Neuer CELAM-Sitz in Bogota eröffnet

Außerordentliche Versammlung mit Grußwort von Papst Franziskus

Neuer CELAM-Sitz in Bogota eröffnet (c) CEC
Neuer CELAM-Sitz in Bogota eröffnet
Datum:
Fr. 15. Juli 2022
Von:
Carina Delheit

Der Neubau des Sitzes des Lateinamerikanischen Bischofsrates CELAM, der sich wie der bisherige Sitz in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota befindet, ist bei einer außerordentlichen CELAM-Sitzung offiziell eingeweiht und in Betrieb genommen worden. Für das dreitägige Treffen kamen die Vorstände der 22 nationalen Bischofskonferenzen Lateinamerikas und der Karibik mit dem CELAM-Vorstand zusammen.
In einem Grußwort zu diesem Anlass erinnerte Papst Franziskus die 44 versammelten Bischöfe daran, dass Gebäude und Infrastrukturen der Kirche nur Sinn machen, wenn sie dem Zweck dienen, den Schwestern und Brüdern v. a. an den Rändern zu helfen. Der Papst wies für die Arbeit des CELAM bei der Unterstützung des Auf- und Ausbaus der Evangelisierung auf drei Versuchungen hin, denen es auf dem Weg des Volkes Gottes immer entgegenzuwirken gelte: spirituelle Mittelmäßigkeit, den Pragmatismus der Zahlen und den Funktionalismus. Das, so Papst Franziskus, gelinge nur, wenn wir den Heiligen Geist um seinen Beistand bitten, um die Geister zu unterscheiden und die Zeichen der Zeit zu erkennen.

Der Bischofsrat CELAM als Zusammenschluss der Ortskirchen von Süd- und Mittelamerika sowie der Karibik mit Sitz in Bogota wurde offiziell bei der ersten Vollversammlung aller Bischöfe 1955 in Rio de Janeiro gegründet. Ihr folgten bisher vier weitere Vollversammlungen: 1968 im kolumbianischen Medellin, 1979 im mexikanischen Puebla de los Angeles, 1992 in der Hauptstadt der Dominikanischen Republik Santo Domingo und 2007 im brasilianischen Wallfahrtsort Aparecida.