Impuls für Februar :Ein Lied des Friedens und der Hoffnung ...

Das Magnificat war für unsere Ordensgründerin Clara Fey (1815–1894) ein Lied des Friedens und der Hoffnung – gesungen mitten in den Unruhen und Herausforderungen ihrer Zeit.
Im Mai 1848 verfasste sie dazu vierzehn kurze Meditationen.
In ihnen zeigt sich ihr tiefes Vertrauen darauf, dass Gott in den Umbrüchen der Geschichte wirkt: still und doch machtvoll, durch Menschen, die glauben, hoffen und lieben.
Das folgende Friedensgebet greift zentrale Motive aus Clara Feys Betrachtungen zum Magnificat auf
Friedensgebet
Meine Seele preist
den Herrn,
der Frieden bringt, wo die Welt im Aufruhr ist.
FREUDE
weil Gott das Kleine groß macht und die Armen mit Hoffnung erfüllt.
DEMUT
das Tor, durch das sein Licht in
die Welt tritt.
MACHT
nicht im Lärm der Stärke, sondern im Schweigen der Liebe.
Erhöhung
da, wo Menschen sich beugen und Gott Raum geben.
BARMHERZIGKEIT
die zärtliche Macht, die zerbrochene Herzen heilt.
GERECHTIGKEIT
wenn Gott die Hungrigen sättigt und die Satten leer ausgehen lässt.
FRIEDE
kein Besitz, sondern ein Geschenk, das dort wächst, wo Menschen Gott groß sein lassen.
HOFFNUNG
das Licht, das in der Nacht bleibt, weil Gott in der Krippe wohnt.
Herr,
lass diesen Frieden in unseren Herzen beginnen und durch uns in die Welt hinausstrahlen.
Amen.
WS