Die Ukrainerin Natalija beschreibt ihre Erwartungen und Hoffnungen angesichts von Krankheit und Krieg :„Ich habe eine große Hoffnung für diese Welt“

Mein Name ist Natalja. Ich komme aus der Ukraine, aus der Stadt Charkiw. Ich habe eine große Hoffnung für diese Welt: Dass es in meiner Heimat eines Tages wieder friedlich sein wird, dass dieses grausame, monströse Blutvergießen aufhört. Dass keine Menschen mehr durch den Krieg sterben müssen. Und dass Familien nach Hause zurückkehren können und Kinder ohne Angst vor dem Krieg aufwachsen können.
Ich hoffe sehr, dass die Ukraine standhaft bleibt, ihre Stärke, ihre Grenzen, ihre Würde und ihre Unabhängigkeit bewahrt. Dass Tage kommen werden, an denen Familien wieder vereint sind, an denen man nicht mehr in Erwartung von Nachrichten leben muss, sondern Pläne für eine glückliche Zukunft schmieden kann.
In Erwartung von Weihnachten glaube ich, dass sich über der Ukraine ein friedlicher Himmel auftun wird, dass Erneuerung, Heilung und der lang ersehnte Frieden kommen werden! Und mit diesem Glauben gehe ich weiter voran – Schritt für Schritt, mit einer Hoffnung, die selbst in den schwierigsten Tagen wärmt.
Ich bin 44 Jahre alt und habe Krebs. Die Vorweihnachtszeit ist immer voller Freude und Hoffnung auf ein glückliches weiteres Leben. Wie ein Lichtstrahl, der die Dunkelheit durchbricht. Dieser Lichtstrahl ermöglicht es, auf das zu hören, was im Herzen lebt. Doch in diesem Jahr sind meine Erwartungen besonders zerbrechlich. Ich erwarte, dass jeder neue Tag einen kleinen Schritt nach vorne bringt und dass der Lichtstrahl nicht erlischt. Ich hoffe und erwarte sehr meine Genesung – ein Wunder, das nicht sofort, sondern allmählich kommt, wie ein neuer Tag. In dieser Vorweihnachtszeit bete ich, glaube ich und gehe weiter voran. Ich hoffe, dass ich genug Kraft haben werde, um alle Schwierigkeiten des Lebens zu überwinden.
Ich danke Gott, meinen Verwandten und den mir nahestehenden Menschen und allen, die mir zur Seite stehen und mich unterstützen, auch wenn ich keine Kraft mehr habe. Für mich ist das eine weitere Bestätigung dafür, dass es viel Gutes in dieser Welt gibt!