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Jerome Giesen organisiert seit Jahren das Ferienlager der KjG St. Hubert. :Rekordhalter aus Leidenschaft

Die Ferienfahrten der KjG St. Hubert führen traditionell in Selbstversorgerhäuser
Datum:
Mi. 22. Apr. 2026
Von:
Abteilung Kommunikation

Mit 25 Jahren gilt er bereits als Urgestein des Ferienlagers der KjG St. Hubert in Kempen: Jerome Giesen. Seit seinem sechsten Lebensjahr nimmt er teil, seit seiner Jugend übernimmt er Verantwortung, und seit 2019 gehört er zum Organisationsteam der zweiwöchigen Sommerfreizeiten. „Ich bin quasi Rekordhalter“, sagt er. Was er als einfacher Teilnehmer begann, ist für ihn längst zum Herzensprojekt geworden. Die Ferienfahrten der KjG St. Hubert führen traditionell in Selbstversorgerhäuser, dieses Jahr nach Sottrum in Norddeutschland – nahe dem Heidepark und dem Klimahaus Bremerhaven. Zwischen 30 und 35 Kinder finden Platz. „Seit der Corona-Pandemie sind die Anmeldezahlen leider zurückgegangen“, sagt Giesen. Trotzdem bleibt das Team motiviert: Acht Personen übernehmen in diesen Sommer die Leiterfunktion. Darunter sind zwei Ehemalige, die kürzlich ihre Jugendleiter-Schulung („Juleica“) in Aachen abgeschlossen haben. 

Ein Gala-Abend mit Kultstatus

Das Ferienlager begeistert Jugendliche mit Abenteuern, Gemeinschaft und Selbstständigkeit. Die Kinder übernehmen Dienste in Küche und Haus, reflektieren abends im „Buddy-System“ ihren Tag und erleben Klassiker wie das Geländespiel „Stratego“. Ein Highlight ist der Gala-Abend: Alle machen sich schick und bilden – unabhängig vom Geschlecht – Paare für Essen und Tanz. Ein Versuch, das Format als „Captain’s Dinner“ ohne Paare zu modernisieren, scheiterte am Widerstand der Jugendlichen. „Sie wollten unbedingt das Original behalten“, erzählt Giesen. 

Teilhabe für alle – dank Sozialbeiträgen 

Trotz aller Leidenschaft bleibt die Kostenfrage eine Herausforderung: 500 bis 530 Euro für zwei Wochen schrecken manche Familien ab. Jerome Giesen investiert daher viel um Fördergeld zu beantragen. „Mir ist wichtig, dass niemand aus finanziellen Gründen zu Hause bleiben muss“, betont er. Deshalb bietet die KjG Sozialbeiträge an – ein Prinzip, das Giesen aus eigener Erfahrung kennt und weitergeben möchte. 

Auch der Umgang mit digitalen Medien wie dem Smartphone beschäftigt das Team. Nach einer Phase mit gelockerten Regeln, in der viele Kinder „nur noch am Bildschirm hingen“, hat das Team die Bildschirmzeit wieder auf eine Stunde pro Tag begrenzt. Trotz aller Herausforderungen bleibt seine Motivation ungebrochen. Die KjG wurde für ihn in einer schweren Zeit zur „Wahlfamilie“. „Ich möchte etwas zurückgeben,“ sagt Giesen. Und genau das tut er.