Die Mobbing-Kontakt-Stelle im Bistum Aachen trauert:Elke Böhme, Pionierin in der Mobbingberatung und stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende, ist verstorben
Wir trauern um Elke Böhme, die am Freitag, 13. März 2026, nach langer, schwerer Krankheit verstorben ist.
Von der ersten Minute der Telefonberatung an war sie mittendrin dabei und gehörte zu den Gründungsmüttern und -vätern der Mobbing-Kontakt-Stelle im Bistum Aachen. So markiert dieses Jahr neben 25 Jahren MKS auch 25 Jahre ehrenamtliches Engagement von Elke.

In diesen unglaublichen 25 Jahren war sie allzeit bereit, sich zu engagieren, bei Telefondiensten einzuspringen und sich dafür einzusetzen, dass die Arbeitswelt menschenwürdiger wird. Ihr lag das gemeinsame Ehrenamt in der Mobbing-Kontakt-Stelle sehr am Herzen, sodass sie keine Wege und Mühen scheute, um aktiv an Planungen, Fortbildungen und Treffen teilzunehmen und sich einzubringen.
Über viele Jahre hinweg arbeitete sie im Kuratorium mit, war seit November 2013 auch dessen stellvertretende Vorsitzende. In das „MOK“ und vorher in die „Umsetzungsgruppe“ brachte sie die Anliegen der ehrenamtlichen Berater:innen ein und setzte wichtige Impulse.
Elke war ein Mensch, der anderen zugehört hat, wenn es besonders schwer war. Mit viel Geduld, Mitgefühl und einem großen Herzen hat sie Menschen begleitet, die sich allein und verletzt fühlten. Am Telefon, aber auch in der persönlichen Begegnung und Beratung. Ihre Worte haben getröstet, ihre Stärke hat Mut gemacht, und ihre Menschlichkeit hat Spuren hinterlassen.
2019 wurde ihr – nach einem Vorschlag von Betroffenen, denen sie geholfen hatte, aus der Mobbingsituation zu entkommen – das Bundesverdienstkreuz verliehen. In ihrer Rede widmete sie es auch den Mitstreiter:innen in der Mobbing-Beratung.
Denn bei all den Beratungen, die meist alleine vom heimischen Telefon aus stattfanden, war es Elke wichtig, gemeinsam unterwegs zu sein und sie genoss den Austausch und die gemeinsamen Aktivitäten mit der Gruppe, in der über die Jahre auch Freundschaften entstanden sind. Bei aller Ernsthaftigkeit der Themen, mit denen wir bei der Mobbingberatung konfrontiert sind, kam aber auch der Spaß nie zu kurz. Unvergessen bleibt uns ihr schauspielerisches Talent in ihrer Rolle als Camperin beim Krimidinner vor ein paar Jahren, ihre Laufbegeisterung beim Solilauf, um Spenden zu sammeln, und ihr Faible für spielerische Übungen, um die Beratung immer weiter zu verbessern.
Über die regionale Ebene hinaus war sie am internationalen Austausch interessiert und hat sich durch Mitwirken auf Bundesebene (KuMBA-Netzwerk) dafür eingesetzt, dass es auch ein politisches Vorankommen beim Thema gibt. Die Unterstützung von Betroffenen von Konflikten und Mobbing war ihr ein absolutes Herzensthema. Wer Elke begegnet ist, hat schnell gespürt, wie ernst es ihr war, für andere da zu sein. Sie hat nicht weggesehen, sondern hingehört – und gleich überlegt, wie der anderen Person die Schwere genommen werden kann.
Wir sind dankbar für alles, was sie gegeben hat, für ihre Zeit, ihren großen Einsatz und das schöne Miteinander mit ihr. Elke wird uns fehlen. In unseren Gedanken und Erinnerungen bleibt sie bei uns.
In dankbarer Erinnerung:
Das Kuratorium der Mobbing-Kontakt-Stelle
Andreas Funke, Oliver Bühl, Miriam Catulo, Kathrin Choudhury Henneberger, Paul Fries, Manfred Körber, Olesja Zimmer