Drei Fragen an Pfarrer Günter Puts aus St. Lambertus in Nettetal-Breyell
Rund 20 Tonnen Hilfsgüter pro Lkw

Drei Fragen an Pfarrer Günter Puts aus St. Lambertus in Nettetal-Breyell
Wie ist ihre Spendenaktion für die Menschen in der Ukraine entstanden?
Die Ełk-Hilfe, über die wir die Ukraine mit Hilfsgütern beliefern, existiert bereits seit 2004. In dieses wirtschaftlich schwach organisierte Gebiet der Masuren haben wir seit dieser Zeit schon immer Hilfsgüter geschickt. Und jetzt - ganz konkret durch den Krieg, der in der Ukraine ausgebrochen ist - nutzen wir genau diese Schiene, um über die Caritas in Ełk, Hilfsgüter direkt in die Ukraine liefern zu können. So stellen wir den Menschen das Nötigste zum Leben zur Verfügung. Sobald ein Lkw in der Caritas in Ełk mit rund 20 Tonnen beladen ist - im Moment jeden Mittwoch und Freitag - gehen diese Güter schnellstens in die Ukraine. Darüber hinaus spenden wir auch Geld, um vor Ort in Polen Lebensmittel, Medizin und Hygieneartikel kaufen zu können. Die Not ist sehr groß und wächst mit dem Anschwellen der russischen Invasionstruppen mehr und mehr. Ich konnte kurz mit dem Caritasdirektor Dariusz Kruszynski sprechen, der besonders darauf achtet, dass die Ware in der Ukraine ankommt und nicht an der Grenze stecken bleibt. Dort ist man überfordert, es weiterzugeben.
Wie schätzen Sie die Hilfsbereitschaft der Menschen vor Ort ein?
Seit einigen Tagen sind wir dabei, Hilfsgüter anzunehmen und die Hilfsbereitschaft der Menschen ist riesig. Ich möchte auf diesem Wege auch noch einmal allen, die dazu beitragen, meinen herzlichen Dank aussprechen. Man muss aber auch sagen, dass wir hier vor Ort viele Helferinnen und Helfer aus den Gemeinden haben. Und ich merke, dass nicht nur die GdG Nettetal, sondern auch die Nachbargemeinden wie Brüggen sehr schnell mit dabei waren und helfen. Das ist schon sehr berührend und bewegt mich sehr. Da wächst im Moment vieles zusammen.
Wie lange wollen Sie die Hilfsaktion aufrecht erhalten?
Ich stelle einmal die Gegenfrage: Wann wird Herr Putin dieses Elend beenden? Wir müssen sehen, wie es weiter geht. So lange es nötig ist, wollen wir es auch weiter machen. Die Menschen, die Helferinnen und Helfer vor Ort, sind sehr engagiert und interessiert, dass es weiter geht. Und ich hoffe, dass ich Sie alle weiterhin motivieren kann.