Statement von Bischof Dr. Helmut Dieser zum Donnerstagsgebet

der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) gemeinsam mit der Frauenseelsorge der Regionen Aachen-Stadt und Aachen-Land und des Bistums Aachen am 13. August 2020

Archivfoto: Maria 2.0 in Aachen, 8. Juli 2019. In diesem Jahr hat die Veranstaltung gemäß der Corona-Richtlinien stattgefunden. (c) Bistum Aachen
Archivfoto: Maria 2.0 in Aachen, 8. Juli 2019. In diesem Jahr hat die Veranstaltung gemäß der Corona-Richtlinien stattgefunden.
Do 13. Aug 2020
Abteilung Kommunikation

Ich begrüße das gemeinsame Gebet und stimme mit den Veranstalterinnen und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern darin überein, dass das Anliegen der Geschlechtersensibilität wachgehalten und nur gemeinsam dauerhaft verwirklicht werden kann.

Zur Frage der Übernahme der Leitungsverantwortung in unserer Kirche mache ich darauf aufmerksam, dass bereits heute zahlreiche Frauen in Pfarreien, diakonischen Diensten und kirchlicher Verwaltung Leitungsverantwortung wahrnehmen und tragen.

Zugleich weise ich darauf hin, dass bezüglich der Diskussion über die Zulassung zu kirchlichen Ämtern sehr unterschiedliche Positionen in unserem Bistum vorhanden sind. Die Diskussion darüber wird in der Öffentlichkeit als innerkirchlicher Konflikt und nicht als Dialog wahrgenommen. Das birgt die Gefahr der Polarisierung.

Dialog und Bearbeitung des Themas brauchen Raum und finden diesen im Synodalen Weg und im „Heute bei dir-Prozess“ in eingehender und umfassender Ausrichtung. Zur Beteiligung an diesen beiden Prozessen lade ich ausdrücklich ein.

Außerdem möchte ich auf mein Statement zur römischen Instruktion „Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst an der missionarischen Sendung der Kirche“ vom 12. August 2020 verweisen. (siehe iba-Meldung Nr. 044, 12.08.2020).

Aachen, 13. August 2020
Bischof Dr. Helmut Dieser