Staatsanwaltschaft Aachen erhebt Anklage wegen Verdachts auf sexuellen Missbrauch

Priester des Bistums Aachen bis auf Weiteres von Ämtern entbunden

Di 5. Nov 2019
Stabsabteilung Kommunikation

Aachen, (iba) – Die Staatsanwaltschaft Aachen hat dem Bischöflichen Generalvikariat Aachen gestern, 4. November, die Anklageschrift gegen einen Priester des Bistums Aachen übermittelt. Ihm wird vorgeworfen, im Jahr 2003 in zwei Fällen sexuelle Handlungen an Minderjährigen vorgenommen zu haben. „Wir sind erschrocken über die Vorwürfe, die die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklageschrift erhebt. Unser Mitgefühl gilt den Betroffenen“, betont Margherita Onorato-Simonis, Leiterin der Hauptabteilung Pastoralpersonal. 

 „Hinweisen in den vergangenen Jahren auf ein grenzwertiges Nähe-Distanz-Verhalten, das nicht auf sexualisierte Gewalt schließen ließ, sind die damaligen Personalverantwortlichen mit Personalgesprächen und konkreten Verhaltensauflagen gemäß der Präventionsordnung begegnet“, erklärt Onorato-Simonis weiter. „Wir haben höchstes Interesse an einer lückenlosen Aufklärung der konkreten, neuen Erkenntnisse und sagen der Staatsanwaltschaft Aachen unsere vorbehaltlose Zusammenarbeit zu.“
Der Priester wurde nach Zustellung der Anklageschrift unmittelbar zu einem Gespräch ins Bischöfliche Generalvikariat einbestellt und bis auf Weiteres von seinen priesterlichen Ämtern freigestellt. Bis zum Abschluss des Gerichtsverfahrens gilt die Unschuldsvermutung. (iba / Na 073)