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Die kfd St. Helena prägt das Gemeindeleben:Glaube, Gemeinschaft und Karneval

Der Vorstand der kfd St. Helena freute sich über den Besuch und die wertschätzenden Worte des Weihbischofs.
Datum:
Mi. 17. Juni 2026
Von:
Nicole Kuckartz-Cremer

In einer Zeit wachsender Einsamkeit in der Gesellschaft zeigt eine Gruppe engagierter Frauen beim Besuch von Weihbischof Karl Borsch, wie lebendig und wichtig eine starke Gemeinschaft sein kann. Die katholische Frauengemeinschaft (kfd) St. Helena ist mehr als ein religiöser Zusammenschluss: Sie bietet Austausch, Hilfe und Freude.


„Gemeinschaft ist das A und O“


Für die Mitglieder der kfd steht das Miteinander im Zentrum. Dieser Zusammenhalt zeigt sich besonders in schweren Zeiten. Eine Frau berichtet, dass sie nach dem Tod ihres Mannes vor drei Jahren viel Rückhalt in der kfd fand. Zuhören, sich austauschen und voneinander lernen sind wertvoll, wenn man die Probleme der anderen kennt. „Gemeinschaft ist das A und O. Das Wesen der Kirche ist Gemeinschaft untereinander und besonders mit Gott“, bestärkte Weihbischof Borsch die Frauen. Die Helferinnen der kfd St. Helena beweisen, dass eine Gemeinschaft, die auf Vertrauen, geteilten Werten und Unterstützung basiert, ein unschätzbarer Anker für den Einzelnen und das Dorf ist.


Ein Programm, das verbindet


Das Spektrum der Aktivitäten, welches die Helferinnen für die rund 130 Mitglieder des Verbandes ermöglichen, ist beeindruckend. Neben Rosenkranzgebeten für den Frieden, der regelmäßigen Frauenmesse und Seniorennachmittagen organisiert die kfd Wanderungen und Radtouren. Ein jährlicher Ausflug, ein besinnlicher Nachmittag im Kloster Mariendonk und der Weltgebetstag der Frauen gehören fest zum Programm. Ein besonderes Highlight ist der von der Vorsitzenden Elisabeth Steffens-mies initiierte Fastenpilgerweg, der durch ein Naturschutzgebiet führt. Auch das Feiern kommt nicht zu kurz: Die Karnevalsveranstaltung mit drei Sitzungen im Januar gilt als großes Highlight, für das ab Dezember mit viel Herzblut geprobt wird. Dass die kfd das Gemeinwohl im Blick behält, zeigt eine beeindruckende Geste: 1.000 Euro aus dem Erlös gingen kürzlich an ein Kinderhospiz.


Keine Angst vor der Zukunft


Trotz reger Aktivität steht die Gemeinschaft vor Herausforderungen. Etwa die Hälfte der Mitglieder ist über 70 Jahre alt, und es fällt schwer, jüngere Frauen für die ehrenamtliche Mitarbeit zu gewinnen, da sie beruflich stark eingebunden sind. Dieses Problem hört Weihbischof Karl Borsch nicht zum ersten Mal. Hinsichtlich der schwindenden Kirchenstrukturen bleibt er hoffnungsvoll und nutzt das Bild eines Waldes, der zwar nicht mehr so grün wird wie früher, an dessen Boden aber viel Neues wächst. Er betont: „Wir brauchen keine Angst zu haben. Es wird noch manches zusammenbrechen, was uns lieb und teuer ist, aber es wird Neues wachsen.“