Mechernich-Stiftung unterstützt 31 angehende i-Dötzchen mit je 100 Euro für den ersten Schulranzen – Kindergärten halfen, Familien zu erreichen

Mechernich-Stiftung unterstützt 31 angehende i-Dötzchen mit je 100 Euro für den ersten Schulranzen – Kindergärten halfen, Familien zu erreichen
Mechernich-Stiftung unterstützt 31 angehende i-Dötzchen mit je 100 Euro für den ersten Schulranzen – Kindergärten halfen, Familien zu erreichen
Mechernich – Ein neuer Schulranzen ist für viele Kinder ein stolzer Begleiter in einen neuen Lebensabschnitt. Für manche Familien aber ist er auch eine finanzielle Herausforderung. Genau dort setzt die Mechernich-Stiftung an – und unterstützt in diesem Jahr 31 angehende Schulkinder aus Mechernich mit jeweils 100 Euro für ihre erste Schultasche.
Insgesamt stellt die Stiftung damit 3.100 Euro bereit. Das Geld soll Familien entlasten, denen die Einschulung ihrer Kinder zwar große Freude, zugleich aber auch finanzielle Sorgen bereitet. Wer schon eine Tasche besorgt hatte, kann das Geld auch für andere wichtige Schulsachen wie Mäppchen, Hefte oder Stifte verwenden.
Die Idee war aus einer Überlegung der stellvertretenden Stiftungs-Vorsitzenden Maria Jentgen und dem Vorsitzenden Ralf Claßen entstanden. „Uns war wichtig, wie schon der Gründerfamilie Eich, Kinder zu unterstützen“, so Claßen. „Gerade aus Familien, die sozial schwächer aufgestellt sind“, ergänzte Jentgen bei der Übergabe im Mechernicher Rathaus. Vor Ort waren sie mit Vorstandskollegin Rita Gerdemann sowie Vorstandskollegen Volker Zart und Björn Schäfer. Von Seiten der Kitas waren Verena Kleinfeld, Heidi Zander und Claudia Korth-Kreimendahl mit dabei.
Dankbarkeit spürbar
Ursprünglich hatte die Stiftung mit mehr Kindern gerechnet und einen Zuschuss von 50 Euro pro Kind vorgesehen. Als schließlich „nur“ 31 Kinder gemeldet wurden, entschied man sich kurzerhand, den Betrag auf 100 Euro zu erhöhen. Wichtig: Es sollte keine öffentliche Aktion geben, bei der sich Familien selbst melden müssen. Denn genau das tun viele Menschen nicht, selbst wenn sie Hilfe dringend gebrauchen könnten. Aus Scham, Stolz oder weil sie ihre schwierige Lage nicht offenlegen möchten. Deshalb wurden die Kindergärten eingebunden. Sie kennen die Kinder, die Familien und die Lebenssituationen vor Ort. Sie können einschätzen, wo Unterstützung sinnvoll und notwendig ist – und sie können die Hilfe so vermitteln, dass sie nicht bloßstellt.
Diese Einschätzung bestätigten auch die Vertreterinnen der Kindertageseinrichtungen. Verena Kleinfeld, Trägervertreterin der AWO-Kitas, erklärte, die Leitungen und Erzieherinnen seien in engem und direktem Kontakt mit den Eltern. In einer Kita waren es alleine neun Kinder, die unterstützt werden konnten. Das zeige, dass der Bedarf tatsächlich vorhanden sei.
Und auch in den anderen Einrichtungen sei die Aktion sehr gut angenommen worden. Heidi Zander von der inklusiven Caritas-Kita St. Johann Baptist betonte, wie wichtig der diskrete Zugang sei. Die Familien erhielten den Zuschuss nun als „kleines Geschenk“ der Mechernich-Stiftung. Claudia Korth-Kreimendahl von der Kita St. Severinus in Kommern fand gerade diesen Punkt besonders gelungen: „Ich finde es eine schöne Aktion, weil die Eltern sich nicht melden mussten. Ich denke, die können das gut gebrauchen und freuen sich darüber.“ So sei vor allem Dankbarkeit deutlich spürbar gewesen.
„Hilfe, wo sie gebraucht wird“
Für die Mechernich-Stiftung ist das der Kern ihrer Arbeit: „Hilfe soll dort ankommen, wo sie gebraucht wird“ – möglichst direkt, unbürokratisch und mit Würde. Dabei setzt die Stiftung immer wieder auf Menschen, die nah dran sind: Kindergärten, Schulen, Ortsbürgermeisterinnen und -bürgermeister oder soziale Einrichtungen. Sie wüssten oft besser als jede öffentliche Stelle, wo Unterstützung nötig sei.
Gleichzeitig legt die Stiftung Wert darauf, Zuschüsse so zu gestalten, dass die Eigenverantwortung der Familien erhalten bleibt. Man habe in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass vollständig übernommene Leistungen nicht immer dieselbe Wertschätzung erfahren. Ein Zuschuss dagegen helfe spürbar, lasse aber zugleich Raum dafür, dass Eltern selbst etwas beitragen.
Die Schulranzen-Aktion ist dabei nur ein Baustein der Stiftungsarbeit. Auch die vielen Schulen im Stadtgebiet erhalten beispielsweise Pauschalen, mit denen sie Kinder und Familien unterstützen könnten. Für die 31 angehenden Schulkinder bedeutet die Hilfe der Mechernich-Stiftung nun vor allem eines: Der Start in die Schule kann ein Stück unbeschwerter beginnen. Ob mit einem Ranzen auf dem Rücken oder schönen neuen Mäppchen - und dem Gefühl, dass sich Menschen in ihrer Stadt um sie kümmern.
pp/Agentur ProfiPress