Neues Erzbistum in Südkolumbien

Kirchenprovinz Florencia errichtet

Wappen Erzbistum Florencia (c) CEC
Wappen Erzbistum Florencia
Di 16. Jul 2019
Carina Delheit

Seit dem 13. Juli 2019 gibt es ein weiteres Erzbistum und eine weitere Kirchenprovinz in Kolumbien. Papst Franziskus erhob das Bistum Florencia zum Sitz der neuen Kirchenprovinz. Zu ihr gehören neben dem neuen Erzbistum die Diözesen Mocoa-Sibundoy und San Vicente del Caguán. Damit bilden die größten Teile der Departments Putumayo und Caquetá an der Südgrenze Kolumbiens zu Ecuador eine eigene kirchliche Verwaltungseinheit. Zum ersten Erzbischof von Florencia ernannte der Papst den bisherigen Bischof Monseñor Omar de Jesús Mejía Giraldo, der dort seit 2013 tätig ist.

Florencia war seit 1951 Sitz eines Apostolischen Vikariats, das 1985 in eine Diözese umgewandelt wurde. Das Bistumsgebiet ist mehr als dreimal so groß wie das des Bistums Aachen, hat mit 296.000 Menschen (davon 257.000 katholisch) aber kaum mehr als 10% der Aachener Bevölkerung. In den 33 Pfarreien sind 54 Priester tätig (Stand 2017).

Das Gebiet der neuen Kirchenprovinz ist der südwestliche Ausläufer der kolumbianischen Tiefebene im Osten des Landes, dessen Hauptflüsse Río Putumayo und Río Caquetá Zuflüsse des Amazonas sind.