Communio-Vorsitzende Teresa Świeca pilgerte mit Gläubigen aus Mechernichs polnischer Partnerstadt Skarszewy nach Tschenstochau – Communio-Priester Prälat Dr. Józef Zielonka übernahm die geistliche Begleitung

Communio-Vorsitzende Teresa Świeca pilgerte mit Gläubigen aus Mechernichs polnischer Partnerstadt Skarszewy nach Tschenstochau – Communio-Priester Prälat Dr. Józef Zielonka übernahm die geistliche Begleitung
Communio-Vorsitzende Teresa Świeca pilgerte mit Gläubigen aus Mechernichs polnischer Partnerstadt Skarszewy nach Tschenstochau – Communio-Priester Prälat Dr. Józef Zielonka übernahm die geistliche Begleitung

Skarszewy/Tschenstochau/Mechernich – Für einige Tage die täglichen Pflichten hinter sich lassen, gemeinsam beten und sich neu auf Gott ausrichten: Rund zwei Dutzend Mitglieder und Freunde der Communio in Christo aus Mechernichs polnischer Partnerstadt Skarszewy haben im Juli an ihrer jährlichen Wallfahrt nach Tschenstochau teilgenommen.
Angeführt wurde die Pilgergruppe von Teresa Świeca, der Vorsitzenden der Communio in Skarszewy. Ziel war das polnische Nationalheiligtum Jasna Góra, wo die als „Schwarze Madonna“ bekannte Ikone der Gottesmutter von Tschenstochau verehrt wird. Seit Jahrhunderten kommen Menschen aus Polen und aller Welt dorthin, um Maria ihre Bitten, ihren Dank und ihre Sorgen anzuvertrauen.
„Wie jedes Jahr sind wir nach Tschenstochau gefahren, um der Muttergottes unsere Ehrerbietung zu erweisen“, berichtete Teresa Świeca anschließend in einem Brief ins Mechernicher Mutterhaus des Ordo Communionis in Christo. Es sei eine schöne Zeit gewesen, „in der wir uns von den alltäglichen Pflichten lösen und uns ganz den geistlichen Erfahrungen hingeben konnten“, teilt sie Generalsuperior Jaison Thazhathil und der Kommunität mit.
Die geistliche Begleitung übernahm Prälat Dr. Józef Zielonka, Priester der Communio in Christo und langjähriger Weggefährte der 1994 verstorbenen Gründerin Mutter Marie Therese. Der heute 80-Jährige war bereits zur Zeit des Kommunismus als Polen- und Osteuropa-Beauftragter der Mechernicher Gemeinschaft tätig und hat zahlreiche Communio-Treffen und Wallfahrten in Polen geistlich geleitet.
„Charisma der Liebe“
Zielonka hat sich auch wissenschaftlich intensiv mit der Spiritualität der Communio-Gründerin auseinandergesetzt. An der staatlichen Kardinal-Stefan-Wyszyński-Universität in Warschau promovierte er bei dem renommierten Theologen Professor Dr. Stanisław Urbański über Mutter Marie Therese. Gemeinsam mit dem weltweit anerkannten Experten für christliche Spiritualität und Mystik veröffentlichte Zielonka das Buch „Charisma der Liebe“, in dem beide Leben, Sendung und geistliches Vermächtnis von Mutter Marie Therese darlegten.
Ihre zentrale Botschaft, dass die Liebe das Herz der Kirche und die tätige Nächstenliebe der Prüfstein christlichen Glaubens sei, begleitet auch die polnischen Mitglieder und Freunde der Communio. Für sie gehört die Wallfahrt nach Tschenstochau deshalb nicht nur zur persönlichen Marienverehrung. „Sie ist ebenso eine Zeit der Gemeinschaft, der geistlichen Erneuerung und der gegenseitigen Bestärkung“, so Teresa Świeca.
Am 18. Juli feierte die Gruppe gemeinsam die Heilige Messe im Sanktuarium des heiligen Pater Pio auf der sogenannten Przeprośna Górka bei Tschenstochau. Die Anhöhe ist seit Langem eine Station für Pilger auf ihrem Weg nach Jasna Góra. Von dort erblicken viele Wallfahrer erstmals die Türme des berühmten Marienheiligtums.
Der Name „Przeprośna Górka“ lässt sich sinngemäß als „Berg der Vergebung“ oder „Berg der Versöhnung“ übersetzen. Traditionell halten Pilger dort inne, um sich im Gebet auf die Begegnung mit der Gottesmutter vorzubereiten. Das Pater-Pio-Heiligtum mit seinen Reliquien und seiner besonderen Gebetsatmosphäre bot der Communio-Gruppe einen passenden Ort für Eucharistie, Besinnung und Gemeinschaft.
Brücke zwischen Partnerstädten
Die Wallfahrt steht zugleich für die lebendige Verbindung zwischen Skarszewy und Mechernich. Seit Jahren versammelt Teresa Świeca in der polnischen Partnerstadt Menschen, die sich der Spiritualität der Communio verbunden fühlen. Regelmäßige Begegnungen mit Priestern, Ordensleuten und Laien halten den Kontakt zum Mechernicher Mutterhaus lebendig. Erst im vergangenen Jahr hatten sich die Communio-Anhänger aus Skarszewy in der Pfarrei Swarożyn bei Tczew unter anderem mit Generalsuperior Jaison Thazhathil, seinem Stellvertreter Diakon Manfred Lang, den Schwestern Theresia und Lidwina aus der Kommunität im Mutterhaus in Mechernich sowie Angelika Juwick und Gottfried Völl getroffen.
Prälat Dr. Józef Zielonka gehört dabei zu den Brückenbauern. Er kannte Mutter Marie Therese noch persönlich, begleitete den Aufbau der Communio in Polen und hielt auch in schwierigen Zeiten die Verbindung nach Mechernich aufrecht. Bis heute führt er Menschen zusammen, die den Glauben nicht nur im Gebet, sondern ebenso in Gemeinschaft, Solidarität und konkreter Nächstenliebe leben wollen.
„Wir grüßen Sie herzlich“, schrieb Teresa Świeca nach der Rückkehr aus Tschenstochau. Ihre wenigen Zeilen lassen erkennen, was die jährliche Pilgerfahrt für die Gruppe bedeutet: eine Unterbrechung des Alltags, die nicht von ihm wegführt, sondern mit neuer Kraft in ihn zurück.
pp/Agentur ProfiPress