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Nachrichten für die Region
© Diözesanrat Aachen
Neugründung
:
AG Geschlechtergerechtigkeit für das Bistum Aachen
17. Feb. 2026
Liebe Mitglieder des Diözesanrats, liebe Engagierte und Interessierte im Bistum Aachen, Geschlechtergerechtigkeit betrifft zentrale Fragen von Würde, Teilhabe und Gerechtigkeit und angesichts zunehmender Diskriminierung, Queerfeindlichkeit und geschlechterspezifischer Gewalt sehen wir einen klaren Auftrag: für Grundrechte einzustehen, Teilhabe zu stärken und eine Kirche mitzugestalten, die sich glaubwürdig für soziale Gerechtigkeit einsetzt. Deshalb möchten wir vom Diözesanrat der Katholik*innen im Bistum Aachen die neue AG „Geschlechtergerechtigkeit“ ins Leben rufen.
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© FB
"Wir kamen im Auge des Zyklons an"
:
Zyklon Gezani trifft Madagaskar hart
11. Feb. 2026
Während das Land noch an den katastrophalen Folgen des Zyklons Fytia leidet, traf 11 Tage später der nächste Zyklon Gezani die Menschen in Madagaskar. Es sind mindestens 62 Menschen während der Passage des Zyklons gestorben, der am Dienstagabend Tamatave traf, die zweitgrößte Stadt des Landes, sagte die madagassische Behörde BNGRC am Mittwoch. Böen von 250 km/h haben 75% der Hafenstadt verwüstet, wo auch 15 Menschen vermisst und über 800 schwer verletzt wurden. Die SADC, ein regionaler Staatenbund im südlichen Afrika, spricht von 426.000 Geschädigten. Information über die Folgen des über das ganze Land weiterziehenden Zyklons liegen nicht vor. (Bericht eines Einwohners in französischer Sprache) Meldung Tagesschau 24 Spendenaufruf missio : Jetzt handeln für Madagaskar Die benannten Zahlen bilden den Informationsstand vom 19. Februar ab!
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© Andreas Baum
In Segnungsgottesdiensten wird die Liebe gefeiert. Auch gleichgeschlechtliche Paare werden dabei gesegnet.
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Warum die Liebe gewinnt
10. Feb. 2026
Fast geht der Valentinstag in diesem Jahr unter. Zwischen Altweiber am 12. Februar und Rosenmontag am 16. Februar läuft der Tag der Liebenden Gefahr, einfach weggeschunkelt zu werden.
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© Caritas International
Erlassjahr: Die Flamme der Hoffnung brennt auch in Madagaskar
29. Jan. 2026
Das Jubiläums- bzw Erlassjahr mag mit dem Heiligen Jahr zu Ende gegangen sein – aber die Arbeit des internationalen Armes der Bewegung für #TurnDebtIntoHope geht weiter! Wir laden weltweit alle ein, „die Flammen der Hoffnung zu entfachen” und eine Botschaft zu verbreiten, in der erklärt wird, welche Hoffnung das Ende der Schuldenkrise für Gemeinden auf der ganzen Welt mit sich bringt. Bis zum Lichtmessfest am 2. Februar sammeln wir weltweit Botschaften und leiten sie an die globalen Entscheidungsträger weiter. Auch der Arbeitskreis Madagaskar und unser Partner Iray Aina, Madagaskar haben gemeinsam eindringliche Botschaften erstellt. Iray Aina UNSERE FLAMME DER HOFFNUNG Wir haben gerade das Jubiläumsjahr der Hoffnung abgeschlossen, das uns geholfen hat, uns wieder mit dem zu beschäftigen, was wir in Levitikus 25 finden, wo uns offenbart wird, was im Herzen Gottes ist. Er sagte: „Wenn dein Bruder Schulden hat und dir gegenüber zahlungsunfähig ist, sollst du ihm helfen, sei er nun ein Einwanderer oder ein Gast, damit er an deiner Seite überleben kann. Verlang von ihm weder Zinsen noch Gewinn; so wirst du die Furcht vor deinem Gott haben, und dein Bruder kann an deiner Seite bleiben. Du sollst ihm dein Geld nicht geben, um Zinsen zu erhalten, du sollst ihm keine Lebensmittel geben, um Gewinn zu erzielen ...“ (Lev 25/35-38) Wir möchten ein Land haben, das völlig unabhängig und schuldenfrei ist, denn ein Land, das nur seine Schulden bezahlt, stürzt sein Volk in Elend. Aus diesem Grund knüpfen wir an unsere Forderung vom letzten Jahr an, die Schulden zu erlassen, weil sie Millionen von Kindern den Schulbesuch und unzähligen Familien den Zugang zu medizinischer Versorgung verwehren. Hunderttausende Menschen auf der ganzen Welt haben während des Jubiläumsjahres ihre Stimme erhoben, um ein Ende der Schuldenkrise zu fordern. Auch dies ist ein konkreter Akt der Barmherzigkeit und der sozialen Gerechtigkeit, der den Schwächsten neue Hoffnung gab. Deshalb solidarisieren wir uns mit denen, die diese Gerechtigkeit fordern, indem wir DIE FLAMME UNSERER HOFFNUNG entzünden!!! RP Jean Louis TOTOZAFY (Präses der IRAY AINA Madagaskar) Arbeitskreis Madagaskar Eine Flamme der Hoffnung für unsere Freunde in Madagaskar Die Kampagne für den Schuldenerlass ist tief in unserem Glauben und im spirituellen Erbe von Papst Franziskus, seligen Angedenkens, verwurzelt. Er erinnerte uns immer wieder daran, dass „diese Wirtschaft tötet“, wenn sie Menschen ausschließt und Länder in dauerhafter Abhängigkeit hält. Der Schuldenerlass war für ihn ein konkreter Akt der Barmherzigkeit und der sozialen Gerechtigkeit, der den Schwächsten neue Hoffnung gab. In der biblischen Tradition des Jubeljahres (Lev 25) wird deutlich, dass Gott Befreiung, einen Neuanfang und Würde für alle will. Papst Franziskus schloss sich dieser Tradition an, als er betonte, dass Schulden niemals zu einem Instrument der Unterdrückung werden dürfen und dass wirtschaftliche Strukturen dem Menschen dienen müssen – und nicht umgekehrt. Der Schuldenerlass ermöglicht es überschuldeten Ländern, wieder in Bildung, Gesundheit und den Schutz der Schöpfung zu investieren. So wird die Kampagne für den Schuldenerlass zu einem Zeichen konkreter Nächstenliebe und globaler Solidarität im Sinne der Soziallehre der katholischen Kirche. Sie verbindet Barmherzigkeit und Gerechtigkeit und entspricht dem Aufruf des verstorbenen Papstes Franziskus, „an die Peripherien zu gehen” und den Armen eine Stimme zu geben.
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© forum
mehr oder weniger
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Neues Bildungsjahr - neues Magazin Thema
28. Jan. 2026
Unsere neuen Programmhefte für das erste Halbjahr 2026 sind da und liegen vielerorts aus. Das Motto unter das wir dieses Bildungshalbjahr stellen ist dieses Mal: mehr oder weniger In allen Lebensbereichen ist die Frage nach "mehr oder weniger" daran gekoppelt wo denn das vermeintliche Mittelmaß - das "genug" - liegt. Das alte Wort "genug" meinte einmal Fülle, ein "ausreichend sein" und nicht per Vergleich festzustellen das andere ja mehr haben und das dann plötzlich auch für sich zu beanspruchen. Genug bedeutet "zufrieden sein", "Genügsamkeit" war also nicht Verzicht sondern Zufriedenheit. Und diese (wieder) zu finden erfordert manchmal einfach nur einen Perspektivwechsel, manchmal eben doch einen Vergleich, um zum Beispiel strukturelle oder gesellschaftliche Ungerechtigkeiten aufzuzeigen. Es fordert aber vor allem wie so oft - Begegnung, mit sich selbst und anderen. Alle Bildungsveranstaltungen die wir unter das Thema "mehr oder weniger" stellen findet ihr unten in der Übersicht.
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© Friedbert Simon In: Pfarrbriefservice.de
Demokratie und soziale Gerechtigkeit gehören untrennbar zusammen
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Sozialethischer Impuls – wachsam für Demokratie
26. Jan. 2026
So begann unser geistlicher Leiter Achim Kück beim Diözesanausschuss am 24. Januar 2026 in Baesweiler-Puffendorf unser Austauschtreffen mit einem sozialethischen Impuls.
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© Bischöfliche Marienschule
Beim traditionellen Solidaritätsmarsch hat die Bischöfliche Marienschule einen fünfstelligen Betrag erwandert. Damit helfen sie Kindern.
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Selbstwirksamkeit
13. Jan. 2026
Spazieren gehen oder wandern hat viele Vorteile: Man kommt an die frische Luft, das Herz-Kreislauf-System wird aktiviert und gestärkt, der Kopf wird frei und man kann in der Natur einiges entdecken.
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© forum, canva
Neuer Qualifizierungskurs ab Februar 2026
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Eltern-Kind Kursleitung werden
8. Jan. 2026
In vielen Regionen im Heinsberger Kreis, aber auch im Rhein-Kreis Neuss suchen wir neue Eltern-Kind Kursleitungen. Die Kurse sind weiterhin sehr gefragt und gehören seit Jahrzehnten als feste Säule zur Familienbildung. Hinter dem Konzept Kidix® verbergen sich einheitliche Qualitätsstandards und ein geschütztes pädagogisches Konzept für die Eltern-Kind-Arbeit auf die sich alle katholischen Träger in NRW geeinigt haben. Wer Kidix Eltern-Kind Kurse für uns oder auch andere Träger leiten möchte, braucht das Zertifikat der Landesarbeitsgemeinschaft für Katholische Erwachsenen- und Familienbildung in Nordrhein-Westfalen e.V., das durch diese Qualifikation erworben werden kann. Die Qualifizierung zur Kidix®-Eltern-Kind-Kursleitung beinhaltet fachliches und methodisches Basiswissen. Parallel werden Hospitationen in bestehenden Kidix®-Eltern-Kind-Kursen ermöglicht und erwartet. Pädagogische Vorkenntnisse sind wünschenswert, aber nicht Voraussetzung. NEUER INHALT Neu in der Qualifizierung ist die Einbindung der digitalen QEKK-Lernplattform. Diese beinhaltet zahlreiche praktische Lehrvideos für die Tätigkeit als Kursleitung. Hierfür ist die Bereitschaft notwendig, Selbstlerneinheiten zu absolvieren. Inhalte der Präsenz-Blöcke s. Abschnitt Termine. DAS KIDIX KONZEPT Kidix®-Kurse strukturieren sich durch folgende Elemente: 1. Spielzeit der Kinder und Ruhe- und Beobachtungszeit der Eltern Eltern beobachten die Aktivitäten der Kinder und haben Zeit für Gespräche untereinander. Die Kinder finden kein Überangebot vor, sondern erhalten gezielte Anregungen. Sie erforschen unterschiedliche Materialien, experimentieren und gehen im Spiel mit anderen Kindern auf Entdeckungsreise. Die Kursleitung unterstützt die Beobachtung des eigenen Kindes sowie den Erfahrungsaustausch der Eltern untereinander. 2. Spielzeit der Kinder und Themenzeit der Eltern Die Kinder spielen selbstständig. Moderiert von der Kursleitung wird gemeinsam ein Thema besprochen, das die Lebensgestaltung mit Kindern betrifft und sich nach den Bedürfnissen der Eltern richtet. Die Kursleitung gibt Anregungen zur Reflexion und zum gegenseitigen Lernen. 3. Gemeinsame Zeit Gemeinsames Tun (z. B. Singen, Finger- und Bewegungsspiele) stärkt die Freude miteinander. Die Kursleitung initiiert alters- und entwicklungsgerechte Spiele und Aktivitäten. TERMINE UND LOCATIONS Da wir im gesamten Raum Heinsberg, in Korschenbroich und Jüchen neue Kursleitungen brauchen und auch unsere Partner Einrichtung, die FBS in Mönchengladbach sucht, findet die Qualifizierung an allen uns verfügbaren Standorten statt - so muss jede:r mal eine längere Strecke fahren und gleichzeitig lernen Teilnehmende unterschiedliche Räume und Ausstattungen kennen, das dient als praktische Vorbereitung auf die eigene Kursleitungstätigkeit. 1. Block: Das Kidix®-Konzept / Rolle als Kursleitung / Aufträge / Arbeit mit Gruppen / Teilnehmende Zielgruppen Fr. 27.02.26 09.30 - 15.30 Uhr & Sa 28.02.26 09.30 - 15.30 Uhr in Geilenkirchen-Gillrath 2. Block: Bildungsauftrag / Kleinkindpädagogik und Erwachsenenbildung / Entwicklungsschritte und altersgerechte Spiele und Lieder / Themen und Methoden / Gestaltung von Gruppentreffen Mo 16.03.26 09.30 - 15.30 Uhr & Di 17.03.26 09.30 - 15.30 Uhr in Mönchengladbach 3. Block: Kommunikation / Gesprächsführung / Konfliktmanagement / Bewusster Umgang mit Diversität und Interkulturalität Mo 20.04.26 09.30 - 15.30 Uhr & Di 21.04.26 09.30 - 15.30 Uhr in Heinsberg 4. Block: Hospitationsauswertung / Präsentation der Abschlussaufgabe / Übergabe des Zertifikats Sa 09.05.26 09.30 - 15.30 Uhr in Geilenkirchen-Gillrath *Zusätzlich: Videolektionen auf der QEKK Lernplattform ca. 20 Stunden Selbststudium KOSTEN Die Qualifizierung inkl. der Nutzung der QEKK Onlineplattform kostet 125,00 EUR. Bei einer anschließenden Tätigkeit als Kursleitung beim Katholischen Forum MG/HS werden bei bis zu vier durchgeführten Kursen jeweils 25,00 € zusätzlich zum Honorar zurück erstattet (max. Rückerstattung 100,00 EUR). ANMELDUNG UND INFORMATION Anmeldung: forum-mg-hs@bistum-aachen.de oder 02161 9806 -61/-44 Weitere Informationen erhalten Sie auch bei den pädagogischen Mitarbeiterinnen: Ulla Otte-Fahnenstich, 02161 980643, ulla.otte-fahnenstich@bistum-aachen.de oder Cornelia Schubert, cornelia.schubert@bistum-aachen.de, 02161 980658
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© forum, canva
Gehalten in schweren Momenten
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Rückbildung für Sternenmamas
8. Jan. 2026
Ein Kind zu verlieren, gehört zu dem Schlimmsten, was einer Mutter und auch einem Paar zustoßen kann. Trauer, Wut und Schmerz brauchen einen Ort, an dem sie gefühlt und integriert werden können. Dieser individuelle Rückbildungskurs bietet eine behutsame Begleitung durch seelischen Schmerz ebenso wie eine sanfte Rückbildung für den Körper. In sicherem, respektvollem Rahmen ist es möglich, mit anderen Müttern ins Gespräch zu kommen und Trauer im eigenen Tempo und auf individuelle Art zum Ausdruck zu bringen. Unterstützt von einer qualifizierten und erfahrenen Kursleitung eröffnet sich die Perspektive für den eigenen Weg durch die Trauer und es gibt Raum, die eigenen Rückbildungsprozesse zu erspüren, wieder Vertrauen zum eigenen Körper aufzubauen und typische Beschwerden zu vermeiden. Wenn Sie sich angesprochen fühlen, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf: Ulla Otte-Fahnenstich, Pädagogische Mitarbeiterin, 0172 9836075 oder Petra Weis, Zertifizierte Prä- und Postnataltrainerin, Rückbildung spez. für Sternenmamas, info@petra-weis.de Der Kurs wird ab sofort angeboten, donnerstags 16:30 Uhr im Haus des Forums in Geilenkirchen-Gillrath. Sobald einige Teilnehmerinnen zusammen sind, startet der Kurs regelmäßig.
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© forum
Warum unsere Worte mehr bewegen, als wir denken
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Forum Magazin: „Die Macht der Sprache“
2. Jan. 2026
Ein Gastbeitrag von Conny Schier Sprache begleitet uns ein Leben lang – und beginnt schon im Mutterleib. Sie verbindet uns mit anderen, gibt unseren Gefühlen Ausdruck und prägt unser Denken. Doch gerade weil Sprache so tief in uns verwurzelt ist, rührt sie an unser Innerstes, wenn sie sich verändert. In einer Zeit, in der Debatten um inklusive Sprache und sensible Formulierungen oft emotional geführt werden, lädt Conny Schier – Referentin für Demokratiebildung, Expertin für Familienbildung und Kommunikation – dazu ein, Sprache nicht als Kampfplatz, sondern als Brücke zu verstehen. Ihr Beitrag zeigt, wie Worte verletzen, aber auch heilen können, wie Sprachwandel möglich ist – und warum es sich lohnt, diesen Weg gemeinsam zu gehen. Der Erwerb unserer Sprache beginnt bereits vor der Geburt im Mutterleib. Das ungeborene Kind lauscht den Stimmen der Umgebungspersonen und kann schon kurz nach der Geburt den Klang der Muttersprache erkennen. Mit unserer Sprache drücken wir Gedanken oder Gefühle aus und treten mit anderen Menschen in Kontakt. Wir verbinden mit Sprache unsere Identität, unsere Familie, Freundschaften, das Leben und die Liebe. Es ist also nicht verwunderlich, dass Diskussionen um unsere Sprache starke Emotionen auslösen können und unser Innerstes anregen. Aus der Sprachwissenschaft wissen wir, dass Sprache schon immer im Wandel war und auch immer sein wird. "In den letzten hundert Jahren hat sich der Wortschatz, der tatsächlich verwendet wird, um fast ein Drittel vergrößert, das ist schon gigantisch.“ sagt Wolfgang Klein, der Vizepräsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Wie wir als Generationen wieder zusammenfinden Gerade jüngere Generationen der heutigen Zeit wünschen sich eine Sprache, die sensibel ist und die möglichst alle Menschen unserer Gesellschaft umfasst, benennen kann und niemanden benachteiligt. Dieses Unterfangen ist gar nicht so einfach. Zum einen, da sich Benachteiligungen manchmal in Worten zeigen, die wir schon unser Leben lang verwenden und zum Anderen, weil diese Entwicklung schnell voranschreitet und Menschen das Gefühl haben, nicht mehr mitzukommen. Vielleicht kennen Sie die Situationen, z.B. auf dem letzten Familientreffen, an dem eine Diskussion hochkocht, da bestimmte Worte, die früher zum normalen Sprachgebrauch gehörten, nicht mehr gesagt werden sollten. Häufig reagieren wir emotional, wenn Gesagtes von uns kritisiert wird, da wir das Gefühl haben, dass damit unser Innerstes kritisiert wird. Und dann passiert es allzu leicht, dass wir gar nicht mehr zuhören können oder wollen, warum denn ein Begriff, wie z.B. das N-Wort, nicht mehr verwendet werden soll.[1] Fühlen Sie in solchen Momenten in sich hinein. Vielleicht stellen Sie fest, dass Sie bereit wären, ein anderesl Wort zu verwenden, Sie sich aber wünschen, nicht von anderen belehrt zu werden oder von dieser neuen politisch korrekten Sprache überrollt zu werden. Wenn dem so ist, sollten Sie genau das äußern. Ihre Gedanken dürfen ausgesprochen werden und Raum bekommen. Wie Sprache für uns alle da sein kann Wir haben schon festgestellt, dass uns Sprache in unserem Sein ausmacht. Sprache weckt Emotionen. Folglich gestaltet Sprache unser Leben und hat Einfluss. Sprache ist mächtig. Sie prägt unsere Gedanken und die Bilder, die wir im Kopf haben. Das, was wir mit Sprache benennen, schafft ein Bild vor unserem inneren Auge. Wenn wir von einem Arzt sprechen, sehen wir einen Mann im weißen Kittel. Wenn wir von einem Lehrer sprechen, sehen wir einen Mann am Lehrerpult sitzen. Wenn wir in unserer Gesellschaft wollen, dass alle Geschlechter gleiche Chancen haben, ist es wichtig, dass wir sie in unserer Sprache auch so benennen. Heutzutage gibt uns das * in Wissenschaftler*innen die Möglichkeit, auch die Menschen mitzudenken und mitanzusprechen, die queer sind und sich z.B. keinem der beiden Geschlechter zuschreiben. Medien sprechen hier immer wieder von einem sog. „Gender-Wahnsinn“, was durch Spitzenpolitiker immer wieder befeuert wird. Sie sehen im Gendersternchen das Hauptproblem unserer Gesellschaft. Es ist nachvollziehbar, dass dieses Thema erst einmal Widerstand auslöst und von Sorgen und Ängsten begleitet wird. Oder von dem Gefühl, überrollt zu werden. Aber lassen Sie sich von diesen Diskussionen nicht verunsichern. Sprache ist eine Einladung, mit Anderen in Kontakt zu treten. Es ist eine warme Geste, wenn Sie ihre Worte so wählen, dass ihr Gegenüber oder andere Zuhörenden sich wohl fühlen und ein Akt der Gerechtigkeit, wenn Sie so viele Menschen wie möglich mitdenken. Warum es sich für uns lohnt Wenn wir uns eine friedlichere und gerechtere Welt wünschen, ist die Voraussetzung dafür eine friedliche und gerechte Sprache. Wie oft fühlen wir uns alle bei den derzeitigen Nachrichten hilflos und haben das Gefühl, dass unsere Zeiten immer dunkler werden? Wenn wir bei uns selbst beginnen, etwas zu verändern, lassen wir dieses Ohnmachtsgefühl hinter uns und kommen ins Tun. Damit beschäftigt sich u.a. der Ansatz der Gewaltfreien Kommunikation (nach Rosenberg). Er lädt dazu ein, im Gespräch mit unseren Mitmenschen unsere Gefühle und Bedürfnisse zu kommunizieren, ohne dabei in Vorwürfe oder Anmaßungen über unser Gegenüber zu verfallen. Ein Blick in diesen Ansatz gibt Mut, dass die Veränderung unserer Sprache positive Veränderungen für unser Leben bereit hält. Mehr Wohlbefinden bei uns und mehr Freiheit und Gerechtigkeit bei unserem Gesprächspartner. Auch unser Geist kann davon profitieren. Das Festhalten an dem „Schon-immer-da-Gewesenen“ führt dazu, dass wir Neues verpassen. Wie beim Frühjahrsputz dürfen wir Altes loslassen und Platz für Neues schaffen. Auch wenn der Weg manchmal herausfordernd ist, ist es das Neue und Unbekannte, an dem wir wachsen. Wenn wir davon überzeugt sind, dass wir uns eine gerechte Gesellschaft für alle Menschen wünschen, dann können wir Schritt für Schritt unsere Sprache sensibel und friedlicher werden lassen. Und wir dürfen aufhören, dabei keine Fehler machen zu wollen. Denn wie heißt es so schön: „Wer keinen Fehler macht, macht auch sonst nicht viel.“ Die Hauptsache ist, dass wir uns alle auf den Weg machen. Und das wird uns alle am Ende wieder näher zusammenbringen. Denn das schafft Sprache – sie verbindet uns. [1] ein paar Beispiele und alternative Möglichkeiten Was früher gesagt wurde Was heute sensibler ist N-Wort/Dunkelhäutige Schwarze, Afro-Deutsche, People of Colour Sozial schwache Menschen Von Armut betroffene Menschen Ein Mensch leidet an einer Behinderung. Ein Mensch hat eine Behinderung. Transvestit Trans-Mann/Trans-Frau Ausländer Menschen mit Migrationsgeschichte Die Kinder haben mal wieder ihre 5 Minuten. Die Kinder brauchen gerade Bewegung.
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