Gewalt im öffentlichen Raum – Besondere Herausforderungen für Notfallseelsorger

Tag der Notfallseelsorge am Samstag, 29. September, in Mönchengladbach

Notfallseelsorge (c) CC BY-SA 3.0
Notfallseelsorge
Do., 27. Sep. 2018
iba

Aachen, (iba) – 160 Teilnehmer aus den Bereichen Notfallseelsorge, Polizei, Feuerwehr, Opferschutz, Flughafenseelsorge sowie unterschiedlicher Rettungsdienste treffen sich am Samstag, 29 September, in der Bischöflichen Marienschule in Mönchengladbach.

Die Teilnehmer kommen aus ganz Nordrhein-Westfalen. Gastgeber der Fachtagung ist das Bistum Aachen. Koordiniert hat die Veranstaltung die Ökumenische Notfallseelsorge-Konferenz West im Bistum Aachen und den Kirchenkreisen der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Die Fachtagung steht unter dem Titel „Gewalt im öffentlichen Raum – Terrorismus und Extremismus als Herausforderung für die psychosoziale Notfallversorgung (PSNV)“. Paris, Brüssel, Berlin, Barcelona – Städte, die mit terroristischen Anschlägen in Verbindung gebracht werden. Doch radikale Einzeltäter können überall verheerenden Schaden anrichten. Solche Anschläge stellen Einsatzkräfte und Betroffene vor besondere Herausforderungen. Und auch die ehren- und hauptamtlichen Notfallseelsorger, die zu solchen Einsätzen gerufen werden, arbeiten dann unter schwierigen Bedingungen. Der Tag der Notfallseelsorge beleuchtet verschiedene Aspekte solcher besonderer Einsatzlagen. Pfarrer Justus Münster und Opferbeauftragter Roland Weber aus Berlin berichten in ihren Vorträgen über den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz. Über „Schnittstellen zwischen polizeilicher Betreuung und der PSNV bei herausragenden Einsatzlagen im Rahmen von Terrorismus und Extremismus“, spricht Michael Jekutsch, Erster Polizeihauptkommissar, Düsseldorf. Die abschließende Podiumsdiskussion wird moderiert von Prof. Dr. Lars Tutt. „Ein wichtiges Anliegen des Tages ist die Kommunikation und der Kontakt unter den verschiedenen Hilfsorganisationen, die in sogenannten "Großschadenlagen" zusammenarbeiten müssen“, sagt Gemeindereferent Bernhard Krinke-Heidenfels, einer der Koordinatoren des Tages.

Die Notfallseelsorge arbeitet überkonfessionell und nicht-kommerziell. Sie ist schnelle erste Begleitung in einer plötzlich ausgelösten menschlichen Krisensituation. Dabei arbeitet sie rund um die Uhr mit Notärzten, Rettungsdiensten, Feuerwehr und Polizei zusammen. In einigen Regionen des Bistums Aachen begleitet sie auf Wunsch auch die Einsatzkräfte im Sinne einer Nachsorge. Im Bistums Aachen arbeiten haupt- und ehrenamtliche Notfallseelsorger in insgesamt sechs Stellen unter der jeweiligen Leitung eines ökumenisch besetzten Koordinatorenteams. (iba/Te 024)