Online-Seminar: Extreme Rechte und Corona

Rassismus und Hetze gegen Geflüchtete und andere Minderheiten im Zuge der Corona-Pandemie

Di 11. Aug 2020
Kirche gegen Rechts | Bundesgemeinschaft Kirche & Rechtsextremismus | Kirche stärkt Demokratie

Rassismus und Hetze gegen Geflüchtete und andere Minderheiten im Zuge der Corona-Pandemie

Minderheiten und als „Andere“ markierte Menschen werden oft für unerklärliche und bedrohliche gesellschaftliche Entwicklungen, Krisen, Krankheiten und Pandemien verantwortlich gemacht. Auch in der Covid-19-Pandemie versuchten in Deutschland sofort extrem rechte und neurechte Akteur*innen, die Krise zu nutzen und für die Verbreitung von Rassismus zu instrumentalisieren. Sie hetzten gegen Minderheiten mit der Behauptung, Geflüchtete und Migrant*innen seien angeblich eine Gefahr als Überträger*innen des Corona-Virus.

In diesem Online-Seminar wollen wir uns:

  • die rassistischen Zuschreibungen und Erzählungen,
  • den aktuellen Stand der Debatten und Deutungskämpfe gemeinsam ansehen,
  • die rechten Diskurse um die Corona-Pandemie erkennen und einschätzen lernen,
  • aber auch einen gemeinsamen Blick in die Geschichte von Rassismus und Diskriminierung angesichts von Krisen und Krankheiten werfen.

Abschließend wollen wir einen, vor allem für die kirchliche und kirchlich getragene Arbeit mit Geflüchteten, umsichtigen und engagierten Umgang mit rechten Narrativen in der Corona-Zeit erarbeiten.

Ablauf der Veranstaltung am 11.08.2020 - 

  • 14:00-14:10 Uhr: Begrüßung und Einleitung
  • 14:10-15:00 Uhr: Teil 1:
    Phänomene der Schuldzuweisungen für unerklärliche Phänomene, Entwicklungen oder Krankheiten/ Pandemien in der Geschichte.
    Format: Impulsreferat und Fragerunde
    Referentin: Cordelia Heß, Professorin für Nordische Geschichte am Historischen Institut der Universität Greifswald
  • 15:00-15:45 Uhr: Teil 2:
    Die Darstellung und Entwicklung aktueller extrem rechter Narrative in Zeiten der Corona-Pandemie.
    Format: Impulsreferat und Fragerunde
    Referent: Henning Flad, Projektleiter der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus
  • 15:45-15:50 Uhr: Kleine Pause
  • 15:50-16:50 Uhr: Teil 3:
    Austausch über den engagierten Umgang mit rechten Narrativen in der Corona-Zeit, vor allem für die kirchliche und kirchlich getragene Arbeit mit Geflüchteten.
    Format: Podiumsdiskussion und Austausch mit Teilnehmer*innen
    Podiumsgäste:
    Anja Fischer, Pastorin, Pfarrstelle für Flüchtlingsarbeit im Kirchenkreis Mecklenburg
    Ulrike Seemann-Katz, Geschäftsführerin des Flüchtlingsrats Mecklenburg Vorpommern
    Michaela Seitz, Referentin Migration und Flucht der Diakonie Mitteldeutschland
  • 16:50-17:00 Uhr: Abschluss

ANMELDUNG
Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt.
Wir bitten Sie daher sich über das Anmeldeformular zu registrieren. Die Zugangsdaten zum Online-Seminar werden zwei Tage vor Veranstaltungsbeginn verschickt. Für das Seminar nutzen wir die Videokonferenz-Software Zoom. Alternativ ist auch eine Teilnahme per Telefon möglich.

Die Veranstaltung wird gefördert durch das Bundesfamilienministerium im Rahmen des
Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und durc h das Bundesministerium des Inneren im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe".