Zum Inhalt springen

14. Aktion „Kinder pilgern zum Aachener Dom“:Laudato-Si-Pilgertag erfüllt Aachen mit Kinderstimmen

Einen Tag lang gehörte der Dom den Kleinen: 2.100 Vorschulkinder pilgerten nach Aachen, feierten Laudato Si und erinnerten an Franziskus’ 800. Todestag
Kinderpilgern im Aachener Dom
Datum:
Do. 18. Juni 2026
Von:
Marco Führer

Bei der großen Zahl von Kindern war es für die Erzieher nicht immer leicht, die eigene Gruppe zusammenzuhalten. Manche Kitas halfen sich deshalb mit selbstgestalteten Westen aus, andere erkannten ihre Gruppenmitglieder an den bemalten Tüchern wieder, die sie auf dem Kopf trugen. Für die Aufmerksamkeit der anderen hingegen sorgten die liebevoll geschmückten Pilgerstäbe der einzelnen Gruppen. Manche Kitas bewiesen viel Kreativität: Die Kita St. Martin etwa trug eine Stoffversion ihres Namensgebers auf dem Pilgerstab. 


Große Vorfreude auf den Dom
Gruppenweise zogen die Kinder in den Dom, wo sie das Domkapitel mit kurzen Wortgottesdiensten begrüßte. Danach begann der Teil, auf den sich viele Kinder lange gefreut hatten: Sie durften eigenständig Domsehenswürdigkeiten wie Oktogon, Karlsthron und die Altäre erkunden.


„Schon um sechs Uhr morgens haben wir uns aus Wegberg auf den Weg nach Aachen gemacht“, sagt Erzieherin Andrea Brockers von der Kita Peter und Paul Wegberg. Die Kinder seien ganz aufgeregt gewesen, zum ersten Mal den Aachener Dom zu sehen. Besonders gefreut hätten sie sich auf die archäologischen Bodenfenster, die einen Blick auf das historische Fundament des Doms zulassen. Die Kinder legten sich extra auf den Boden, um möglichst viel durch die Fenster zu sehen. 
Danach standen weitere Stationen um den Dom auf dem Programm: unter anderem die Trommelreise in der Citykirche, Geschichten im Klostergarten der Schervierschwestern und Theaterstücke mit Handpuppen. Die Vorschulkinder erkundeten mit ihren Erziehern nicht nur den Dom, sondern staunten auch über die Aachener Innenstadt. Für viele war es der erste Besuch in Aachen, der erste größere Ausflug ohne die Eltern. 


Bischof ermutigte müde Kinder
Ein positives Fazit zogen Ulrike Riemann-Marx, Referentin für Kita-Pastoral und Religionspädagogik, und Elke Fabry, im Bistum Aachen für die Kindertageseinrichtungen verantwortlich. Die beiden Frauen organisieren das jährliche Kinderpilgern. Zwei Jahre im Voraus hätten sie schon mit der Planung des Kinderpilgerns begonnen, erläutert Riemann-Marx. „Wir haben immer einiges zu tun. Aber wenn ich dann in die ganzen glücklichen Gesichter blicke, dann weiß ich, dass sich die schlaflosen Nächte gelohnt haben.“
Nach einem aufregenden Tag versammelten sich die Kleinen auf dem Katschhof, um noch einmal gemeinsam „Laudato Si“ zu Ehren des heiligen Franziskus zu singen. Viele ruhten sich zu diesem Zeitpunkt schon im Schatten aus. Bischof Dr. Helmut Dieser ermutigte sie: Müdigkeit gehöre manchmal zum Pilgern dazu, sagte er. Mit dem Reisesegen verabschiedete der Bischof die kleinen Pilger.

Impressionen des Tages:Kinder auf Entdeckungstour durch Aachen

33 Bilder

Bunt, laut, neugierig::Kinderpilgern im Bistum Aachen

Kinderpilgern im Bistum Aachen

30 Grad. 2100 Vorschulkinder. 1 Kinderpilgertag. Beim bistumsweiten Kinderpilgertag haben wir eine Gruppe mit Vorschulkindern aus Wegberg begleitet. Zwischen Trinkstationen, Erzählzelt und jeder Menge Sonne ging es als Höhepunkt für die Kinder in den leer geräumten und kühlen Aachener Dom. Henri und Raphael erzählen, was ihnen an ihrem Ausflug nach Aachen am besten gefallen hat.