Fachgruppe Region Kempen/Viersen - Neue Wege in der Fort- und Weiterbildung

Die beiden Regionalsprecher Marlies Fritsch und Ralph Hövel haben sich für die monatlichen Treffen der Gruppe etwas Neues überlegt. Bisher traf man sich regelmäßig in Viersen im Haus der Region. Im Vordergrund dieser Treffen standen geistliche Impulse, Austausch in beruflichen Angelegenheiten und Diskussionen zu aktuellen Themen. Der gesellige Aspekt durfte natürlich bei einer Tasse Kaffee und einem Stückchen Kuchen auch nicht zu kurz kommen.

Um diese Treffen abwechslungsreicher und interessanter zu gestalten, finden jetzt Exkursionen in die Region statt.

Die Bestattungskultur war das erste Thema für ein jalbes Jahr. Auch Sakristane werden mit der Veränderung der Bestattungskultur konfrontiert: Totenwachen, Rosenkranzgebete für die Verstorbenen, Sarg während der Exequien in der Kirche oder nicht?

Der erste Besuch führte uns zum Bestattungshaus Camps nach Grefrath. Wir wurden sehr freundlich aufgenommen und herumgeführt. All unsere Fragen wurden beantwortet. Die eindrucksvolle Trauerhalle mit all ihren Möglichkeiten, die einzelnen Räumlichkeiten, in denen Angehörige von ihren Verstorbenen Abschied nehmen können, die Räume, in denen ein Kaffeetrinken nach der Bestattung möglich ist, der Ausstellungsraum für Särge und Urnen, der Druckerraum für das Organisatorische und letztendlich das Kolumbarium - keine Tür blieb für uns verschlossen.

Es war ein sehr interessanter und informativer Nachmittag, für den wir uns bei den Mitarbeitern des Hauses herzlich bedanken. Sie haben uns ihren nicht einfachen aber sehr wertvollen Beruf eindrücklich näher gebracht. 

Der zweite Außentermin fand in der Burg Linn statt. Hier besuchten wir die Ausstellung "Die letzte Reise". Vom Künstler und Aussteller Gerhard Rossmann persönlich geführt, konnten wir seine Ideen zu diesem Thema nachspüren. Originelle und zum Teil außergewöhnliche Ausstellungsstücke wurden uns vom Künstler erklärt. So hatte Rossmann "Särge ohne Leichen, aber mit Inhalt" kreiert.

Zusätzlich gab es eine Dauerausstellung, die sich ebenfalls mit dem Thema Tod befasste. Paradies, Hölle, Wiedergeburt, das "Nichts". Was kommt nach dem Tod? Auf welche Reise begibt sich der Mensch, wenn er gestorben ist? Auf die Fragen, die seit Menschengedenken vielfach gestellt wurden und werden, fanden die Menschen in den vergangenen Jahrtausenden die unterschiedlichsten Antworten. Dabei ist die Vorstellung von einem Leben nach dem Tod weit verbreitet. Davon zeugen bereits die antiken Sagen oder das ägyptische Totenbuch. Griechen und Römer, Juden und Christen haben jeweils ihre eigenen Vorstellungen vom Jenseits entwickelt. Auch dieser Nachmittag gab uns Einblicke, in welcher Form man sich mit Leben und Tod auseinandersetzen kann.

Im April führte uns der Weg in die Grabeskirche St. Joseph nach Viersen. Der dortige Pastoralreferent, Martin Alfing, der vornehmlich für die Grabeskirche zuständig ist, führte uns sehr sensibel und einfühlend in diesem wunderschönen Raum. Individuell gestaltete Gottesdienste für die Verstorbenen, Bestattung, wie es dem Verstorbenen entspricht, einzelne "Abteilungen", die das Wiederfinden der Urnengräber erleichtert, gemeinsame Gedenkgottesdienste zu besonderen Anlässen, eröffneten uns diese Art der Bestattung als echte Alternative zur bekannten Erdbestattung.

Die Geschichte der Fachgruppe

Die Fachgruppe besteht nun schon 34 Jahre. Sie ist am 23. Mai 1984 gegründet worden. Regionaldekan Andreas Dangela bat Franz Kopecky, auch in dieser Region eine Fachgruppe zu gründen.

Als ersten geistlichen Betreuer konnte Pfr. Walter Haas von der Pfarre St. Remigius, Viersen, gewonnen werden. Die neue Gruppe, gut zwanzig Teilnehmer, hat sich einmal im Monat bei ihm im Pfarrhaus getroffen.

Pfr. Haas führte die mittlerweile traditionelle Adventfeier ein. Nach drei Jahren folgte ihm im Amt des geistlichen Betreuer Pfr. Theo Wolf von der Pfarre Herz-Jesu, Dülken, ein versierter und belesener geistlicher Betreuer. Seine Gabe, der Gruppe Themen zu vermitteln, war einzigartig. Pfr. Wolf hat die Gruppe zwanzig Jahre begleitet und geformt.

Die Fachgruppe der Sakristane der Region Kempen-Viersen trifft sich immer noch monatlich im Haus der Region in Viersen. Dieses Haus ist für die Sakristane zu einem festen Platz in der Region geworden in dem wir die Fort- und Weiterbildung für die Sakristane der Region anbieten. Neben den Fort- und Weiterbildungsangeboten haben sich auch Freundschaften in der Gruppe gebildet. Ausflüge, wie nach Köln, Münster, Aachen, Königswinter gehören genauso zu unseren Aktivitäten wie, Reisen nach Berlin, Hamburg, Mainz und München.

Der letzte Mittwoch im Monat ist für die Sakristane reserviert. Das Treffen findet um 14:30 Uhr statt. Wechselnde Referenten bilden uns weiter.

Die Fachgruppe wird geleitet vom Regionalsprecher Ralph Hövel (Ralph.Hoevel@bistum-aachen.de). Er wird vertreten von Marlies Fritsch.

Fachgruppe Sakristane in der Region Kempen Viersen (c) Bistum Aachen Ralph  Hövel
Regionalsprecher Ralph Hövel (c) Bistum Aachen / Andreas Steindl
Regionalsprecher Ralph Hövel
Stellvertretende Regionalsprecherin Marlies Fritsch (c) Ralph Hövel
Stellvertretende Regionalsprecherin Marlies Fritsch