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Werkwoche für Kirchenmusik im Bistum Aachen 2026

Werkwoche für Kirchenmusik 2026
Datum:
3. März 2026

Vom 19.–21. Februar 2026 fand im Wilhelm-Kliewer-Haus in Mönchengladbach die diesjährige Werkwoche für Kirchenmusik statt. Rund 40 hauptamtliche Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker des Bistums Aachen kamen zusammen, um gemeinsam zu musizieren, sich fortzubilden und geistlich aufzutanken. Die Werkwoche bietet seit Jahren einen geschätzten Raum für musikalische Weiterentwicklung, kollegialen Austausch und geistliche Vertiefung.

Als Referent konnte Kirchenmusikreferent Prof. Michael Hoppe in diesem Jahr Jan Schumacher gewinnen. Der Universitätsmusikdirektor, Dirigent und Chorleiter ist international als Dozent und Juror bei Chorwettbewerben tätig und prägt die europäische Chorszene seit vielen Jahren. Zudem ist er als Herausgebender beim Carus-Verlag aktiv und engagiert sich in vielfältigen Projekten zur Förderung der Chormusik.

In mehreren intensiven und zugleich kurzweilig gestalteten Probenphasen arbeitete Schumacher mit den Teilnehmenden an Chorliteratur unterschiedlicher Stilrichtungen. Seine erfrischende, motivierende Art und seine präzise Probentechnik schufen eine konzentrierte und zugleich inspirierende Arbeitsatmosphäre. Die ausgewählten Werke verbanden musikalischen Anspruch mit praktischer Umsetz­barkeit für die Arbeit vor Ort in Gemeinden und Chören. Besonders eindrücklich wurde hörbar, dass sich die Gruppe über die vergangenen Jahre hinweg zu einem homogenen Klangkörper entwickelt hat. Klangbalance, Ausdruck und musikalische Gestaltung gewannen im Verlauf der Proben deutlich an Profil und führten zu einem überzeugenden musikalischen Ergebnis.

Neben der musikalischen Arbeit gab Kirchenmusikreferent Michael Hoppe Einblicke in das aktuelle Kirchenmusikkonzept des Bistums Aachen und informierte über damit verbundene Entwicklungen und Perspektiven. Dabei wurden Herausforderungen und Chancen kirchenmusikalischer Arbeit in veränderten pastoralen Strukturen beleuchtet, vor allem aber der Gewinn, den das neue Konzept für die Kirchenmusik im Bistum Aachen bedeutet. In Kleingruppen tauschten sich die Teilnehmenden darüber aus, wie kirchenmusikalisches Handeln unter den sich wandelnden Rahmenbedingungen zukunftsfähig gestaltet werden kann und welche innovativen Wege der Zusammenarbeit vor Ort denkbar sind.

In einer Austauschrunde mit Generalvikar Jan Nienkerke lag ein besonderer Schwerpunkt auf der Frage nach der Rolle der Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker im pastoralen Kontext. Es wurde intensiv darüber gesprochen, wie ihre Kompetenzen stärker in pastorale Teams und Leitungsstrukturen eingebunden und wahrgenommen werden können. Dabei wurde deutlich, dass Kirchenmusik weit über die musikalische Gestaltung von Gottesdiensten hinaus zur Identitätsbildung von Gemeinden beiträgt und als verbindendes Element im pastoralen Raum wirken kann. Das Gespräch wurde von den Teilnehmenden als offen, wertschätzend und zukunftsorientiert erlebt. Generalvikar Nienkerke sicherte zu, die vorgebrachten Anliegen an den entsprechenden Stellen einzubringen.

Wie in den vergangenen Jahren bildeten die gemeinsamen liturgischen Feiern einen wichtigen geistlichen Rahmen der Werkwoche. Die Tagzeitenliturgien strukturierten den Tagesablauf und ermöglichten Momente der Ruhe und Spiritualität. Ein Evensong in St. Nikolaus Mönchengladbach-Hardt verband liturgische Tradition mit musikalischer Gestaltung. Die bewusste Mitfeier der Liturgie eröffnete eine Perspektive jenseits des oft dichten beruflichen Alltags und stärkte die Teilnehmenden in ihrer eigenen geistlichen Praxis.

Die Werkwoche war geprägt von einer guten, gelösten Atmosphäre und einem spürbaren Gemeinschaftsgefühl. Sie bot Raum für intensives Arbeiten, inspirierende Begegnungen und persönliche Gespräche. Viele Teilnehmende hoben hervor, wie wertvoll diese Tage der gemeinsamen Musik, des Austauschs und der geistlichen Besinnung sind. So kehrten sie gestärkt, mit neuen Impulsen und frischer Motivation in ihre vielfältigen Aufgaben in den Gemeinden und pastoralen Räumen des Bistums Aachen zurück.