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Dorothee Ragg startet als Referentin für Engagementförderung :Neue Impulse für das Ehrenamt in Krefeld

Dorothee Ragg
Am 1. April hat Dorothee Ragg als Referentin für Engagementförderung im Pastoralen Raum Krefeld begonnen.
Datum:
Mi. 15. Apr. 2026
Von:
Kommunikation

„Ich habe einen recht bunten Lebenslauf“, sagt Dorothee Ragg. Die studierte Geigerin hat auch als Redakteurin und zuletzt acht Jahre als Grundschullehrerin gearbeitet, außerdem ist sie ehrenamtlich in der Seelsorge engagiert „Diese Stationen haben mir gezeigt, wie wichtig Wertschätzung, klare Kommunikation und ein gutes Miteinander sind. Das hilft mir jetzt sehr in der Arbeit mit Ehrenamtlichen.“ Am 1. April hat Ragg als Referentin für Engagementförderung im Pastoralen Raum Krefeld begonnen.

Für ihre neue Aufgabe hat sie sich vorgenommen, Menschen zu stärken, Kommunikation zu fördern und Räume zu schaffen, in denen Beteiligung möglich wird. „Ich möchte ein Umfeld gestalten, in dem sich alle wertgeschätzt fühlen“, sagt die Neusserin im Gespräch mit Magdalena Bickmann, Referentin für Engagementförderung im Bistum Aachen. 

Das Pilotprojekt startet inmitten eines gesellschaftlichen Wandels, der auch die katholische Kirche vor neue Herausforderungen stellt. Sinkende personelle Ressourcen und veränderte Erwartungen an das kirchliche Leben machen das Ehrenamt zu einem zentralen Motor für lokale Projekte und Innovationen. Ragg sieht darin eine Chance, die Kirche lebendig zu halten: „Ehrenamtliche schaffen Zugänge, wo klassische Strukturen an Grenzen stoßen. Viele Menschen wollen heute Verantwortung übernehmen und Kirche aktiv mitgestalten.“ Magdalena Bickmann betont die strategische Dimension: Es gehe nicht nur um Begleitung, sondern auch um verlässliche Rahmenbedingungen im Umgang mit Engagierten. 

Inhaltlich setzt Ragg auf vier Schwerpunkte: Partizipation, Inklusion, Kooperation und Transparenz. Sie möchte Generationen miteinander ins Gespräch bringen, nachhaltige und inklusive Projekte fördern und Ehrenamtliche durch Fortbildungen oder Mentoring stärken. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Vernetzung – sowohl innerhalb der Kirche wie dem Katholischen Forum oder dem Caritasverband, der in Krefeld das Freiwilligenzentrum betreibt, als auch mit kommunalen und weiteren zivilgesellschaftlichen Partnern. „Netzwerkarbeit ist das Gebot der Stunde“, fasst Bickmann zusammen. 

Darüber hinaus sieht Ragg Potenzial im Jugendengagement und in digitalen Formaten, die neue Zielgruppen erreichen können. Ihr Ziel ist eine offene, partizipative Kirchenkultur, die Menschen ermutigt, Verantwortung zu übernehmen und eigene Ideen einzubringen.