Seelsorge mit blinden und sehbehinderten Menschen im Bistum Aachen

Die Seelsorge mit blinden und sehbehinderten Menschen ist Teil der Gesamtpastoral im Bistum Aachen und gehört zum Team der Seelsorge mit behinderten Menschen. Die Ziele und die Aufgaben der Seelsorge orientieren sich an den Leitlinien der katholischen Sozialverkündigung:

  • Jeder Mensch ist von Gott geliebt und verdient deshalb Respekt und würdevolle Behandlung (Personalität).
  • Das Miteinander der Menschen ist höher einzuschätzen als das Gegeneinander (Solidarität).
  • Das Füreinanderdasein der Menschen verpflichtet die Stärkeren zur Unterstützung der Schwächeren. Das geschieht auf dem Weg der „Hilfe zur Selbsthilfe“ (Subsidiarität).

In der Praxis werden die Menschen dort abgeholt, wo sie stehen. Gearbeitet wird nach der (CAJ-) Methode sehen – urteilen – handeln. Die Kraft für die tägliche Arbeit kommt aus der Froh-Botschaft des Evangeliums. Hier ist vor allem die Glaubensbotschaft von der Liebe die zentrale Impulsgeberin :

„Drum liebe den Herrn, deinen Gott, mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Deinen Nächsten liebe ebenso und dich selbst.“ (Markus 12,30-31).

Angebote für Menschen mit Sehbehinderung

  • Den Einzelnen unterstützen auf seiner Suche nach Sinn im Leben und nach Kontakt durch Gespräch, Beratung und Lebensbegleitung,
  • Die Solidarität untereinander fördern durch kreative Gruppenangebote (wie Trommeln, Wandern, ...) und durch spirituelle und religiöse Angebote (wie Meditation, Besinnungstag, Gebet, ...)
  • Mit anderen Institutionen im Interesse der betroffenen Menschen zusammenarbeiten und ebenso mit den Interessenvertretungen selbst.

Das Ziel der Seelsorge ist die gleichberechtigte Teilhabe der Menschen mit Sehbehinderung in Gesellschaft und Kirche.

Vor allem aber geht es um „Hilfe zur Selbsthilfe“ oder nach dem Motto „Hilf mir, es selber zu tun“; das heißt : nicht für, sondern mit den Betroffenen!

Firmbewerber unterwegs auf der Pilgerwanderung nach Heimbach
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