Wim Wenders: Papstfilm hat mich ökumenischer gemacht

Interview mit „kontinente" – Film „Papst Franziskus. Ein Mann seines Wortes" läuft an

Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes (c) Bistum Aachen / Andreas Steindl
Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes
Fr 15. Jun 2018
Aachen. „Dieser Film hat mich in vielerlei Weise beflügelt und auch ökumenischer gemacht".
Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes (c) Bistum Aachen / Andreas Steindl
Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes

Dies sagte der Regisseur Wim Wenders im Interview mit der Zeitschrift „kontinente" des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio Aachen, das Teil von über 100 päpstlichen Missionswerken weltweit ist. Ab dem morgigen Freitag läuft sein Film „Papst Franziskus. Ein Mann seines Wortes" in den Kinos an.
Er selbst glaube an einen „freundlichen Gott, der uns sieht und der uns so liebt, dass er uns alle Freiheit gegeben hat – sowohl fürchterliche Sachen anzustellen als auch, sie wieder zu berichtigen", sagte Wenders im „kontinente"-Interview. In Deutschland sei es „auf eine merkwürdige Weise verpönt", öffentlich seinen jeweiligen Glauben zu bekennen, so Wenders weiter. Er finde es aber gut, „wenn Leute zu dem stehen, was sie glauben". Auf die Frage, ob ihn sein Papstfilm katholischer gemacht habe, antwortete Wenders wörtlich: „Ich bin katholisch aufgewachsen, mit einer Protestantin verheiratet, war in Amerika in einer presbyteranischen Gemeinde und teile meine Kirchenbesuche heute zwischen evangelisch und katholisch auf."
Wim Wenders äußerte sich in dem „kontinente"-Interview auch über die Themen Tod und Vergänglichkeit. Er beklagt eine „Verherrlichung der Jugend" und Verdrängung des Themas Tod in der Gesellschaft. „Wir sterben alle, aber tun so, als wären wir unsterblich", sagte der Regisseur. Er plädiert für einen bewussten Umgang mit dem Thema Vergänglichkeit. „Ich glaube, jeder Mensch, der mit dem Tod im Reinen ist, kann besser lebendig sein", glaubt Wenders.
Das komplette Interview können Sie unter www.missio-hilft.de/wimwenders  nachlesen. Zitation bitte immer mit dem Hinweis auf die Zeitschrift „kontinente".