Kreuzweg für die Schöpfung von Lützerath nach Büchel

Pax Christi Aachen lädt zur Teilnahme ein

Kreuzweg-Gorleben-Garzweiler (c) Quellenangabe Kreuzweg-Gorleben-Garzweiler.de
Kreuzweg-Gorleben-Garzweiler
Datum:
Mo. 3. Juli 2023
Von:
Pax Christi Aachen

Vom 7. bis 16. Juli findet der zweite "Kreuzweg für die Schöpfung" statt. Das "Gorlebener Kreuz", welches mit dem ersten Kreuzweg 2021 von Gorleben nach Lützerath getragen wurde, geht nun - nach seiner Räumung im Januar - nach Büchel, dem Standort amerikanischer Atomwaffen.

Der Kreuzweg ist offen für alle, die sich einsetzen für die Bewahrung der Schöpfung und ein gutes Leben in Fülle für alle - unabhängig von religiöser Überzeugung oder spiritueller Praxis. Eine Teilnahme ist für ein paar Stunden, einen Tag oder die gesamte Strecke - ohne Vorbedingung, ohne Anmeldung – möglich.

Folgende Veranstaltungen sind geplant:

  • Freitag, 7. 7. 23, 10 h, Prozession und Auftakt-Gottesdienst
    Treffpunkt: Mahnwache in Holzweiler (Alte Schule)
    We are the seeds!
    Wir gehen in Prozession in die Richtung, in der einmal Lützerath war. Gemeinsam nehmen wir Abschied – und machen uns mit den Erfahrungen und der Kraft Lützis erneut auf den Weg.

  • Samstag, 8. 7. 23, ca. 14 h, Andacht am Aussichtspunkt terra nova forum, Elsorf
    Terra Nova – die neue Welt??
    Nirgends ist die ungeheure Zerstörung durch den Tagebau offensichtlicher als an diesem Ort – und selten wird die unfassbare Hybris der herrschenden Wirtschaftsordnung deutlicher als in seinem Namen: terra nova!

  • Sonntag, 9. 7. 23, 9:30-11 h, Workshop im Zukunftscamp von IPPNW und ICAN in Düren-Birkesdorf
    Die „Lützi Experience“ – wichtig für andere Bewegungen?
    Welche Erfahrungen, welche Veränderungen haben die Widerstands-Jahre in Lützerath bewirkt? Und wie können andere Bewegungen davon profitieren? Welche Bedeutung hat Vernetzung und Kooperation – und wo sind deren Grenzen? Das sind Fragen, die wir in dieser Gesprächsrunde mit euch diskutieren möchten.

  • Sonntag, 9. 7. 23, ca. 16 h, Gottesdienst vor dem Fliegerhorst Nörvenich
    und ab 20 h Nachtwache an der Kapelle Oberbolheim
    Schwerter zu Pflugscharen!
    An diesem Ort, an dem derzeit auch die Tornado-Staffel aus Büchel stationiert ist – dort wird für die neue Atomwaffen „modernisiert“ – treffen Klimazerstörung durch den Militarismus und die Bedrohung durch Atomwaffen zusammen. Und auch die Thematik von Vertreibung und Heimatvernichtung kehrt hier wieder: Das Dorf Oberbolheim wurde 1969 für den Fliegerhorst abgerissen, die Menschen „umgesiedelt“, nur die alte Dorfkirche blieb erhalten.

    Im Anschluss an den Gottesdienst laden wir zum gemeinsamen Picknick an die (nur wenige Schritte vom Haupteingang entfernte) Kapelle und ab 20 h zu einer Liturgischen Nachtwache ein, mit Liedern, Texten, Gesprächen.

  • Dienstag, 11. 7. 23, ca. 12 h, Andacht vor dem „Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr“ (neben der Mercator-Kaserne), Euskirchen
    „Selig sind die, die für den Frieden arbeiten.“
    Kriege werden heute nicht mehr auf Truppenübungsplätzen vorbereitet, sondern überwiegend in harmlos wirkenden „Forschungseinrichtungen“. Wir erinnern an Borchert: „Du. Forscher im Laboratorium. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst einen neuen Tod erfinden gegen das alte Leben, dann gibt es nur eins: Sag NEIN!“

  • Mittwoch, 12. 7. 23, 13 h, Gottesdienst in der ev. Kirche Bad Münstereifel
    Gedenken an die Flutopfer – hier und weltweit
    Ökumenischer Gottesdienst gemeinsam mit den Kirchengemeinden der Stadt, in der die Flutschäden noch immer deutlich zu sehen sind. Anschließend ein thematischer Stadtrundgang (angefragt).