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Kirchenstatistik:Junge Menschen lassen sich wieder firmen

Kirchenstatistik 2025: Mehr Menschen suchen wieder Kontakt zur Kirche – besonders in Gottesdiensten, Firmungen und neuen pastoralen Räumen.
Jan Nienkerke
Datum:
Mo. 16. März 2026
Von:
Abteilung

Aachen. Mehr als 40 Prozent der Menschen im Bistum Aachen sind Mitglied der katholischen Kirche. Zwar hat sich die Gesamtzahl 2025 um 2,5 Prozent auf 844.764 Katholikinnen und Katholiken reduziert. Im Vergleich zu den Jahren zuvor hat sich die Kurve jedoch abgeflacht.  

“Wir nehmen die Entwicklung seit Jahren sehr ernst. Unsere Antwort auf sie ist, neue Formen des kirchlichen Miteinanders zu etablieren”, sagt Generalvikar Jan Nienkerke. Besonders bei den Bildungsangeboten im Kita- und Schulbereich verzeichnet das Bistum Aachen seit Jahren eine höhere Nachfrage als durch vorhandene Angebote abgedeckt werden kann. 


"Als Kirche stehen wir nachdrücklich für eine demokratische Gesellschaft, in der Freiheit und Verantwortung untrennbar miteinander verbunden sind”, so Nienkerke. Die neu geschaffenen 44 Pastoralen Räume im Bistum Aachen sollen die Weiterentwicklung und Entstehung neuer Orte von Kirche befördern, in denen Menschen sich austauschen und Glauben leben können.  

2025 sind 11.222 Mitglieder ausgetreten, 65 Menschen neu eingetreten. 160 zuvor ausgetretene Mitglieder sind wieder aufgenommen worden. 


Die Anzahl der Gottesdienstbesucher (39.130) bleibt mit einem Plus (0,6 Prozent) nahezu konstant. Innerhalb des Bistums zeigen sich unterschiedliche Entwicklungen. So suchen in der Region Kempen-Viersen deutlich mehr Menschen (plus 12,2 Prozent) den Gottesdienst auf, obwohl die Zahl der Kirchenmitglieder insgesamt zurückgegangen ist. In Düren ist die Entwicklung ebenfalls positiv (knapp acht Prozent plus). Auch in der Eifel besuchen mehr Katholikinnen und Katholiken den Gottesdienst. Bei den Firmungen ist ein deutlicher Anstieg von 15,4 Prozent auf 3.206 zu verzeichnen. Die Zahl der Taufen (4.692) ist dagegen rückläufig (minus 6,7 Prozent). 6.177 Kinder gingen zur Erstkommunionen (minus 1,2 Prozent).


Vor den Traualtar sind 662 Paare (Vorjahr 857) getreten. Darunter 79 Paare, die zuvor nicht standesamtlich geheiratet haben. 8.127 Menschen wurden kirchlich bestattet. Das waren 1.102 weniger oder 11,9 Prozent als im Jahr zuvor.