Das Programm brachte viel Abwechslung
Das Programm brachte viel Abwechslung
Die verschiedenen Referenten sorgten für interessante Vorträge und Einblicke

Der Bericht von Rita Dalitz zu den Studientagen 2021

Rita Dalitz (c) Ralph Hoevel

Auch in diesem Jahr musste der gewohnte Termin für unsere Studientage von März auf September verschoben werden. Die Vorfreude war also ein halbes Jahr länger und umso grösser die Freude, als die Zusage für eine Durchführung des Seminars kam.

Mit Beachtung der bestehenden Corona Schutzverordnung konnten wir diese Tage gemeinsam genießen.

Beginn für die Sakristaninnen und Sakristane aus dem Bistum Aachen war Dienstag der 31.9 2021 pünktlich um 10:00 Uhr.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Koordinator der Sakristane im Bistum Aachen, Ralph Hövel, wurde das Programm mit Pfarrer Andreas Paul eröffnet.

Pfarrer Paul ist in Hillesheim im Bistum Trier ansässig und Mitarbeiter bei Misereor.

Dort ist er u.a. für die Ausarbeitung der Fastenaktionen und das Nahebringen der Hungertücher in interessierten Gruppen zuständig. Das war auch der Grund seines Besuches bei uns. Wir hatten beim letzten Treffen den Wunsch geäußert, mit jemandem ins Gespräch zu kommen, der dieses außergewöhnliche Hungertuch erklären kann.

Wir erfuhren von der Entstehung des Themas, das Bewerbungsverfahren der Künstler, die weitere Vorgehensweise der Vervielfältigung, Erstellung von Begleitmaterial bis hin zum Aufbewahrungsort des Originals.

Wege der katechetischen Annäherung in dieses halbabstrakte Bild können auf unterschiedlichste Weise mit den verschiedenen Gruppierungen einer Gemeinde angegangen werden. Es ist aber sicher nie zu Ende erklärt – richtig erklärt – für jeden nachvollziehbar. Es liefert immer wieder Gesprächsstoff – ein Röntgenbild, das es einem nicht leicht macht, sofort zu erkennen, was gemeint ist. Aber genau das ist das Spannende.

Nach lebhaften Diskussionen wurden wir nach einer Pause aufgefordert, uns mit unseren eigenen Füßen zu beschäftigen. Wo stehe ich? Wo sind oder werden meine Füße gebrochen? Hab ich einen guten Stand?

Schriftlich oder malerisch kamen da sehr interessante Berichte heraus, die von einigen aus unserem Kreis vorgestellt wurden.

Vielleicht eine Idee für unsere Gemeinden?

Auf jeden Fall sind wir diesem Fuß auf dem Röntgenbild ein gutes Stück näher gekommen – und können es als Multiplikator in unseren Kirchen auf verschiedenste Weise erklären.

Als Abschluss feierte Pfarrer Paul mit uns einen Gottesdienst, der natürlich das Hungertuch nochmal zum Thema hatte.

Spirituell wohlgenährt ging es zum Abendessen und zum anschließenden gemütlichen Teil des Tages in den Schafstall.

Für den Mittwoch war Herr Professor Saberschinsky (Liturgiereferent im Erzbistum Köln) zum 2. Mal zu unserem Seminar eingeladen worden. Nachdem er im letzten Jahr zum Thema Wort-Gottes-Feier zu uns gesprochen hat, durften wir in diesem Jahr in die Geheimnisse des Weihnachtsfestkreises eintauchen.

Vom grundsätzlichen Ablauf des Kirchenjahres bis hin zu Bräuchen, die die Advents- und Weihnachtszeit so besonders machen, konnte er fesselnd berichten. Er nahm uns mit in eine anschauliche Darstellung der Hochfeste und ihrer Bedeutung.

Und dabei dachten wir, wir kennen den Weihnachtsfestkreis…

Wir haben viel dazu gelernt und sind dankbar für dieses zusätzlich Plus an Information – aus tiefster Glaubensüberzeugung an uns weitergegeben von Herrn Saberschinsky.

Unserer Bitte, im März ebenfalls wieder dabei zu sein, hat er gerne zugestimmt.

Ein Ausflug am Nachmittag zu den 2 Kirchen in Heimbach (St. Clemens und die Wallfahrts-/ Salvatorkirche) rundete unseren Tag ab. Dort trafen wir auf Pfarrer Doncks, der uns geschichtliches und theologisches zu diesen beeindruckenden Kirchen sagen konnte.

Auch beim 2. Abend im Schafstall hörte man an allen Tischen noch muntere Diskussionen über die Erfahrungen der letzten Tage.

Für den letzten Tag war Frau Dr. Ina Germes-Dohmen, Historikerin aus Kempen, eingeladen worden.

Sie sprach über Kirchenraumpädagogik und deren Umgang damit in unseren eigenen Kirchen. Wir wurden sensibilisiert für eine gute Willkommenskultur den Mitmenschen gegenüber und einen guten Umgang mit den uns anvertrauten Räumen.

Im praktischen Teil wurden uns in der Basilika Steinfeld Möglichkeiten der alternativen Kirchenführung vorgestellt. Bei deren Ausführung kam es zu einem regen Austausch von Erfahrungen mit diesem Raum, die allesamt auf einem tiefen Glaubensfundament basierten.

Eine wertvolle Zeit ging nach dem gemeinsamen Mittagessen zu Ende.

In der Abschlussreflexion gab es überwiegend positive Resonanz für die gesamte Veranstaltung.

Ein besonderer Dank geht an Herrn Hövel, der wie immer die Organisation vorweg, aber auch während dieser Tage in den Händen hatte.

Wir freuen uns schon heute auf seine Einladung für das nächste Jahr.

UNADJUSTEDNONRAW_thumb_3f67 (c) Bistum Aachen Ralph Hövel

Die Studientage vom 31. August 2020 bis zum 2. September 2020 im Kloster Steinfeld konnten erfolgreich durchgeführt werden. 

Bericht über die Studientage 2020 im Kloster Steinfeld

 

Zu einem für uns ungewöhnlichen Termin trafen wir uns in diesem Jahr in der Eifel. Die Studientage, die für März diesen Jahres geplant waren, konnten wir nun, unter der bestehenden Corona Schutzverordnung, nachholen. Die Freude über diese Mitteilung war groß und die Anmeldezahlen zeigten, dass alle nur auf diese Nachricht gewartet hatten.

So reisten die Sakristaninnen und Sakristane aus dem Bistum Aachen am Montag, dem 31.8.2020, pünktlich um 10:00 Uhr an.

Begrüßt wurden wir alle vom Koordinator der Sakristane im Bistum Aachen, Ralph Hövel, der diese Tage organisiert hat.

Begonnen haben wir mit einem stillen Gedenken an unseren verstorbenen Kollegen Harald Honings, der sich noch am Anfang diesen Jahres sehr auf unser Treffen gefreut hat.

Im Anschluss wies Herr Hövel auf die besonderen Verhaltensregeln aufgrund der Corona Pandemie hin und bat um deren Einhaltung.

Wie immer gab er einen Überblick über das vergangene Jahr, das für uns alle sehr ungewöhnlich war und viel Flexibilität von uns in unseren Kirchen gefordert hat.

Hier entstand ein reger Austausch über die verschiedenen Erfahrungen, mit den Corona Einschränkungen Gottesdienst zu feiern oder Alternativen zu schaffen. Bei den meisten ist diese Zeit gut gelaufen und hat viele Kräfte und Möglichkeiten frei gesetzt, die man auch weiterhin beibehalten kann. Klar ist uns allen, dass wir auch an Weihnachten noch mit diesen Einschränkungen leben müssen. Auch die verschieden Gedanken, die sich da schon gemacht worden sind, wurden vorgestellt.

Des Weiteren informierte Herr Hövel über das anstehende Programm in diesen Tagen.

Im Ausblick auf Geschehnisse im Bistum wies er auf die Heiligtumsfahrt 2021 hin, an dem es auch wieder einen Tag für unsere Berufsgruppe geben wird. Er wirbt dafür, dass sich alle in der Gemeinde Tätigen haupt- und nebenamtlich beschäftigten Sakristane, an dieser Wallfahrt beteiligen.

Die KODA Wahl steht im nächsten Jahr an. Diese sollte jeder im Auge behalten und vielleicht auch Kandidaten vorschlagen. Das Material dafür kommt am Anfang des Jahres.

Wichtige Informationen, die unsere Berufsgruppe betreffen, findet man auf der Homepage, die er nochmal kurz vorstellte. (www.sakristane-im-bistum-aachen.de)

Nach dem Mittagessen konnten wir Herrn Theo Strauch aus Bad Münstereifel begrüßen, der dort eine Praxis für Logopädie und Sprecherziehung hat und in der Sakristanausbildung als Dozent für Sprecherziehung tätig ist.

Er hat uns sehr anschaulich mit der Anatomie des menschlichen Stimmapparates und dessen Funktionsmöglichkeiten vertraut gemacht. Wer wollte, konnte sich dem Podium stellen und eine Lesung vortragen, um Verbesserungsvorschläge aber auch viel positive Rückmeldung zu bekommen.

Seine Tipps und Tricks haben uns durch die 3 Tage immer wieder begleitet.

Der Tag fand wie immer seinen Ausklang im umgebauten Schafstall des Klosters, wo man weiter angeregte Diskussionen und einen munteren Austausch von Neuigkeiten hörte.

Für den Dienstag war Herr Professor Dr. Saberschinsky (Liturgiereferent im Erzbistum Köln) eingeladen worden, um uns das Thema Wort-Gottes-Feier zu erläutern. Er hat uns sehr gut in die liturgischen Hintergründe der einzelnen Teile einer Wort-Gottes-Feier erklärt, in dem er das Wesen bzw. die Aussage, die die einzelnen Teile haben, erläutert hat.

Bei der Erklärung des Aufbaus einer Wort – Gottes – Feier hatte er viele kreative Ideen, die einzelnen Elemente alternativ zu gestalten.

Da viele von uns auch Wort – Gottes – Feiern leiten, waren wir auch diesem Dozenten sehr dankbar für sein Engagement, uns dieses Thema näher zu bringen.

Ein Ausflug zur Abtei Mariawald in Heimbach rundete unseren Tag ab. Auch hier trafen wir auf 2 Personen, die mit Leib und Seele hinter dem standen, was es über diese Abtei zu berichten gab. 2 Stunden führten sie uns im Kloster und auf dem Außengelände des ehemaligen Trapistenklosters und hatten manche geschichtliche Zahl, aber auch Anekdoten für uns.

Am nächsten Morgen stand auf Wunsch der Gruppe nochmal das „neue“ Gotteslob auf dem Programm. Herr Hövel erläuterte uns nochmal den Aufbau, ging auf einzelne Themen ein und gab Hinweise, wo was zu finden ist und zu welchen Gelegenheiten man es einsetzt. Gemeinsam gesprochene Gebete innerhalb dieses Vortrags ließen uns innehalten und machten die Gegenwart Gottes spürbar.

2 Lieder hatte er exemplarisch ausgesucht und uns daran erläutert, wie Text und Melodie in Einklang gebracht worden waren. Ein vorsichtiges Singen dieser Lieder war wie ein Geschenk. Wer singt, betet eben doppelt.

Dann hieß es Abschied nehmen.

Ein großer Dank ging an Ralph Hövel für die Organisation dieser Tage.

Ebenso sind wir den Angestellten im Kloster Steinfeld immer wieder dankbar für die freundliche Aufnahme.

Die Anmeldezahlen in 2021 werden zeigen, dass wir alle gerne wieder mitfahren, wenn die Einladung zu den Studientagen kommt.

 

Rita Dalitz

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Die Weiterbildung der Sakristaninnen und Sakristane im Bistum Aachen ist in mehrere Bereiche gegliedert.

Zum einen findet die Weiterbildung individuell in den einzelnen Regionen statt.

Diese sind: Region Aachen Stadt und Land, Region Eifel, Region Düren, Region Heinsberg, Region Mönchengladbach, Region Kempen-Viersen und Region Krefeld.

In diesen Regionen haben sich Fachgruppen gebildet, in denen die Sakristaninnen und Sakristane sich regelmäßig, bis zu zehn Mal im Jahr, zur regionalen Weiterbildung treffen.

Die Regionen arbeiten hier eigenverantwortlich und können so eigene Themenschwerpunkte in ihre Weiterbildungsveranstaltungen einbringen.

In den einzelnen Regionen sind Regionalsprecher, die vom Koordinator Sakristane im Bistum Aachen in der Gesamtheit koordiniert werden. So ergibt sich aus den Regionen in der Verbundenheit mit dem Bistum das Netzwerk Sakristane.

Der Koordinator der Sakristane hat seinen Sitz im Fachbereich Sakristane in der Hauptabteilung Pastoral / Schule / Bildung in der Abteilung 1.1 Grundfragen und Grundaufgaben der Pastoral. Von dort koordiniert er die Weiterbildung im Bistum Aachen.

Als eine wesentliche Säule der Weiterbildung bietet der Koordinator Sakristane, neben den regionalen Weiterbildungen, Studientage für diese Berufsgruppe an. In der Regel treffen sich zu dieser Veranstaltung 50 Sakristaninnen und Sakristane. Sie verbringen gemeinsam drei Tage im Kloster Steinfeld in der Eifel.

Hier werden jährlich verschiedene, zu dem Berufsbild passende Themen besprochen.

Diese Studientage sind bei den Sakristaninnen und Sakristanen sehr beliebt.

Ein weiterer Aspekt in der Weiterbildung ist die spirituelle Glaubensvertiefung. So finden regelmäßig Oasentage für diese Berufsgruppe statt. Ein Tag, an dem man sich nur mit spirituellen, geistlichen Themen beschäftigt und etwas für die eigene Seele tun kann.

Für ehrenamtliche und geringfügig beschäftigte Sakristaninnen und Sakristane finden im Bistum jährlich drei in sich abgeschlossene Module statt. „Basics“ für Sakristei und Kirche. Hier werden den Teilnehmern die Grundlagen des Sakristanendienstes und den damit verbundenen Aufgaben vermittelt.

Wir würden uns freuen, wenn viele Sakristaninnen und Sakristane aus unserem Bistum von den vielfältigen Weiterbildungsangeboten Gebrauch machen.

Wir laden Sie herzlich dazu ein.