Zum Inhalt springen

Bischof Helmut Dieser besucht Familienzentrum in Herzogenrath:Ein „altes Schätzchen“ mit großem Herz

Bischof Dieser besucht Familienzentrum St. Willibrord in Herzogenrath
Datum:
Do. 11. Juni 2026
Von:
Abteilung Kommunikation

Wenn ein Bischof mit Kindergartenkindern über den Unterschied zwischen Nikolaus und Weihnachtsmann spricht, ist Visitationszeit. Kürzlich besuchte Bischof Helmut das zertifizierte Familienzentrum St. Willibrord in Herzogenrath – eine dreigruppige Einrichtung, die mit herzlicher Atmosphäre und tief verwurzeltem christlichem Profil beeindruckt. 

Mehr als nur Betreuung 

Der Besuch zeigte: Das Familienzentrum ist weit mehr als eine Betreuungsstätte. Es dient als „Schnittstelle zur Pastoral“ und bietet einen und einen Ort, an dem junge Familien Kirche und Glaubensfragen in Kontakt kommen können. Ein Ort von Kirche, der durch ein engagiertes Team und eine starke lokale Verwurzelung überzeugt.
Schon beim Empfang wurde deutlich, dass religiöse Erziehung hier kein bloßes Lippenbekenntnis ist. Mit Begeisterung sangen die Kinder: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Bischof Helmut hatte sichtlich Freude im Gespräch mit den Kindern und erklärte den aufmerksamen Zuhörern: „Jesus ist im Himmel und immer auch bei uns“. Rührend war der Moment, als die Kinder erklärten, wo sie Gott spüren. Während der Bischof vom Herzen sprach, kam aus der Kinderschar die spontane Ergänzung: „In unserem Bauch. Überall“. 

Glaube, der berührt 

Für das pädagogische Team ist genau das der Kern ihrer Arbeit. „Glaube geht übers Gefühl“, erklärt Sonja Patzer, die pädagogische Leitung aller Kitas des Trägers. Kinder sollen sich willkommen und angenommen fühlen, wie sie sind. „Jetzt hier in den Einrichtungen wird der Samen für den Glauben gesät“. Die Kita setzt auf eine „Qualität aus christlicher Überzeugung“. Vor dem Essen wird gemeinsam gebetet und zu Geburtstagen gibt es Segensgebete. Die Kinder erleben das Kirchenjahr, feiern christliche Feste und entdecken bei Kirchenführungen den Raum Kirche jenseits von Gottesdiensten. Dabei werden sie von den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Pastoralteams unterstützt.

Wachsende Anforderungen und bauliche Hürden 

Im Gespräch mit der Einrichtungsleitung, dem Leitungsteam Herzogenrath und Vertreterinnen und Vertreter des Trägers kamen die steigenden Anforderungen an das Personal zur Sprache. Diese reichen von der Betreuung von Kleinstkindern bis zum Umgang mit schwierigen Elternhäusern. Auch bauliche Herausforderungen wurden thematisiert: Es fehlt an Barrierefreiheit und modernen Raumstrukturen. Es fehlen Rampen für Kinderwagen oder Rollatoren, da alle Zugänge über Stufen führen Auch die Raumzuschnitte sind für die heutige Anzahl von 25 Kindern pro Gruppe manchmal eine Herausforderung. „Mit dem Gebäude können wir nicht punkten, aber mit unserer offenen, transparenten Arbeit“, betont Ruth Savelsberg, die Leiterin der Einrichtung. Dass dies gelingt, zeigt die Treue der Familien: Viele Eltern, die heute ihre Kinder bringen, waren selbst als Kinder in dieser Kita. 

Bischof Helmut zeigte sich beeindruckt von der Offenheit der Kinder und dem Engagement des Teams. Er lobte die gesellschaftliche Bedeutung der pädagogischen Arbeit und den Einsatz für das Wohl der Kinder – auch in schwierigen Zeiten, etwa bei Konflikten mit Eltern oder personellen Engpässen.