Nur ein Wort ...

Impuls für Februar von Sr. Anna-Maria Lagade OP, Schwalmtal-Waldniel

GeistlicherImpulsBildSrAnna-Maria2 (c) privat
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Fr, 1. Feb 2019
Ordensbüro

Hanna fastet und betet seit Jahren. Zu ihr in den Tempel kommt Jesus, das Wort Gottes. Dann preist sie Gott und verkündet sein Wort. Simeon wartet auf die Erfüllung des Wortes. Mit Jesus nimmt er das lebendige Wort auf seine Arme und lobt Gott, denn seine Augen haben das Heil gesehen. Simeon traut seinen Augen.

Warten Sie auf das Wort, das Ihre Seele gesund macht?

Ein einziges Wort kann das. Die Grabinschrift unserer Gründerin Mutter Henri Dominique (27.02.1907) lautet: „Mit ihr wuchs die Barmherzigkeit.“ Das ist ihr Wort: „Barmherzigkeit“. Mit diesem Wort verbinde ich ein positives Gefühl. Es klingt nach harmonisch und warm. Auch nach arm, also ohne Firlefanz und nach ganz viel Herz. Weich und zart ist dieses Wort. Ich fühle mich geborgen.

Finden Sie heraus, wie Ihr Wort heißt. Dies eine Wort, das heilt. Das zu mir ganz persönlich spricht und meine Seele gesund macht an diesem Tag, in diesem Monat, in meinem Leben. – Aber suchen wir auch nach dem Wort, das durch mich spricht und durch das ich für andere heilsam werde?

Im synodalen Gesprächs- und Veränderungsprozess, „Heute bei Dir“ erwarten wir alle zusammen das Wort. Könnte es das Wort Vertrauen sein? Es erinnert an Traute haben, sich trauen, trauen = Glauben schenken, Zutrauen finden, getraut sein im Sinne von Verbundenheit, betrauen oder anvertrauen. Ist es möglich, dass wir am Ende sagen: „Mit diesem Prozess wuchs das Vertrauen“? Ja, es ist möglich, denn wir dürfen vertrauen, dem der uns vertraut. Bedingungslos.

Sr. Anna-Maria Lagade OP