Neues Bistum in Kolumbien

San Vicente del Caguán zur Diözese erhoben

Wappen der Diözese San Vicente del Caguán (c) CEC
Wappen der Diözese San Vicente del Caguán
Fr 31. Mai 2019
Carina Delheit

Papst Franziskus hat am 30. Mai 2019 das seit 1986 bestehende Apostolische Vikariat San Vicente del Caguán zur Diözese erhoben. Das neue Bistum liegt in der extrem dünn besiedelten Amazonasregion Kolumbiens. Auf einer Fläche von 39.000 km2 (Bistum Aachen: 4.020 km2) leben 115.000 Menschen (Bistum Aachen: zwei Mio.). Wegen seiner biologischen Vielfalt ist das gesamte Gebiet aber von hohem strategischen Interesse.

Monseñor Francisco Javier Múnera Correa IMC, der bisherige Apostolische Vikar, der den Consolata-Missionaren angehört, wurde zum ersten Bischof von San Vicente del Caguán ernannt. Er ist dort seit 1998 als Leiter der Ortskirche tätig. Derzeit gibt es 93.000 Katholiken, 14 Pfarreien und 22 Priester in der neuen Diözese.

Die Region von San Vicente spielte in der jüngsten kolumbianischen Geschichte eine traurige Rolle, als die Gegend am Río Caguán nach Friedensverhandlungen zwischen Regierung und der FARC von 1998 bis 2001 der Guerrilla überlassen und von ihr quasi autonom verwaltet wurde.