Zwischen Löwen und Lebensfragen
Sacro-Pop-Band „Rainer Wahnsinn“ unter Rainer Pütz gab beim Mutmachgottesdienst in Strempt den Ton an – Father George Stephen Rayappan Packiam und die Mitwirkenden stärkten die Zuversicht der Menschen mit biblischen Geschichten, moderner Musik und persönliche Begegnungen

Sacro-Pop-Band „Rainer Wahnsinn“ unter Rainer Pütz gab beim Mutmachgottesdienst in Strempt den Ton an – Father George Stephen Rayappan Packiam und die Mitwirkenden stärkten die Zuversicht der Menschen mit biblischen Geschichten, moderner Musik und persönliche Begegnungen

Mechernich-Strempt – Manchmal braucht es eine gehörige Portion Mut, um den Herausforderungen des Lebens zu begegnen. Dass man diesen Mut nicht immer aus eigener Kraft aufbringen muss, sondern auf Gottes Beistand und die Unterstützung anderer Menschen vertrauen darf, war die zentrale Botschaft eines weiteren Mutmachgottesdienstes in der Strempter Pfarrkirche St. Rochus. Er stand diesmal unter der Leitung von Pfarrer George Stephen Rayappan Packiam.
Ein knappes halbes Hundert Gläubige waren der Einladung gefolgt, musikalisches Herzstück war einmal mehr die Sacro-Pop-Band „Rainer Wahnsinn“ unter der Leitung des pensionierten Kirchenmusikers Rainer Pütz. Er gibt mit seiner Liedauswahl regelmäßig die entscheidenden Impulse für den liturgischen Ablauf. So entsteht ein Zusammenspiel von moderner Musik, biblischen Texten, Gebeten und Gedanken, die den Menschen Mut für ihren Alltag machen sollen.
Im Mittelpunkt stand diesmal unter anderem die alttestamentliche Geschichte von Daniel in der Löwengrube. Sie erzählt von einem Mann, der trotz größter Bedrohung an seinem Glauben festhält und darauf vertraut, dass Gott ihn nicht im Stich lässt. Eine jahrtausendealte Geschichte mit einer zeitlosen Botschaft: Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern sich von ihr nicht beherrschen zu lassen.
Die Band schlug mit ihrer Musik die Brücke zwischen biblischer Überlieferung und heutiger Lebenswirklichkeit. Father Stephen, der den Gottesdienst leitete, griff das Thema in seinen Gedanken auf und sorgte mit kleinen humorvollen Bemerkungen zwischendurch für eine gelöste Atmosphäre.
„Tolle Musik, Texte super“, lautete das Fazit von Agnes Peters aus dem Familienmesskreis. Der Gottesdienst sei für die Anwesenden „sicherlich schön, mutmachend, tröstlich und kraftgebend“ gewesen. Auch wenn die Resonanz diesmal etwas verhaltener ausfiel als bei früheren Veranstaltungen, habe sich die Vorbereitung gelohnt.
Denn Mutmachen hört nicht an der Kirchentür auf. Monika Lünebach und Agnes Peters hatten im Namen des Familienmesskreises Getränke und kleine Häppchen vorbereitet. Einige Besucher nutzten die Gelegenheit, nach dem Gottesdienst noch zusammenzubleiben und miteinander ins Gespräch zu kommen.
So wurde aus dem besonderen Gottesdienst nicht nur eine Stunde des Betens, Singens und Nachdenkens, sondern auch eine Einladung, einander im Alltag Mut zu machen. Schließlich muss niemand seine persönliche Löwengrube ganz allein durchstehen. „Rainer QWahnsinn“ zeigte sich nebenbei bemerkt an diesem Sonntagabend musikalisch und gesanglich von der allerbesten Seite.
pp/Agentur ProfiPress