Das neue Friedenswort der deutschen Bischöfe

Das Friedenswort (c) DBK / Marko Orlovic
Das Friedenswort
Datum:
Mi. 21. Feb. 2024
Von:
Kommunikationsabteilung

Bei der Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischöfe in Augsburg haben Bischof Dr. Georg Bätzing (Limburg), Bischof Dr. Bertram Meier (Augsburg) und Prof. Dr. Heinz-Günther Stobbe (Münster) am Mittwoch, 21. Februar 2024, das neue Friedenswort mit dem Titel „Friede diesem Haus“ vorgestellt. 

Es analysiert die Entwicklungen der zurückliegenden Jahre, die in eine radikale Krise der internationalen Beziehungen eingemündet sind: eine Welt in Unordnung. Welche Antworten kann die Kirche angesichts dieser Krise vorschlagen? Bischof Dr. Georg Bätzing stellt klar: „Wir bleiben auch jetzt dabei, dass Friede dauerhaft nur wachsen kann, wenn die Gewaltverhältnisse ausgetrocknet und die Gewaltpotenziale eingehegt werden. Aber wir sind nicht blauäugig. Der Einsatz militärischer Gewalt – oder besser gesagt: Gegengewalt – bleibt als Ultima Ratio, als letztes Mittel möglich oder kann sogar geboten sein, wenn Staaten oder Bevölkerungsgruppen auf schwerwiegendste Weise mit Gewaltmaßnahmen konfrontiert werden, vielleicht sogar um ihr Überleben fürchten müssen." Aber auch die Gegengewalt unterliege ethischen Begrenzungen, „die wir als Kirche zur Sprache bringen müssen". Das Friedenswort soll kein Lehrtext mit Unfehlbarkeitsanspruch, sondern ein Wort des Nachdenkens in bedrängter Zeit sein. Denn, so Bischof Bätzing: „Unsere Gesellschaft braucht in dieser Zeit eine gründliche Debatte über den Frieden. Wir hoffen, als Bischöfe mit diesem Wort dazu einen Beitrag zu leisten.“  

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