In weltweiter Solidarität verbunden

Delegation aus dem Libanon im Bistum Aachen zu Gast

Delegation aus dem Libanon im Bistum Aachen zu Gast (c) Birgit Hellmanns
Delegation aus dem Libanon im Bistum Aachen zu Gast
Datum:
Di. 10. Okt. 2023
Von:
Stabsabteilung Kommunikation

„Nach dem terroristischen Angriff der Hamas liegt unsere Solidarität bei den Menschen in Israel“, betonen missio-Diözesanreferentin Anke Reermann und missio-Diözesandirektor Markus Offner im Gespräch. Angesichts dieser weltkirchliche Dimension dürfe aber auch der Blick auf die unmittelbaren Nachbarländer nicht verloren gehen. Und so hat der missio-Weltmissionssonntag, der am 22. Oktober begangen wird, in diesem Jahr unter anderem die Situation der Christinnen und Christen im Libanon im Blick.

Im Vorfeld der Kollekte – einer der größten Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit – hat eine Delegation das Bistum Aachen besucht, um auf die Lage der Menschen in Beirut und darüber hinaus aufmerksam zu machen. Unter ihnen waren Danielle Aramou und Pfarrer Richard Abi Saleh. Gemeinsam koordinieren sie inmitten der Hauptstadt Beirut die ehrenamtliche Initiative „Drames et miracles“ und unterstützen auf diese Weise rund 180 Familien innerhalb eines Viertels. Über ihre Arbeit vor Ort haben beide im Rahmen eines Gottesdienstes in der Pax Christi-Kirche in Krefeld berichtet. Gemeindereferentin Birgit Hellmanns war vor allem von der „beseelten“ Atmosphäre fasziniert. Solche persönliche Begegnungen seien ein Augenöffner für beide Seiten und machten die Weltkirche erfahrbar. „Der Libanon könnte angesichts seiner hochgebildeten Einwohnerinnen und Einwohner und der geografischen Lage ein tolles Land sein. Stattdessen leiden die Menschen unter unvergleichlich schlechten Rahmenbedingungen und einem dysfunktionalen Staatswesen“, beschreibt Markus Offner die Situation. Er habe auf sehr eindrückliche Weise bei einem Besuch vor Ort erfahren, was eine gelebte Spiritualität konkret bedeute: gemeinsam helfen und beten. In diesem Sinne würden sich in der weltweiten Kollekte am Weltmissionssonntag drei Dimensionen widerspiegeln: in der gemeinsamen Gebets- und Solidaritätsgemeinschaft miteinander verbunden, sei die Kirche in diesem Moment auch eine Lerngemeinschaft, die sich wechselseitig befruchte, so Anke Reermann.