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„Kirche vor Ort muss bleiben, solange es möglich ist.“

Herbert Naurath (links) ist ehrenamtliches Mitglied im Leitungsteam des Pastoralen Raums Herzogenrath.
Datum:
Mi. 6. Mai 2026
Von:
Abteilung Kommunikation

Herbert Naurath ist ehrenamtliches Mitglied im Leitungsteam des Pastoralen Raums Herzogenrath

Herbert Naurath ist seit Jahren eine feste Größe in der Gemeinde „Christus unser Friede“. Der Kohlscheider gehörte in jeder Wahlperiode dem GdG-Ratsvorstand an, organisierte die technische Übertragung von Gottesdiensten und Konzerten – besonders während der Corona-Pandemie – und leitete drei Erstkommunionkurse als Katechet. Zudem engagiert sich der 52-jährige Sonderpädagoge als Elternvertreter der Pfadfinder, betreut die Facebookseite der Gemeinde und war Ansprechpartner für das Taizégebet. Wir sprachen mit ihm über seine neue Rolle in der Leitung des Pastoralen Raums Herzogenrath gemeinsam mit Pfarrer Heinz Intrau, Pastoralreferent Klaus Aldenhoven und Gemeindereferent Mario Hellebrandt.

Wie sind Sie in die Leitung des neuen Pastoralen Raums gekommen?

Christoph Brepols und ich wechselten aus dem alten GdG-Ratsvorstand in den neuen Rat. Damit die Pfarre „Christus unser Friede“ als größte Gemeinde im Pastoralen Raum an der Leitung beteiligt ist, war uns wichtig, dass einer von uns in den Vorstand des neuen Rates und der andere in die Leitung geht. Denn unsere Gemeinde sollte in beiden Gremien vertreten sein. Bei der konstituierenden Sitzung haben wir unsere Bereitschaft erklärt und wurden gewählt.

Was reizt Sie an der neuen Aufgabe?

Durch meine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit in ganz unterschiedlichen Gremien, Institutionen und Gemeinden finde ich es sehr spannend, jetzt etwas Neues zu machen. Vor allem begeistert mich die große Vielfalt im Pastoralen Raum. In St. Gertrud entsteht Beeindruckendes, in Straß ebenso, und auch an den beiden Rändern – in Kohlscheid und Merkstein – entwickelt sich vieles auf sehr schöne Weise. Diese Vielfalt habe ich so noch nirgendwo erlebt. Andere Pastorale Räume sind längst nicht so gemischt und bunt. Hier ist wirklich alles im Angebot – und genau darin liegt für mich eine große Chance.

Welche Aufgaben werden Sie konkret in der Leitung übernehmen?

Das ist noch nicht festgelegt. Ich möchte an wichtigen Entscheidungen mitwirken, besonders bei Themen wie Sakramente, Caritas, Jugendarbeit, Pfadfinder und der Präsenz der Kirche vor Ort. Mir liegt daran, den Austausch und das Zusammenwachsen der vier Pfarren zu fördern und dem Ehrenamt eine Stimme zu geben. Dazu gehören praktische Schritte wie gegenseitiges Kennenlernen, Unterstützung bei besonderen Anlässen oder gemeinsame Feste und Gottesdienste. Kirche vor Ort muss bleiben, solange es möglich ist. Ich bringe gern unkonventionelle Ideen ein, halte Kontakt zu den Aktiven und trage ihre Anliegen ins Leitungsteam.

Wie erleben Sie das Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamt in der Leitung?

In „Christus unser Friede“ war dieses Zusammenspiel sehr intensiv – der GdG-Rat und sein Vorstand prägten die Gemeinde maßgeblich. Im neuen Pastoralen Raum stehen wir noch am Anfang. Der neue Rat tagt im Vergleich seltener. Bei dringenden Entscheidungen – etwa in der Katechese, bei Messfeiern oder Hospitationen – wurde er bisher eher informiert als einbezogen. Meine ehrenamtliche Leitungsrolle zeigt sich vor allem daran, dass ich durch eine Vielzahl von Mails zahlreiche Informationen bekomme, so viele, dass ich kaum hinterherkomme. Mitentscheidungen gab es bisher noch nicht. Ein noch zu erstellender Geschäftsverteilungsplan und die Beschreibung von Entscheidungswegen werden dies klären.