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Bundesverdienstkreuz für Wilfried Hammers aus Herzogenrath.:Die Menschen in den Mittelpunkt seines Handelns gestellt.

Wilfried Hammers (2.v.r.) erhielt jetzt von Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier (rechts) das Bundesverdienstkreuz überreicht. Auch der Herzogenrather Bürgermeister Dr. Benjamin Fadavian (links) gratulierte Hammers und seiner Frau Uschi.
Wilfried Hammers erhält das Bundesverdienstkreuz – Christlicher Glaube als festes Fundament für soziales und kulturelles Engagement
Datum:
Mi. 15. Apr. 2026
Von:
StädteRegion Aachen/Abteilung Kommunikation

Für sein jahrzehntelanges, außergewöhnliches Engagement im sozialen, kulturellen und kirchlichen Bereich ist der Herzogenrather Wilfried Hammers mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Im Haus der StädteRegion Aachen überreichte Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier die vom Bundespräsidenten verliehene Auszeichnung.

Hammers erhält den Orden für sein unermüdliches Wirken in seiner Heimatstadt und weit darüber hinaus. „Ob in der Pfarrgemeinde, beim Verein Pro Arbeit, im Sozialkaufhaus, dem DORV-Laden in Straß oder im soziokulturellen Zentrum Klösterchen – mit Ihrem enormen Einsatz haben Sie in Herzogenrath und der StädteRegion enormes bewegt“, würdigte Dr. Grüttemeier seine Verdienste. Auch Herzogenraths Bürgermeister Dr. Benjamin Fadavian betonte: „Wir sind stolz, dass wir dich an Bord haben. Du bist jemand, der verbindet und versöhnt – ein Mensch voller Tatkraft, der diese Auszeichnung völlig zurecht erhält.“

Engagement aus dem Glauben heraus

Der gebürtige Merksteiner ist seit seiner Jugend in der Kirche verwurzelt. Früh engagierte er sich in der Katholischen jungen Gemeinde (KJG), später – ab 1981 – als Geschäftsführer der KJG im Bistum Aachen. Beruflich wirkte er viele Jahre als Gemeindereferent in St. Josef, Herzogenrath-Straß.

Sein ehrenamtliches Wirken ist vielfältig und prägend:

  • Mitgründer und seit 1990 Vorsitzender des Fördervereins Arbeit, Umwelt, Kultur in der Region Aachen e.V.

  • Aufbau von Recyclingbörse, Kleider- und Bauteilmärkten sowie des Sozialkaufhauses, die Menschen neue Perspektiven und Begegnungsräume eröffnen

  • Initiator des Projekts „Tellerrand“, das Menschen aus der Einsamkeit holt und inzwischen auch Kita und OGS mitversorgt

  • Einrichtung einer „Kleinen offenen Tür“ für Kinder und Jugendliche in Straß

  • Engagement im Dachverband Pro Arbeit e. V.

Das „Klösterchen“ – ein Ort der Kultur und Begegnung

Ein besonderer Schwerpunkt seines Wirkens ist das weit über Herzogenrath hinaus bekannte soziokulturelle Zentrum „Klösterchen“, das in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiert – bis heute unter dem Vorsitz von Wilfried Hammers. Lesungen, Konzerte, Kabarett und Filmvorführungen machen das Klösterchen zu einem lebendigen Ort kultureller Teilhabe.

DORV-Laden und Erinnerungsarbeit

Mit der Gründung des DORV-Ladens in Pannesheide setzte Hammers ein weiteres Zeichen für regionale Versorgung und soziale Verantwortung. Bis 2019 leitete er den heute genossenschaftlich geführten Laden selbst.

Auch die Erinnerungsarbeit liegt ihm am Herzen: In der Arbeitsgruppe „Wider das Vergessen“ engagiert er sich für das Verlegen von Stolpersteinen, für Mahnwachen gegen Fremdenfeindlichkeit und für die Unterstützung Geflüchteter. Aktionen wie „Herz statt Hass“ prägen das gesellschaftliche Miteinander in Herzogenrath.

Dank an das Ehrenamt

In seinen Dankesworten hob Hammers die Bedeutung des gemeinschaftlichen Engagements hervor: „Es wäre nie ohne die vielen Menschen, ohne das gesamte Kollektiv gegangen. Ihnen allen widme ich die heutige Auszeichnung. Ich habe immer auf dem festen Fundament des christlichen Glaubens gestanden und versucht, die Menschen in den Mittelpunkt allen Handelns zu stellen.“

Wilfried Hammers zeigt mit seinem Einsatz beispielhaft, wie christlicher Glaube, Ehrenamt und gesellschaftliche Verantwortung zusammenwirken können.