Zum Inhalt springen

Finanzielle Förderung

Energiesparende und klimaschonende bauliche und technische Maßnahmen erfordern manchmal höhere Anfangsinvestitionen als energieintensive Standard-Lösungen. Trotzdem lohnt sich über die Lebensdauer der Anlagen häufig die sparsame Variante. Um Anfangsinvestitionen für die Gebäudeeigentümer zu verringern und die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen, können Fördermittel für Energiesparmaßnahmen beantragt werden.

 

Dämmung und Photovolatikanlage am Pfarrheim in Eschweiler

Programm „Klimaneutrale Pfarrheime und Gemeindezentren“ des Bistums Aachen

Eine dauerhafte Senkung des Energiebedarfs und der Einsatz erneuerbarer Energien für Heizung und Strom ist in Gebäuden notwendig, um mittel- und langfristig den steigenden Energiekosten und gesellschaftlichen Herausforderungen begegnen zu können. Die folgenden Jahre sollen genutzt werden, um Gebäude mit klarer zukünftiger Bedeutung für das kirchliche Leben als erstes zum Teil eines klimaneutral und nachhaltig bewirtschafteten Gebäudebestands zu machen. Bis spätestens 2040 soll dies laut Ergebnissen des Heute bei Dir-Prozesses für den gesamten Bestand erreicht sein.

Der Umbau stellt eine große finanzielle Herausforderung dar. Im Januar 2023 wurde das Programm „Klimaneutrale Pfarrheime und Gemeindezentren“ gestartet. Aus diesem soll der Umbau von ausgewählten Pfarrheimen und Gemeindezentren auf einen zukunftsfähig nutzbaren und klimaneutralen Stand mit finanziert werden.

Jeder pastorale Raum wird dabei mit 80 % der Kosten, maximal 500.000 €, für die Herrichtung eines Gebäudes auf einen klimaneutralen Stand unterstützt. Begleitet werden die Maßnahmen durch Energieeffizienzexperten.

Die Leitlinie zur Mittelvergabe und Förderbedingungen finden Sie hier.

Leitlinie "Klimaneutrale Pfarrheime und Gemeindezentren"

Ihr Ansprechpartner: Klaus Kaulard, Architekt im Bischöflichen Generalvikariat.

Decken für Gottesdienstbesucher in einer Kirche

Förderung von alternativer Temperierung in Kirchen im Bistum Aachen

Zahlreiche Möglichkeiten effektiver alternativer Wärmequellen für die Gottesdienstteilnehmer stehen bei Absenkung der Grundtemperatur der großen Kirchenheizungen und Beibehaltung dieser Temperatur bei Gottesdiensten zur Verfügung. So werden angenehme Gottesdiensttemperaturen und Energieeinsparung kombiniert. Die Spannweite reicht von beheizbaren Sitzkissen bis hin zu Infrarot Deckenstrahlern, die in die Beleuchtung integriert sind. Das Bistum Aachen stellt finanzielle Unterstützung für die Anschaffung der Systeme zur Verfügung. Melden Sie sich zur Beratung und Mittelbeantragung bei der Referentin für Klima- und Umweltschutz (siehe Ansprechpartner).

Hinweise auf förderfähige Posten wie Sitzkissenheizungen, Datenlogger und Co. sowie die Förderkonditionen finden Sie in der

„Leitlinie zur Förderung von alternativer Temperierung in Kirchen im Bistum Aachen“

Haus

Zusatzförderung energiesparender Maßnahmen durch das Bistum Aachen - Energiefonds

In Verantwortung für die Schöpfung hat das Bistum Aachen einen Energie-Fonds eingerichtet. Ziel ist es, Mittel zur (Mit-) Finanzierung energetischer Sanierungsmaßnahmen und zur Nutzung regenerativer Energien zur Verfügung zu stellen, um eine dauerhafte Reduzierung des Energieverbrauchs der Immobilien in den Kirchengemeinden im Bistum zu erreichen. Die Förderung erfolgt zusätzlich zu öffentlichen Zuschüssen und unabhängig von der Inanspruchnahme der Instandhaltungsrückstellung.

Gefördert werden Maßnahmen an Kindertagesstätten und an pastoral genutzten Gebäuden, für die laut Immobilienkonzept Rückstellungen für Instandhaltung gebildet werden. Bis zum Vorliegen des Immobilienkonzepts gilt die Förderung für „grüne“ Gebäude laut KIM-Prozess. Antragsberechtigt sind Kirchengemeinden, Vereine als Träger von kirchlichen Einrichtungen und kirchliche Kindergartenträger in der Rechtsform der GmbH oder des Kirchengemeindeverbandes.

Für folgende Maßnahmen kann eine Förderung beantragt werden:

  • Photovoltaikanlagen
  • Batteriespeicher für Photovoltaikanlagen
  • Heizung mit erneuerbaren Energieträgern
  • Heizungsoptimierung mit Heizlastberechnung und Durchführung des hydraulischen Abgleichs
  • Ersatz von Pumpen durch Hocheffizienzpumpen, Einbau von voreinstellbaren Thermostatventilen, Strangventilen, Technik zur Volumenstromregelung, Pufferspeichern und Verbesserung der Regelungstechnik
  • Monitoring zur Verbesserung von durchgeführten Maßnahmen
  • Umstellung auf energetisch effizientere Form der Warmwasserbereitung
  • Einbau von Wärmemengen- und Zwischenzählern zur Etablierung von Energiecontrolling
  • Dämmmaßnahmen (auch Fenstererneuerung)
  • Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung
  • Ersatz vorhandener Beleuchtung durch LED-Beleuchtung
  • Energieberatung für Nichtwohngebäude durch Energieberater

Anträge können per E-Mail bei der Referentin für Klima- und Umweltschutz gestellt werden (siehe Ansprechpartner). Weitere Hinweise zur Antragstellung, Förderkriterien und Förderhöhen finden Sie auf CoMap und in der Energiefondsrichtlinie des Bistums Aachen. Die Ansprechpartner des Energiemanagements stehen für Fragen zur Verfügung.

Energie-Fonds-Richtlinie 

Fördernavi

Öffentliche Fördermittel

Für viele Maßnahmen zur Energieberatung und energetischen Verbesserung des Gebäudebestandes gibt es Fördermittel vom Bund oder vom Land NRW, z. B. vergibt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Zuschüsse für die Heizungsoptimierung (hydraulischer Abgleich, Pumpentausch). Insbesondere für den Heizungstausch sind die Förderungen aus der Bundesförderung effiziente Gebäude über die KfW lohnend. Auch Kirchengemeinden können bei vielen Programmen Fördermittel beantragen und so ihren Eigenanteil an den Kosten für Baumaßnahmen verringern.

Oft ist es nicht leicht, die passenden Fördermittel für das eigene Vorhaben zu finden. Hilfreich sind dabei Förderdatenbanken, bei denen Sie nach Eingabe Ihrer Kriterien mögliche Förderprogramme angezeigt bekommen.

Eine gute Übersicht inklusive Erklärungen gibt es beim Förder-Navi der NRW energy4climate. Mit der Angabe „Gemeinnützige Organisation“ erhalten Sie Programme, bei denen auch Kirchengemeinden Anträge stellen können.

Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie Unterstützung bei der Fördermittelsuche benötigen.