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Neues Antragsverfahren auf „materielle Leistungen in Anerkennung des erlittenen Leids“ gestartet

Am 1. Januar 2021 ist das neue Antragsverfahren „Anerkennung von Leid“ gestartet. Die Finanzierung der auf das Bistum Aachen zukommenden Zahlungen ist gesichert, ohne dass Kirchensteuermittel verwendet werden, die Liquidität beeinträchtigt wird oder Sparmaßnahmen an anderer Stelle ergriffen werden müssen. 

Bis zum 17.02.2022 wurden 95 Betroffenen, die durch Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter des Bistums Aachen sexualisierte Gewalt erlebt haben, Zahlungen in Anerkennung des Leids gewährt.

Bis zum Dezember 2020 wurden im Bistum Aachen insgesamt 86 Anträge in Anerkennung des Leids gestellt. Die Gesamtsumme der Auszahlungen an Betroffene beläuft sich bis dahin auf 415.200 Euro. 

Seit dem 01.01.2021 (Umstellung des Verfahrens auf UKA) stellten 29 Betroffene Erstanträge in Anerkennung des Leids. Für diese Anträge liegen bis heute (18.02.2022) neun Leistungsbescheide vor, in deren Rahmen insgesamt 219.000 Euro an die Betroffenen ausgezahlt wurden. 

Ebenfalls seit dem 01.01.2021 stellten 64 Betroffene Folgeanträge, für die bis heute 54 Leistungsbescheide vorliegen. Hier wurden insgesamt 670.000 Euro an die Betroffenen ausgezahlt.

Somit wurden seit dem 01.01.2021 insgesamt 889.000 Euro in Anerkennung des Leids ausgezahlt. Die Gesamtsumme (vor und ab 01.01.2021) beläuft sich somit auf 1.304.200 Euro.

Die erforderlichen Rückstellungen sind zum 31. Dezember 2020 beim Bischöflichen Stuhl gebildet worden. Mit ihnen garantiert der Bischöfliche Stuhl, dass der Solidaritätsfonds jederzeit die Zahlungen an den Verband der Diözesen Deutschlands (VDD), der die Anerkennungsleistungen an die Betroffenen auszahlt, vornehmen kann.