Nicht Christ heißen, sondern sein

Heute bei dir – in Smyrna: Ignatius von Antiochien

Heute bei dir – in Salamanca: Teresa von Ávila (c) unsplash.com
Heute bei dir – in Salamanca: Teresa von Ávila
Do 17. Okt 2019
Thomas Hoogen

Antiochien, heute Antakya in der Türkei, war um 100 n. Chr. nicht nur eine der größten römischen Metropolen sondern hatte auch eine der wichtigsten christlichen Gemeinden. Ihr Leiter, Bischof Ignatius blieb im Gedächtnis der Kirche durch sieben Gemeindebriefe, die er nach seiner Verhaftung während der Überstellung nach Rom schrieb, und durch sein Martyrium im Amphitheater. Im Brief an die Magnesier ruft Ignatius alle Gemeindegruppen und -ämter zur Einheit und zum Handeln auf: „Man sollte [...] nicht nur Christ heißen, sondern es auch sein.“

Außerordentlicher Monat der Weltmission

Der Gedanke, nicht nur eine Mission zu haben, sondern eine Mission zu sein, ist so ungewöhnlich wie faszinierend. Papst Franziskus beschreibt Christsein als einen Zustand permanenter Mission: Wir sind auf dieser Welt um Licht zu bringen, zu segnen, zu beleben, aufzurichten, zu heilen, zu befreien. Mission als eine Art Gegengift gegen die individualistische Traurigkeit und die Kälte verschlossener Türen. Diese Botschaft macht Mut.

Mit dem Außerordentlichen Monat der Weltmission lenkt Papst Franziskus jetzt die Aufmerksamkeit auf: die missio ad gentes, die Sendung zu den Völkern. „Getauft und gesandt: Die Kirche Christi missionarisch in der Welt“ lautet das Thema des Außerordentlichen Monats der Weltmission Oktober 2019. Diesen Grundgedanken greift auch der "Heute bei dir"-Prozess des Bistums Aachen auf. Täglich lesen Sie hier dazu einen Impuls der den Monat der Weltmission und den synodalen Gesprächs- und Veränderungsprozess miteinander verbindet.