Das Gedächtnis des Bistums Aachen hat eine neue Heimat

Diözesanarchiv in der ehemaligen Kirche St. Paul offiziell eingeweiht

Diözesanarchiv 12 (c) Bistum Aachen / Andreas Steindl
Diözesanarchiv 12
Mi 5. Sep 2018
iba

Aachen, (iba) – Ein geschichtsträchtiger Ort, in dem sich nun alles um die Geschichte des Bistums Aachen dreht: Die ehemalige Kirche St. Paul an der Jakobstraße ist ab sofort die neue Heimat des Bischöflichen Diözesanarchivs. „Das Diözesanarchiv ist das Gedächtnis des Bistums Aachen. Wer sich über die Vergangenheit der Diözese informieren will, findet hier alle wichtigen Informationen. An diesem Ort wird die Geschichte des Bistums Aachen lebendig und spürbar“, sagte Generalvikar Dr. Andreas Frick bei der Einweihung.

Im Rahmen einer Feierstunde wurde das Diözesanarchiv von Bischof Dr. Helmut Dieser offiziell eingeweiht.

Mit Einzug des Archivs hat die ehemalige Kirche St. Paul eine würdige Nachnutzung erfahren. Während der rund zweijährigen Umgestaltung der Aachener Kirche lagen die Archivalien des Bistums Aachen sicher verwahrt in den ehemaligen Gebäuden des Landesarchivs NRW/Rheinland in Düsseldorf. „Mit der Sanierung des Generalvikariates, in dessen Kellergeschossen das Magazin bisher untergebracht war, galt es, eine zukunftsfähige Lösung zu finden. Die Räumlichkeiten am Klosterplatz boten kaum noch Reserven. In der ehemaligen Kirche St. Paul ist nun reichlich Platz vorhanden“, freut sich auch Dr. Beate Sophie Fleck, Archivdirektorin im Kirchendienst. „Ich freue mich, dass wir hier unsere Arbeit unter sehr guten Bedingungen aufnehmen konnten.“

Vorgabe für die Planungen für das neue Diözesanarchiv war es, so wenig wie möglich in die Bausubstanz des denkmalgeschützten Sakralgebäudes einzugreifen. Möglich wurde dies durch eine Haus-in-Haus-Konstruktion. Der Kubus aus Stahlbeton und Glas bietet beste Bedingungen für die Unterbringung von Archivalien, wie Akten, Dokumenten aus Dekanaten und Pfarreien sowie Nachlässen und Sammlungen. Harmonisch fügt sich der Kubus in die ehemalige Kirche ein. Er ruht auf Fundamentpfählen. Sie wurden im Bereich der während des Zweiten Weltkriegs zerstörten Steinsäulen, 18 Meter tief im Boden verankert. Der dreigeschossige Kubus, der in seiner Länge und Breite von 25 mal 11 Metern den Bereich des ehemaligen Mittelschiffs umfasst, beinhaltet auf zwei Geschossen Urkunden und Akten. Im dritten Geschoss befinden sich Büroräume und der Lesesaal, der bereits seit Mitte Juni geöffnet ist.

Insgesamt sind im Magazinbau rund zweieinhalb Kilometer laufende Akten und Dokumente untergebracht. Zu den wichtigsten Beständen des Bischöflichen Diözesanarchivs zählen unter anderem Dokumente der Bischöflichen Sekretariate und des Bischöflichen Generalvikariates. Auch das Domarchiv mit seinen wertvollen Beständen ist in St. Paul eingezogen.

Das Investitionsvolumen der Umbauarbeiten von St. Paul betrug 3,2 Millionen Euro. (iba/Na 064)

Einsegnung des Diözesanarchivs am 5. September 2018

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