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Beim Gespräch mit jungen Christinnen und Christen steht Bischof Helmut Dieser Rede und Antwort:Zwischen Eucharistie und persönlichem Werdegang

Die Jugendkatechese-Gruppe „Gaudete“ im Pastoralen Raum Herzogenrath
Datum:
Mi. 20. Mai 2026
Von:
Abteilung Kommunikation

Um nichts Geringeres als die Eucharistie ging es beim Treffen des Bischofs mit der Jugendkatechese-Gruppe „Gaudete“ im Pastoralen Raum Herzogenrath. Seit dem Weltjugendtag 2016 in Krakau treffen sich die jungen Christinnen und Christen der Gruppe regelmäßig, um sich im Glauben weiterzubilden und Christus im Allerheiligsten anzubeten. Im Rahmen seiner Visitation kam Bischof Helmut Dieser ihrer Bitte im Vorfeld nach, eine Katechese zu halten. Als Thema wählte er die Eucharistie und spannte einen Bogen vom Begriff und den Ursprüngen der Messe im Abendmahl Jesu bis hin zur Feier der heiligen Messe heute. Er betonte, dass die Feier der heiligen Messe ein gemeinschaftliches Handeln der gesamten Kirche und nicht nur ein Handeln des Priesters sei. Anhand der Osterpräfation: „Er selbst ist der Priester, der Altar und das Opferlamm“ (Osterpräfation V) verdeutlichte der Bischof die Hingabe Jesu, die in jeder Wandlung durch den Heiligen Geist gegenwärtig wird. Abschließend veranschaulichte der Bischof seine Ausführungen anhand seines persönlichen Primizkelchs, auf dem unter anderem die „Hochzeit des Lammes“ dargestellt ist. Die jungen Zuhörerinnen und Zuhörer beschäftigte darüber hinaus die spirituelle Bedeutung der Kommunion.  Außerdem hatten sie Fragen zur Ökumene und Liturgie, die der Bischof gerne beantwortete: Brauchen wir noch Sakramente im Himmel? Können wir als Katholikinnen und Katholiken an den Sakramenten der Orthodoxen Kirche teilnehmen? 


Interesse zeigten die rund 30 Jugendlichen und jungen Erwachsenen besonders an Bischof Helmuts persönlichem Werdegang. 

Wie war es, Ihre erste Messe zu feiern? 
„Es war unheimlich bewegend“, beschrieb Bischof Helmut rückblickend seine Gefühle bei seiner Primiz am 9. Juli 1989. Die anschließende Kaplanszeit in St. Laurentius Ahrweiler seien „wunderschöne Jahre“ gewesen, in denen er sich in der Gemeindearbeit und in der Arbeit mit Jugendlichen am richtigen Platz gefühlt habe.

Wie wird man (Weih-) Bischof? 
„Bischof war nie mein Ziel“, erläuterte Helmut Dieser. Er sei gerne in der Seelsorge tätig gewesen, auch als ihm eine Promotion vorgeschlagen wurde. Er willigte nur unter der Bedingung ein, dass dies keine rein akademischen Laufbahn bedeuten würde, da er nicht dauerhaft an der Universität bleiben wollte. Später sei er dann in der Priesterausbildung, als Lehrbeauftragter für Homiletik und als Pfarrer in Adenau tätig gewesen. Die Nachricht, dass der Papst ihn zum Weihbischof ernannt hatte, überbrachte ihm sein langjähriger Freund Bischof Stephan Ackermann bei einem persönlichen Besuch

Welche Aufgaben hat man als Bischof? 
Als Bischof habe er geistliche und administrative Aufgaben. „Nichts, was gar nicht meins wäre“, erklärt er den jungen Menschen. Allerdings müsse er bei der Fülle der Aufgaben auf sich achten. „Ich brauche eine gute Mischung von Begegnung und Schreibtisch.“ Seine Aufgabe sei es, Dinge zusammenzuhalten - mühsam empfinde er die Vermittlung bei Konfliktsituationen im Bistum. Als Kraftquelle für seine Arbeit diene ihm dabei das Gebet am Morgen.

Wer ist Ihr Lieblingsheiliger?
„Antonius von Padua. Der hat mich schon mehrfach gerettet“. Aber auch Kamillus von Lellis, ein Heiliger mit einer großen Liebe zu Kranken, sei ihm wichtig.