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Einsetzung einer Aufarbeitungskommission geplant

Das Bistum Aachen plant, eine unabhängige Aufarbeitungskommission für sexualisierte Gewalt einzurichten. Grundlage ist die „Gemeinsame Erklärung über verbindliche Kriterien und Standards für eine unabhängige Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland“ (https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/deutsche-bischofskonferenz-und-der-unabhaengige-beauftragte-unterzeichnen-gemeinsame-erklaerung-zur-au).

Diese Vereinbarung wurde am 28. April 2020 von der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und Johannes-Wilhelm Rörig als Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) der Bundesregierung unterzeichnet. Bischof Dr. Helmut Dieser hat die von der DBK geschlossene Vereinbarung für das Bistum Aachen gegengezeichnet und veröffentlicht.

Die Aufarbeitungskommission soll unabhängig Ursachen, Strukturen und Umgang mit Tätern und Betroffenen untersuchen, Voraussetzungen für Vertuschungen transparent machen und die quantitativen Dimensionen sexualisierter Gewalt analysieren. Dazu wird sie nicht nur Akten einsehen, sondern auch Betroffene anhören. Über ihre Ergebnisse soll die Kommission regelmäßig berichten.

Das Land NRW muss zwei Mitglieder benennen – für jedes NRW- (Erz)-Bistum. Für das Bistum Aachen hat das Land NRW am 11. März 2022 mitgeteilt, dass es als unabhängige Experten für die Kommission benennt: Maria Huesmann-Kaiser und Dorothea Roggendorf (Richterin am Amtsgericht a.D.). Zwei Mitglieder werden durch den Betroffenenrat, der sich voraussichtlich im Frühjahr konstituieren soll, in die Kommission entsandt.  Das Bistum benennt drei Mitglieder.

Einrichtung Aufarbeitungskommission
Aufgaben Aufarbeitungskommission