Zum Inhalt springen

Mehr Verantwortung des globalen Nordens für die Folgen des Klimawandels:Bischof Dieser ruft zu weltweiter Schöpfungsgerechtigkeit auf

Bischof Helmut Dieser appellierte, sich der Verantwortung für das „gemeinsame Haus“ der Erde bewusst zu werden.
Datum:
29. Sept. 2026
Von:
Carina Delheit

Beim Eröffnungsgottesdienst zum Monat der Weltmission hat Bischof Dr. Helmut Dieser zu einem entschiedenen Einsatz für weltweite Schöpfungsgerechtigkeit aus christlicher Verantwortung aufgerufen. Die größte globale katholische Solidaritätsaktion findet in rund 100 Ländern statt und endet am 25. Oktober mit dem Weltmissionssonntag.

Bischof Dieser erinnerte daran, dass die Menschen im globalen Süden besonders stark unter den Folgen des Klimawandels leiden. In Madagaskar bedrohen immer häufigere und heftigere Zyklone, andere Extremwetterereignisse, Dürren und der steigende Meeresspiegel die Lebensgrundlagen vieler Menschen. Zugleich hätten sie selbst am wenigsten zum Klimawandel beigetragen. Einen wesentlichen Teil der Verantwortung trügen vielmehr die Industrienationen und die Lebensweise des globalen Nordens.

Dieser appellierte an die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft ebenso wie an die Bevölkerung, „die Folgen dieser Ungerechtigkeit nicht länger zu verdrängen“ und sich der Verantwortung für das „gemeinsame Haus“ der Erde bewusst zu werden.

Zugleich ermutigte der Bischof die Gläubigen, „mit Freude am weltweiten Kirchesein und Freude am Glauben den Weg Jesu Christi der Gerechtigkeit mitzugehen“. In weltkirchlicher Verbundenheit könnten Christinnen und Christen den gegenwärtigen Herausforderungen ohne Angst begegnen. Dazu ermutige auch das biblische Leitwort des diesjährigen Monats der Weltmission: „Sei mutig und stark“.