Quarantäne in Kolumbien wird ausgedehnt

Präsident Duque (c) En24 News
Präsident Duque
Fr 8. Mai 2020
Carina Delheit

Präsident Duque hat die umfassende Kontaktsperre für Kolumbien bis zum 25. Mai verlängert. Es ist bereits die zweite Verlängerung, die helfen soll, die Krisensituation durch COVID 19 im Land zu bewältigen. Diese Entscheidung wurde am 5. Mai im Fernsehen verkündet.

Gleichzeitig sagte Duque, dass weitere wirtschaftliche Aktivitäten wieder möglich seien und dass alle Unternehmen schrittweise ihren Betrieb wieder aufnehmen würden, um die kolumbianische Wirtschaft zu reaktivieren. Branchen, die wieder arbeiten werden, sind die Herstellung von und der (Groß-)Handel mit Fahrzeugen und Möbeln sowie andere Produkte. Ebenso wird die schrittweise Rückkehr von weiteren Geschäftsbereichen wie Wäschereien, Schreibwaren- und Buchhandlungen erwartet, die sich an alle Auflagen halten müssen.

Der Präsident berichtete, dass es einige Wirschaftssektoren gibt, die noch nicht zur Produktion zurückkehren können. Die Regierung arbeite jedoch daran, die erfoderlichen Schutzmaßnahmen zu klären und so in die nächste Phase überzugehen. Der Präsident fügte hinzu: "Heute müssen wir mehr denn je die Wirtschaft reaktivieren, aber weiterhin Leben und Gesundheit schützen."

Kontrollierte Rückkehr der Kinder auf die Straßen
Ab 11. Mai können Kinder zwischen 6 und 17 Jahren dreimal pro Woche nach draußen, und zwar jeweils für eine halbe Stunde. Die Kinder müssen von einer Aufsichtsperson begleitet werden, die nicht Teil einer gefährdeten Bevölkerungsgruppe sein kann (z. B. Personen über 70 Jahre). Der zuständige Minister Ruiz betonte die Altersbegrenzung ab 6 Jahre und die strenge zeitlichen Beschränkungen, da in der aktuellen Jahreszeit Kolumbien die höchsten Zahlen an Atemwegserkrankungen aufweise und weil Kinder die am meisten gefährdete Bevölkerungsgruppe seien.

Bei allen Öffnungen müssen frühere Anordnungen der Regierung berücksichtigt werden. Das gilt auch für den Sport, die Einhaltung sozialer Distanz und das Verbot, Parks und öffentliche Sitzgelegenheiten zu nutzen.

Was passiert in den einzelnen Kommunen?
Einige Gemeinden Kolumbiens sind bisher nicht vom Corona-Virus betroffen. Wenn sie die allgemeinen Vorsichtsregeln einhalten, können sie ihre wirtschaftlichen Aktivitäten reaktivieren. Die lokalen Verwaltungen sind für die Durchführung der kommerziellen und sozialen Reaktivierung zuständig.

Restaurants dürfen Lieferdienste anbieten. Ausgeschlossen ist der Betrieb von Bars, Clubs, Sport- und Kulturveranstaltungen.