Das Einsamkeitsempfinden der Menschen in unserer Gesellschaft nimmt seit Jahren
zu und ist während der Corona-Pandemie noch einmal sprunghaft angestiegen. Der
Begriff “Pandemie der Einsamkeit” ist daher verständlicherweise zu einem Ausdruck
unserer Zeit geworden. In Großbritannien gibt es seit 2018 sogar ein
Einsamkeitsministerium: Da sich die gesundheitlichen Folgen der Einsamkeit, wie
Herz-Kreislauferkrankungen, Atemwegserkrankungen oder psychische
Beeinträchtigungen, in den englischen Arztpraxen häuften und die Ausgaben des
Gesundheitswesens entsprechend stiegen, gelang das Thema auf der politischen
Agenda ganz nach oben.
In Deutschland reagierte das Bundesfamilienministerium
auf die alarmierende Entwicklung mit einer bundesweiten “Strategie gegen
Einsamkeit”. Gemeinsam mit dem Kompetenznetz Einsamkeit (KNE) soll das Thema Einsamkeit in Deutschland stärker wissenschaftlich untersucht und politisch aufgegriffen werden.
