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Herbert-Kaefer-Preis:Solidarität mit geflüchteten Menschen

Neu geschaffener Herbert-Kaefer-Preis würdigt Engagement für Geflüchtete und globale Gerechtigkeit: Preisträger sind die Flüchtlingshilfe Krefeld und Jazzgitarrist Sasan Azodi.
Kriegslager, Frau hat Kind auf dem Arm, Zelte aufgebaut
Datum:
Mi. 4. Feb. 2026
Von:
Abteilung Kommunikation

Flüchtlingshilfe Krefeld e.V. und Sasan Azodi sind erste Preisträger. Mut zur Solidarität mit geflüchteten Menschen: Dazu möchte der neue „Herbert-Kaefer-Preis für Solidarität mit geflüchteten Menschen und für globale Gerechtigkeit“ beitragen.

Zum Herbert Kaefer Preis

Als erster Flüchtlingsbeauftragter des Bistums Aachen setzte sich der katholische Pfarrer Dr. Herbert Kaefer beharrlich für die Anliegen und Rechte geflüchteter Menschen in der Stadt Aachen und auf politischer Ebene ein. Für sein außerordentliches Engagement für Solidarität, Menschenrechte und globale Gerechtigkeit wurde er 1991 mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet. Bis heute kämpft er für die Rechte geflüchteter Menschen und ihre menschenwürdige Behandlung.

Mit dem „Herbert-Kaefer-Preis für Solidarität mit geflüchteten Menschen und für globale Gerechtigkeit“ werden künftig alle zwei Jahre Personen, Initiativen und Organisationen gewürdigt, die sich in herausragender Weise für und mit geflüchtete/n Menschen einsetzen. Der Preis ehrt das Lebenswerk von Pfarrer Dr. Herbert Kaefer und steht dafür, dieses außerordentliche Engagement fortzusetzen. Er ist mit je 1000 Euro dotiert.

Denn „in Zeiten wachsenden gesellschaftlichen Drucks ist es wichtig, ein positives Zeichen für Solidarität und Menschenwürde zu setzen“, betont Teyana Lutsyk, Diözesanbeauftragte für Seelsorge mit Geflüchteten und Mitinitiatorin des Preises. Er wird in diesem Jahr zum ersten Mal von der Katholische Kirche im Bistum Aachen in Kooperation mit dem Verein Refugio e.V., dem Café Zuflucht, Amnesty International, dem Diözesanrat der Katholik*innen im Bistum Aachen, dem Ökumenischen Netzwerk Asyl in der Kirche in NRW e.V. , dem Evangelischen Kirchenkreis und dem Aachener Netzwerk für humanitäre Hilfe und interkulturelle Friedensarbeit e.V. verliehen.

 

Nach welchen Kriterien wurde entschieden?

Entscheidend waren für die achtköpfige Jury der Einsatz für Geflüchtete und globale Gerechtigkeit, die Haltung zu einer offenen Gesellschaft sowie das Engagement für Menschenrechte und Menschenwürde. „Wir haben außerdem auf Nachhaltigkeit des Engagements und Empowerment geachtet – also darauf, ob Menschen mit eigener Fluchtgeschichte sich selbst organisieren“, berichtet Teyana Lutsyk, Mitglied der Jury. 

 

Preisträger aus Krefeld und Aachen

Die Entscheidung fiel angesichts der vielen Einsendungen nicht leicht. In der Kategorie „Initiative“ gewinnt der Flüchtlingsrat Krefeld e. V. Er wurde im Jahr 1995 gegründet und setzt sich seit fast 30 Jahren für die Rechte und Teilhabe von Geflüchteten ein. Er leistet konkrete Hilfe, betreibt politische Lobbyarbeit und sensibilisiert die Öffentlichkeit für menschenrechtliche Missstände. „Besonders wichtig fanden wir Projekte wie das „Café Sara“, das auf Selbstorganisation setzt, sowie das inklusive Theaterprojekt ‚Tutti insieme‘, welches Menschen jeder Herkunft zusammenbringt, eigene Geschichten präsentiert und zur Auseinandersetzung anregt“, erläutert Teyana Lutsyk.

Als Einzelperson wird Sasan Azodi ausgezeichnet. Er ist diplomierter Jazzgitarrist mit iranischen Wurzeln, lebt in Aachen und arbeitet als Lehrer. Seit 25 Jahren verbindet er durch seine orientalische Musik unterschiedliche Welten und ermutigt junge Menschen, ihre Musik und ihre Lebensgeschichten auf die Bühne zu bringen. Er engagiert sich zudem stark für Familienzusammenführungen und hat die Proteste im Iran („Frau, Leben, Freiheit“) in Aachen musikalisch begleitet.

 

Preisverleihung

Die Preisträger wurden am 4. Februar, dem Tag der Geschwisterlichkeit, offiziell bekannt gegeben. Die Preisverleihung findet am Freitag, 20. März um 17 Uhr, anlässlich der Internationalen Woche gegen Rassismus im Nell-Breuning-Haus in Herzogenrath statt.

 

 

Emblem Herbert Kaefer Preis

Zum Herbert Kaefer Preis

Als erster Flüchtlingsbeauftragter des Bistums Aachen setzte sich der katholische Pfarrer Dr. Herbert Kaefer beharrlich für die Anliegen und Rechte geflüchteter Menschen in der Stadt Aachen und auf politischer Ebene ein. Für sein außerordentliches Engagement für Solidarität, Menschenrechte und globale Gerechtigkeit wurde er 1991 mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet. Bis heute kämpft er für die Rechte geflüchteter Menschen und ihre menschenwürdige Behandlung. 

Mit dem „Herbert Kaefer Preis für Solidarität mit geflüchteten Menschen und für globale Gerechtigkeit“ werden künftig alle zwei Jahre Personen, Initiativen und Organisationen gewürdigt, die sich in herausragender Weise für und mit geflüchtete/n Menschen einsetzen. Der Preis ehrt das Lebenswerk von Pfarrer Dr. Herbert Kaefer und steht dafür, dieses außerordentliche Engagement fortzusetzen. Er ist mit je 1000 Euro dotiert. 

Diözesanbeauftragte für Seelsorge mit Geflüchteten und Ansprechpartnerin für den Herbert- Kaefer Preis

„Uns ist wichtig, ein positives Zeichen zu setzen. In Medien und Politik wird das Thema oft populistisch oder negativ dargestellt. Wir möchten engagierten Menschen Mut machen, denn viele verlieren unter dem gesellschaftlichen Druck den Glauben an die Wirksamkeit ihres Einsatzes oder fragen sich, ob sich ihr Engagement noch lohnt.“

 
Tetyana Lutsyk