werten wie Wahrheit, Freiheit und der Förderung der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung leiten zu lassen. Die Priester sind dazu aufgerufen, eine Schlüsselrolle als Förderer einer verantwortungsvollen Beteiligung zu übernehmen. In Pfarreien und Einrichtungen können sie die Gläubigen ermutigen, ihr Wahlrecht frei und verantwortungsbewusst auszuüben und so zum Aufbau einer gerechteren und versöhnten Gesellschaft beizutragen. Der Generalprokurator zum gemeinsamen Engagement: „Die Präsenz der katholischen Kirche auch in den entlegensten Pfarreien garantiert, dass der Aufruf zu sicheren Wahlen alle erreicht. Wir würdigen Ihre pädagogische Arbeit, damit die Orte der Verkündigung Orte der Versöhnung sind, in denen jede Form von Zwang, Manipulation oder politischer Gewalt abgelehnt wird.“ Auf diese Weise werden die Pfarrgemeinden zu privilegierten Orten, um eine bewusste Beteiligung zu fördern und die demokratische Kultur auf der Grundlage ethischer und christlicher Werte zu stärken. Die Unterstützung von „Paz Electoral” steht im Zusammenhang mit der jüngsten Botschaft der kolumbianischen Bischöfe zu den Wahlen 2026, in der sie alle dazu auffordern, sich aktiv an den Wahlen zu beteiligen und ihre Stimme „in voller Freiheit, ohne Bestechung” und in einem friedlichen Klima abzugeben. In dieser Botschaft fordern die Bischöfe dazu auf, die Vorschläge der Kandidaten im Lichte menschlicher und christlicher Werte zu prüfen und dabei Leben, Menschenwürde, Gerechtigkeit, Freiheit und Solidarität als Grundlagen für die Schaffung des Gemeinwohls zu fördern. Außerdem erinnern sie daran, dass Politik eine Form des Dienstes sein soll, die auf die ganzheitliche Entwicklung des Menschen und den Aufbau einer versöhnten Gesellschaft ausgerichtet ist.
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© Martin Braun
Interview mit Dr. Annette Jantzen
:
„Die ignorierten Frauen der Bibel“
5. März 2026
Die Theologin deckt in ihrem neuen Buch auf, wie zentrale Frauengeschichten in der Liturgie gekürzt oder gestrichen werden – mit weitreichenden Auswirkungen.
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