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Zum Tode von Pater Leo

Pater Leo, Resel Feyen, Johannes Klinkhammer

für alle Interessierten im Pastoralen Raum Mechernich

 

Datum:
Do. 26. Feb. 2026
Von:
Agnes Peters

für alle Interessierten im Pastoralen Raum Mechernich

 

Hiermit möchte ich allen Interessierten im Pastoralen Raum Mechernich mitteilen, dass unser langjähriger Freund  Pater Leo d`Souza aus Mangalore /Südindien mit 93 Jahren am 20. Januar 2026 verstorben ist und am 22. Januar auf dem dortigen Jesuitenfriedhof beigesetzt wurde.In der Beerdigungsmesse ließ sein Provinzial sein Leben Revue passieren. Pater Leo war 75 Jahre in der Gemeinschaft der Jesuiten, war 60 Jahre als Priester tätig (Priesterweihe in Frankfurt/Main) und hat vor mehr als 50 Jahren das ewige Gelübde in seinem Orden abgelegt. Sein Leben bestand aus Gebet, Studium und vor allem dem Dienst unter den Ärmsten im Aloysian Boys Home und im Technical Trainingsinstitut (ITI). Er war ein Mann des Glaubens und ein Mann der Wissenschaft. Seine Überzeugung war, dass Glaube und Vernunft keine Rivalen sind, sondern „Weggefährten auf der selben Reise zur Wahrheit“. Er verfasste 131 Forschungsartikel, veröffentlichte 4 Bücher und inspirierte Bewunderer dazu, ein Buch über ihn zu schreiben. Er war Doktorvater von 9 Studenten. Er war 20 Jahre lang als Lehrer an jesuiti-schen Einrichtungen tätig, und 10 Jahre leitete er als Rektor das St. Aloysius College. Für Forschungs-stipendiaten war er in mehr als 30 Jahren aktiver wissenschaftlicher Forschung ein Mentor, der an sie glaubte, noch bevor sie selbst an sich glaubten, und geduldig begleitete er sie bis zum Doktorgrad. Für die armen Jungen des Aloysian Boys Home war er 27 Jahre nicht nur ein Verwalter, sondern v.a. ein Vater. Ihnen und auch den Lehrlingen im ITT und vor allem auch den Mitarbeitern dort war er immer jemand, der der Arbeit ihre Würde und ihnen allen ihre Hoffnung zurückgab. Seine Verantwortung für die Menschen, die er in diesen Einrichtungen und auch darüber hinaus im persönlichen und beruflichen Umfeld , übernahm, ging über die momentane akute Hilfe hinaus, sondern er kümmerte sich auch weiterhin um diese Menschen, wie die Wohnungsvermittlung und Ausbildung der ehemaligen Boys`Home – Jungen zeigt und die vielen Kontakte für Patenkinder, die er durch Fotos, Berichte und manchmal auch Briefe festigte. Jedes Jahr wurde ein Ehemaligentreffen veranstaltet, wo sich die Heimbewohner untereinander und mit ihren „Hausmüttern“ und den dort ehemals tätigen Nonnen treffen und austauschen konnten. Diese Kontaktpflege galt auch immer für seine Freunde und Unterstützer in Deutschland (sowie der Schweiz und Italien). Hierbei konnten wir als Besucher nicht nur die obengenannten Einrichtungen und seine Arbeit dort sehen, sondern auch Pater Leos sonstigen Betätigungsfelder: Priester in fast täglichen Hl. Messen, Kinderkommunion im Heim, Gebetsanleitung und Durchführung von Exerzitien. Zu erwähnen ist auch Erhaltung der kunstvoll bemalten Jeusitenkirche des Ordens und die Gründung und Einrichtung des „Museums of Konkani Art“ (für Geschichte und Alltagsgegenstände einer lokalen Bevölkerungsgruppe). Alle 2 Jahre fuhr eine Gruppe aus dem ehemaligen Dekanat nach Mangalore und fast jährlich kam er, solange es ihm möglich war, in die Eifel und traf sich mit allen Freunden. Für alle, die ihn kannten, war er ein Mann der Einfachheit, Bescheidenheit, Sanftmut und des stillen Humors, der nie Aufmerksamkeit für sich einforderte und trotzdem jeden Raum, den er betrat, mit seiner Wärme erfüllte. Im Namen der Provinz Karnataka und vor allem den jesuitischen Institutionen in Mangalore bedanken wir uns für die langjährige Unterstützung. Seit der Heimunterbringung Pater Leos, und natürlich v.a. jetzt nach seinem Tod, gehen die Spenden für ihn über das Spendenkonto in Mechernich direkt an den Orden in Mangalore, der uns auch den Erhalt und die Verwendung bestätigt.DE58382600820219158017 

Pater Leo lebte ein Leben, das tief verwurzelt, aber auch weitverzweigt war. Sein Vertrauen in die Würde jedes Menschen möge uns in diesen krisenhaften Zeiten helfen. 

Anneliese Klinkhammer (unter Verwendung der Ansprache von Pater Rayan SJ bei der Verabschiedung)