„Netzwerk Kirche“ hat solide finanzielle Basis

Bistum Aachen legt Finanzbericht 2017 vor. Drei Viertel der Aufwendungen für Seelsorge, Soziales und Bildung

Finanzbericht 2017 Vorstellung (c) Bistum Aachen / Anja Klingbeil
Finanzbericht 2017 Vorstellung
Do., 6. Dez. 2018
iba

Aachen, (iba) - Die Seelsorge der Kirche wendet sich den Menschen in unterschiedlichen Lebensräumen zu. Im Finanzbericht für das Jahr 2017 stellt das Bistum Aachen die Seelsorge für Kranke und Sterbende sowie für Menschen in seelischen Notsituationen vor.

Die Zuwendung und Begleitung in besonderen Lebenssituationen ergänzt und entlastet oft staatliche Systeme zur Pflege, Betreuung und Hilfe. „Die Kirche unterhält über die Kirchengemeinden hinaus ein Netzwerk, das sich dem Wandel der Gesellschaft anpasst und stetig weiterzuentwickeln ist. Dafür verfügt das Bistum Aachen über eine solide wirtschaftliche Basis“, sagt Generalvikar Dr. Andreas Frick bei der Vorstellung des Finanzberichts.

Das Bistum Aachen setzt mit dem Jahresabschluss 2017 seine stabile Entwicklung der vergangenen Jahre fort und erzielte einen Jahresüberschuss von 16,7 Millionen Euro (Vorjahr: 17,5 Millionen Euro). Davon werden 7,5 Millionen Euro für die Absicherung der Zuwendungen an die Kirchengemeinden und eine Million Euro für den Ausbau der Caritasrücklage verwendet. 7,5 Millionen Euro fließen in die Risikovorsorge. Das Bistum Aachen verfolgt weiter das Ziel, Rücklagen in Höhe eines Jahresetats aufzubauen.

Der Etat des Jahres 2017 umfasste Aufwendungen von insgesamt rund 330 Millionen Euro. Fast drei Viertel davon wurden für Seelsorge, Bildung und Caritas verwendet. Mit rund 120,1 Millionen Euro fließen rund 36,4 Prozent der Aufwendungen als Zuwendungen an Kirchengemeinden, Verbände und andere kirchliche Einrichtungen.

Insgesamt verfügte das Bistum Aachen 2017 über Erträge in Höhe von 346,9 Millionen Euro, 1,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Kirchensteuerbeiträge machen 75,8 Prozent der gesamten Erträge aus. Dabei profitierte das Bistum wie in den Vorjahren von der anhaltend guten Konjunkturlage. Die Kirchensteuererträge stiegen 2017 gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent auf 252,4 Millionen Euro an.

Die positive wirtschaftliche Entwicklung hat das Bistum Aachen genutzt, um seine Finanzsituation zu stabilisieren. „Wir können langfristig planen, unsere Verpflichtungen erfüllen und gleichzeitig in zentrale Aufgabenfelder investieren“, sagt Generalvikar Dr. Frick. Dazu gehöre insbesondere der synodale Gesprächs- und Veränderungsprozess, den Bischof Dr. Helmut Dieser im Dezember 2017 ins Leben gerufen hat.

In seinem aktuellen Finanzbericht dokumentiert das Bistum Aachen erstmals seine Aktivitäten zur Nachhaltigkeit. Mit den Bereichen Kapitalanlage, Personal, Prävention, Soziales sowie Umwelt- und Klimaschutz sind darin die für das Bistum wesentlichen Felder nachhaltigen Handelns definiert. Beginnend mit dem Personalbereich wird das Bistum in den künftigen Finanzberichten über Teilbereiche ausführlich berichten.

Der Jahresabschluss des Bistums Aachen als Körperschaft öffentlichen Rechts folgt den Regeln des Handelsgesetzbuches und wurde von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer ohne Einschränkung bestätigt. Der Finanzbericht 2017 enthält wie in den Vorjahren auch die ebenfalls testierten Jahresabschlüsse des Bischöflichen Stuhls Aachen und des Domkapitels Aachen.

Der Finanzbericht 2017 des Bistums Aachen ist als Online-Version unter finanzbericht2017.bistum-aachen.de verfügbar. (iba / Na 093)