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Popchor-Wochenende in St. Nikolaus Kall verbindet Menschen durch Musik:Hallelujah trifft auf Bossa Nova

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Etwas mehr nach links, mehr nach vorne, huch, zu viel, lieber wieder einen Schritt zurück: Ein bisschen sah es so aus, als würden Regionalkantorin Holle Goertz und ihr Aachener Kollege Andreas Hoffmann Tetris spielen.
Datum:
22. Juni 2026
Von:
Stephan Johnen

Trotz Engelsgeduld aller Beteiligten war es gar nicht so einfach, 80 Sängerinnen und Sänger im Altarraum von St. Nikolaus Kall perfekt zu platzieren und so lange hin und her zu bewegen, bis Erscheinungs- und vor allem Klangbild passten. „Sollen wir unsere Position mit einem X markieren?“, fragte eine Sängerin scherzhaft. Denn auch wenn das Programm des Popchor-Wochenendes am 20./21. Juni stramm und die klimatischen Verhältnisse herausfordernd waren – Spaß und Gemeinschaftsgefühl kamen nicht zu kurz.

Einen Samstag hatte Andreas Hoffmann Zeit, um aus 80 Sängerinnen und Sängern im Alter von 11 bis 85 Jahren einen Chor zu formen, der am Sonntag zum Gemeindefest die „Latin Jazz Mass“ von Martin Völlinger zum Besten gab. Völlingers Werk ist für Liturgie und Konzert gleichermaßen geeignet und geprägt von Empfindungen wie Freude, Zuversicht, Hoffnung und Glück. Für die Teilnehmenden des Workshops war es besonders spannend, das Völlinger unterschiedlichste Rhythmen und Stile kombiniert – von Salsa, Samba, Bossa Nova, Rumba, Tango, Gospel bis zu Pop-Ballade und Funk.

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Für Holle Goertz war das Popochor-Wochenende nicht nur ein weiterer (schöner!) Workshop mit überregionalem Zuspruch, sondern sie feierte zugleich ihr 25-jähriges Ortsjubiläum in Kall und ihr Dienstjubiläum als Regionalkantorin. „Damals konntest du wahrscheinlich selbst noch nicht ahnen, welche Spuren du hier hinterlassen würdest und wie viele Menschen du in diesen Jahren begleiten, fördern und begeistern würdest. Du hast nicht einfach eine Stelle übernommen; du hast Heimat gefunden“, wandte sich Pater Wieslaw an die Jubilarin. „Wenn wir auf 25 Jahre zurückblicken, dann sehen wir nicht nur eine Kirchenmusikerin. Wir sehen eine Frau, die Menschen zusammenführt. Generationen von Kindern haben durch dich ihre ersten musikalischen Erfahrungen gemacht. Jugendliche haben bei dir erlebt, dass Kirche Freude machen kann, dass Gemeinschaft trägt und dass Glauben und Musik zusammengehören. Erwachsene haben in den Chören eine musikalische Heimat gefunden. Dieses Popchor-Wochenende ist ein schönes Zeichen dafür, was dir immer am Herzen lag: Menschen durch Musik miteinander zu verbinden.“

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