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Gründungstreffen des Diözesanrats für Evangelisierung:Neue synodale Wege in Bogotá

Das Erzbistum Bogotá einen Diözesanrat für Evangelisierung (CAEV) gegründet.
Datum:
15. Apr. 2026
Von:
Carina Delheit

Unter der Leitung von Luis José Kardinal Rueda Aparicio hat das Erzbistum Bogotá einen Diözesanrat für Evangelisierung (CAEV) ins Leben gerufen, ein neues Gremium der pastoralen Mitwirkung, das gemeinschaftliche Entscheidungsfindungen stärken und die evangelisierende Mission der Kirche in der kolumbianischen Hauptstadt vorantreiben soll.
Das neue Gremium soll die Synodalität von Kirche, das gemeinsame Unterwegssein als Volk Gottes konkretisieren durch einen fest etablierten Raum des Zuhörens, der Reflexion und der Weiterentwicklung der Pastoral, in dem unterschiedliche Akteure des kirchlichen Lebens zusammenkommen.

Am ersten Treffen des neuen Rates im März nahmen die Bogotaner Weihbischöfe, die Regionaldekane der acht Seelsorge-Regionen, Vertreter aus dem Programm  „Wege missionarischer Nachfolge“ sowie ein Delegierter der Ständigen Diakone teil. 
In dem neuen Diözesanrat sollen die pastorale Realität im Erzbistum untersucht und Antworten für die Evangelisierung entwickelt werden, die den sozialen, kulturellen und kirchlichen Herausforderungen gerecht werden.
Der CAEV versteht sich als der vom Kirchenrecht vorgesehene Diözesan-Pastoralrat und soll den Erzbischof beraten bei der Priorisierung von Aufgaben angesichts neuer Herausforderungen in der 10-Millionen-Stadt Bogotá. Er soll auch dazu beitragen, wichtige  pastorale Erfahrungen aus Gemeinden, Pfarreien, Verbünden und Regionen sichtbar zu machen und auszutauschen, um die missionarische Dynamik zu stärken und erfolgreiche oder erfolgversprechende Initiativen zu fördern.
Bei dem Treffen wurde das für Bogotá richtungsweisende Programm „Weg missionarischer Nachfolge“ ausführlich vorgestellt, das basisorientiert und zur missionarischen Stärkung von Kirche vor Ort beitragen soll.

Zum Abschluss der Veranstaltung forderte Kardinal Rueda die Anwesenden auf, den Horizont ihrer Reflexion zu erweitern und eine Kultur der gemeinsamen Entscheidungsfindung zu stärken.
Mit dem CAEV will die Kirche in Bogotá für eine Kirche mehr als bisher zuhören, die Geister unterscheiden und gemeinschaftlich pastorale Prozesse voranteiben, die zum Aufbau einer solidarischeren Gesellschaft beitragen.
Der neue Rat für das Erzbistum Bogotá versteht sich auch als Anregung für andere Bistümer der Region und des Landes, vergleichbare Wege zu gehen, die einen Dialog mit der Gesellschaft und das Engagement für ganzheitliche menschliche Entwicklung, Gerechtigkeit und Frieden und Evangelisierung voranbringen.