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Herbstkirmes zieht vors Rathaus

Gemeinsam für die Mechernicher Herbstkirmes: Vertreter aus Vereinen, Verwaltung und Institutionen kamen beim zweiten Runden Tisch zusammen, um die Planungen für den neuen Kirmesstandort voranzutreiben.

Gute Nachricht nach der ausgefallenen Frühjahrsausgabe: Vom 4. bis 6. September wird in Mechernich wieder gefeiert – Runder Tisch um Bürgermeister Michael Fingel findet Alternative zum Bleibergplatz – Bergstraße und Rathausplatz werden zum kompakten Kirmesgelände – Raupe, Kinderkarussell, Schießbude und Co. sind dabei

 

Datum:
Do. 13. Aug. 2026
Von:
Agnes Peters

Gute Nachricht nach der ausgefallenen Frühjahrsausgabe: Vom 4. bis 6. September wird in Mechernich wieder gefeiert – Runder Tisch um Bürgermeister Michael Fingel findet Alternative zum Bleibergplatz – Bergstraße und Rathausplatz werden zum kompakten Kirmesgelände – Raupe, Kinderkarussell, Schießbude und Co. sind dabei

 

Mechernich – Die Frühjahrskirmes musste noch ausfallen, bei der Herbstkirmes sollen sich die Karusselle wieder drehen: Vom Freitag, 4., bis Sonntag, 6. September, wird in Mechernich wieder Kirmes gefeiert. Allerdings nicht wie gewohnt auf dem Bleibergplatz. Stattdessen zieht das Kirmesgeschehen in die Bergstraße und direkt vors Rathaus.

Damit steht die Lösung, nach der in den vergangenen Wochen intensiv gesucht worden war. Hintergrund ist die Situation auf dem Bleibergplatz. Dort ist ein Neubau geplant, zuvor stehen Abrissarbeiten an. Wann genau diese beginnen, ist derzeit noch nicht abschließend terminiert. Fest steht aber: Als verlässlicher Veranstaltungsort für die Kirmes steht der Platz aktuell nicht zur Verfügung. Die Frühjahrskirmes war deshalb bereits ausgefallen.

Bürgermeister Michael Fingel hatte daraufhin zu einem Runden Tisch eingeladen, um gemeinsam nach Alternativen zu suchen. Inzwischen hat sich die Runde zweimal getroffen. Beim jüngsten Treffen wurde es konkret: Der neue Kirmesplatz wurde festgelegt, die Aufteilung geplant und zahlreiche organisatorische Fragen geklärt.

„Ich freue mich sehr, dass wir gemeinsam eine gute Lösung gefunden haben und die Herbstkirmes stattfinden kann. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die sich mit viel Engagement eingebracht haben“, sagt Bürgermeister Michael Fingel.

 

 

Kompakter Kirmesplatz rund ums Rathaus

 

 

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Herbstkirmes soll sich auf einem kompakten Areal von der Bergstraße über den Platz vor dem Rathaus bis zum Schotterplatz erstrecken. „Wir sind das Ganze abgegangen und haben keinen weiteren Haken gefunden, warum es nicht funktionieren sollte“, sagt Sascha Suijkerland, stellvertretender Vorsitzender des Vereinskartells Mechernich.

Aufgebaut werden unter anderem ein Zelt- und Getränkebereich, ein Imbiss, eine Schießbude, Ballwerfen und weitere kleinere Kirmesattraktionen. Für die jüngeren Besucher soll es unter anderem ein Kinderkarussell beziehungsweise einen Kinderflieger geben. Einen weithin sichtbaren Abschluss des Kirmesgeländes bildet auf dem Schotterplatz die Raupe als großes Fahrgeschäft. Auch ein mobiles Café ist vorgesehen.

„Besonders engagiert brachte sich auch Günther Hündgen, der mit seinem Imbiss selbst Teil der Kirmes sein wird, in die Planungen ein“, sagte Suijkerland: „Zugleich sind uns die beteiligten Schausteller sehr entgegengekommen und waren sehr flexibel. Danke dafür.“

Die Wohnwagen der Schausteller sollen etwas abseits des eigentlichen Kirmestrubels stehen, gleichzeitig aber in unmittelbarer Nähe bleiben. Ein wichtiger Punkt bei der Planung war zudem die Sicherheit: Die hintere Bergstraße bleibt als Rettungsweg frei. Weil ein Teil der Kirmesgeschäfte auf vorhandenen Parkflächen aufgebaut werden kann, kann die notwendige Durchfahrt gewährleistet werden.

Dass Veranstaltungen in diesem Bereich funktionieren, habe sich bereits gezeigt. Unter anderem bei „Rock am Rathaus“ und beim Stadtfest wurde das Areal schon entsprechend genutzt und teilweise für den Verkehr gesperrt.

 

 

Technik steht, Musik wird noch ergänzt

 

 

Auch organisatorisch sind inzwischen viele Punkte abgehakt. Strom- und Wasserversorgung, Toilettenwagen und Technik sind geklärt, ebenso die grundsätzliche musikalische Begleitung. An einigen Details wird allerdings noch gearbeitet.

Für den Samstagabend wird beispielsweise noch nach Livemusik gesucht. Für den Sonntag hat bereits die Mechernicher Bergkapelle zugesagt. Die Organisatoren hoffen, weitere Musikkapellen für das sonntägliche Programm gewinnen zu können.

Los geht die Herbstkirmes am Freitag um 17 Uhr. Und auch wenn der Ort diesmal ein anderer ist, sollen die Mechernicher auf liebgewonnene Traditionen nicht verzichten müssen. „Es wird alles genauso stattfinden, wie man es von einer Kirmes gewohnt ist“, kündigt Sascha Suijkerland an.

Dazu gehört am Samstag auch das traditionelle Kirmesausgraben. Der Sonntag beginnt um 10.45 Uhr mit der Messe. Anschließend geht es zum Totengedenken auf den Friedhof. Von dort zieht der Festzug anschließend in Richtung Innenstadt und zum neuen Kirmesplatz vor dem Rathaus. Mit der Ankunft des Festzuges beginnt dort das sonntägliche Kirmestreiben. Bis 20 Uhr darf am Sonntag gefeiert werden. Dann muss der Rückbau beginnen.

pp/Agentur ProfiPress